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Sonstiges: Kultur & Religion

La Ciudad Blanca - Legendäre Stadt gefunden ?

Vermutlich alte Maya-Stdt in Honduras gefunden

Illustration nach Theodore Morde
Illustration nach Theodore Morde

Seit Jahrhunderten ranken sich Legenden um eine mysteriöse alte verlassene Stadt, die früher von furchtlosen Kriegern und Priestern mit Zauberkräften bewohnt war und das Gefangene immer als Menschenopfer getötet würden, versteckt irgendwo im Regenwald von Honduras. Dieses unbekannte Volk soll einst mit Schiffen gekommen sein und hätte auch schon Frauen entführt, weshalb in der Stadt des Affen-Gottes auch Wesen halb Affe und halb Mensch leben würden. Wer auch nur etwas Gold aus der Stadt stehlen würde, starb eines unnatürlichen Todes. Noch heute nennen die Indios mit Ehrfurcht den Ort die Weisse Stadt oder die Stadt des Affen-Gottes, und man weiss bis heute nicht, was alles Ausschmückung und Wahrheit ist. Für die konservative Wissenschaft soll hier Indianer gewohnt haben, die sich vor den spanischen Konquistadoren versteckt hatten oder das die einstigen Einwohner zum Volk der Chorotega, (auch Choluteca oder Mangue) gehörten müssten oder die Mayas weiter vordrangen als bisher vermutet.

Die Legende La Ciudad Blanca

Viele mündliche Geschichten gibt es und die meisten schriftlichen Aufzeichnungen machten wohl spanische Chronisten die mit den Konquistadoren unterwegs waren. Als Hernan Cortes mit seinen plündernden Soldaten Tod und Verderben über die grossartige Kultur der Azteken brachte, bewegte ihn die Goldgier nach Süden, wo er 1523 einen Feldzug nach Honduras startete. Dabei interessierten ihm alle Geschichten und Informationen, die über weitere Fürstentümer und Städte mit Gold berichteten. Etwa 1523-1524 ließ Cortes im Norden Honduras den spanischen Aussenposten Triunfo de la Cruz errichten (das heutige Trujillo), um den Feldzug nach Honduras fortzusetzen. Er soll nach seinen Eroberungen in Mexiko 1526 in Trujillo ankommen sein. Dort berichtete man ihm von den Erzählungen der Indios und Kundschafter, die von der reichen Stadt La Ciudad Blanca der Weissen Stadt erzählten, die von vielen Kriegern bewohnt wären, die bisher noch von niemanden besiegt worden wären. Im Umfeld gäbe es auch befreundete Indianerstämme, die mit ihren Giftpfeilen jeden Eindringling töten. Jeder der die Stadt suchen und erreichen wollte, war nicht mehr zurück gekehrt. Es kann nur vermutet werden das Cortes nach der Statt suchen ließ, aber weitere Expeditionen und Kundschafter, die nie zurück kehrten, schürten die Legende der unbesiegbaren Stadt, die wohl auch Cortes nicht fand.

Erst aus dem Jahr 1544 hört man wieder etwas von der legendären Stadt. Der Bischof von Honduras, Cristóbal de Pedraza kannte ebenfalls die Beschreibungen von La Ciudad Blanca, seinem Reichtum an Gold und Silber und soll eine Expedition mitfinanziert haben, als er den Königshof von Spanien davon überzeugte, die Ausrüstung mitzufinanzieren. Er soll sogar dem König von Spanien einen Brief geschrieben haben, der die aber gescheiterte Expedition beschreibt.

