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Technik: Sonstiges

Japan baut neuen Magnetzug Maglev-MLX01-2

Hochtechnologie ohne Deutschland

JR-Maglev MLX01-2
JR-Maglev MLX01-2
Während Deutschland sich als hochtechnisiertes Industrieland schon fast verabschiedet hat, nicht in der politischen Lage war wenigstens eine Prestige-Strecke, wie zum Beispiel von München nach Berlin, zu realisieren und sogar die Transrapid-Versuchsstrecke Emsland in ihrer Funktion schon fast aufgegeben wurde, machen es uns andere vor, wie Spitzentechnologie funktioniert. Dabei war der Transrapid 09 im Jahr 2011 mit 505 km/h durch die Versuchsstrecke gerast. Hier ist in erster Linie der politische Unwille und die Unfähigkeit Verantwortlicher schuld, das es nur eine lächerliche Versuchsstrecke von etwas über 30 Kilometer gibt. Eine deutsche Erfindung, die bereits 1934 durch Hermann Kemper als Patent angemeldet wurde, wird nicht gebaut. Dabei verschliesst sich Europa nicht: die Schweizer bauen den Swiss Rapid, Frankreich und Spanien haben die Magnetschwebebahn auch noch nicht aufgegeben. Russland arbeiten mit China an eine 800 Kilometer-Strecke von Moskau nach Peking. Japan arbeite unterdessen an den schnellsten