Die erschwerliche Reise durch undurchdringlichen Urwald führt uns nach Osten am Rande des Mosquito Coast Dschungel. Mir wurde berichtet, das die Stadt auf einer Anhöhe in einem der Flusstäler liegen soll und das viele Gebäude mit weissen Steinen verkleidet sind, weswegen man sie gut erkennen müsste. Auch diese Stadt soll reich sein, ihre Götzentempel sollen mit Goldenen und Silbernen Platten verkleidet sein und die Adeligen essen nur von Tellern aus Gold. Die indianischen Führer nennen sie die weisse Stadt, wo eine Affen-Gottheit verehrt würde. Sie fürchten sich davor, von den wilden Kriegern der Stadt angegriffen oder durch einen Giftpfeil zu sterben, aber wir treiben sie an. Seltsame Geschichten hört man, den die Indios beten Götzenbilder von Schlangen, Jaguare, Krokodile, Vögel und Echsen an, so wie die Azteken, aber welches Volk verehrt eine Affen. Die Strapazen, flüchtige Indios und Angriffe aus dem Hinterhalt durch Giftpfeile, bestätigen das wir nicht so weit von der Stadt sein können, aber wir können uns nicht mehr die Gefahr aussetzen, nicht mehr zurück kehren zu können. Wir mussten daher die Expedition aufgeben.

Sicht gab es auch danach noch viele Expeditionen und Glücksritter, die versuchten, die weisse Stadt mit ihren verlockenden Reichtümern zu erreichen, auch hier gibt Geschichten von Expeditionen, die nie mehr zurück kehrten oder von ausgehungerten und dem Tode nahenden Glücksrittern, die die Stadt als verlassen beschrieben. Diejenigen, die etwas Gold fanden, starben alle durch einen Unfall oder hatten ihr Leben lang Unglück, so erzählen es die Einheimischen. Es dauerte Jahrhunderte bis man sich den alten Chroniken und den Legenden erinnerte. All diese Geschichten, ob ausgeschmückt oder nicht, machten die legendäre weisse Stadt zu einem Mythos.

Später haben u.a. der amerikanische Archäologe und Maya-Experte Silvanas Morley die verlassene Weissen Stadt an den Küstenflüsse in der Region La Mosquitia gesucht haben wie auch der Archäologe Doris Zemurray Stone. Doch beide konnten La Ciudad Blanca nicht finden.

Theodore Morde - ein Schwindler ?

Der Amerikaner Theodore Morde war in gewisser Weise schon eine recht ominöse Person, wenn man alle Geschichten glaubt. Er wird gerne als erster Indiana Jones beschrieben, denn er war Abenteurer, Forscher und Journalist, aber auch Spion und Phantast. Schon 1939 soll er sich darum bemüht haben, alle Informationen über die Verlorene Stadt des Affen-Gottes, zu sammeln. Dabei soll das Ergebnis so vielversprechend gewesen sein, das er schon 1940 dazu (vermutlich) von der Smithsonian Institution beauftragt wurde, eine Expedition zu führen, um dieses legendäre Stadt zu finden. Zur Smithsonian Institution gehört auch das National Museum of the American Indian. Nach nur 5 Monaten behauptete er die verlassene Stadt im Dschungel bereits gefunden zu haben und schickte Artefakte in die USA, vermied es aber immer, den genauen Standort zu nennen.

Hier wird es nun undurchsichtig, und man weiss nicht ob diese Beschreibungen von Theodore Morde stammen oder von ihm verfälscht wurden oder alles nur zur Desinformation diente… In Briefen soll Morde soll von seltsamen Artefakten geschrieben haben, darunter auch ein Kristallschädel in Form eines Affenschädels, das eher an eine indische Gottheit erinnere als eine der Indios, so das es ein anderes Volk sein müsste als die Mayas, so seine Vermutung. Er vermutete weiter, das die einstigen Einwohner zum Volk der Chorotega, (auch Mangue) gehörten müssten, konnte aber nicht erklären, wie die Chorotegas solch eine Stadt errichten konnten. In einer Version sah er angeblich einem Tempel mit einer grosse Affen-Statue, in einer anderen Version fand er eine vergrabene Affen-Statue, die er mitnahm, was bestätigte, das ein Affe anscheinend als ein Art Gott oder heiliges Tier verehrt wurde. Als einzige ungenaue Ortsangabe gab er an, das die Stadt in der Nähe des Wampú River läge (Wampusirpi), doch dieser Fluss ist sehr lang. Er veröffentlichte für die Zeitschrift American Weekly den Artikel In the Lost City of Ancient America's Monkey God, doch schon damals hielt man seine Ausführungen für übertrieben.

Erst eine genaue Untersuchung, die erst nach einer Ausgrabung möglich ist, kann die Angaben von Morde und die vielen Geschichten bestätigen oder korrigieren. Doch was wäre wenn Morde tatsächlich dort gewesen war und die wichtigsten gefundenen Artefakte geplündert hätte. Was hat er genau gefunden und wo sind die Artefakte, wenn es sie tatsächlich gegeben hatte ?

Weisse Stadt endgültig lokalisiert ?

Luftaufnahmen von 2012 und Satellitenaufnahmen durch die NASA scheinen nun zu bestätigen, das hier nicht nur eine ganze Stadt mit einzelnen Pyramiden vom Dschungel überwuchert ist, sondern das es hier auch ein grosses Areal gibt, das Zeugnis einer ganzen untergegangenen Zivilisation widerspiegelt, nicht nur einer einzelnen Stadt sondern vermutlich zweier Städte und seien Siedlungsgebieten. Als Ortsangabe wird die Region La Mosquitia im Nordosten des Landes genannt, ein Gebiert das rund 32.000 Quadratmeter  gross ist. Das sich hier nur Indianer vor den spanischen Konquistadoren versteckt hätten glaubt man nicht mehr so ganz, und vermutet eher, das die Stadt viel älter sein müsste. Vorsichtig geschätzt, soll die Stadt oder Städte zwischen 1.200 - 1.600 n.Chr. besiedelt gewesen sein. Vermutet wird ein Maya-Volk das hier lebte, weil der erste Eindruck Ähnlichkeiten mit der Maya Stadt Lamanai in Belize erinnert, was auch eine Sensation wäre. Ein erstes Archäologen-Team hatte sich schon ein Bild machen können und man spricht von einem Sensationsfund. Bisher wurden rund 50 künstliche Erhebungen, große Plätze, Erdwälle, zeremonielle Plätze und Pyramiden geortet, sowie zahlreiche Skulpturen gefunden. Insgesamt soll das Areal grösser als Copán sein.

Seitdem bekannt wurde, das wahrscheinlich die Ausgrabungen im Río Plátano Biosphärenreservat stattfinden, hat das honduranischen Instituts für Anthropologie und Geschichte grosse Angst, das durch die Geschichten wieder Schatzsucher und dubiose Organisationen angelockt werden, um die Stadt zu plündern, deshalb versucht man alle neuen Berichte zu verschleiern oder den genauen Ort unter allen Umständen zu verheimlichen. Man befürchtet jetzt schon organisierte Grabräuber. Daher hat man auch die Regierung gebeten, das Militär zum Schutz des Areals bereit gestellt werden müsste. Wenn die alten Geschichten über einen angeblichen Affen-Gott auch nur zum Teil stimmen sollten, vermutet man hier einen Sensationsfund für die gesamte amerikanische Zivilisationsgeschichte und Vorzeit Honduras. Doch zuerst muss eine Ausgrabung organisiert werden um sich vor Ort sich ein genaueres Bild von allem zu machen. Diese soll dieses Jahr auch schon beginnen. Auch ohne manche Ausschmückung von Theodore Morde und anderen Chronisten werden wir hier miterleben können, das wieder eine alte Legende aufersteht, ob es tatsächlich die Weisse Stadt ist oder eine neu entdeckte Maya-Stadt.

Bildnachweis:
  • Illustration nach Theodore Morde: wikipedia

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Schlüsselwörter: La Ciudad Blanca | Maya | Weiße Stadt | Legende | Artefakte
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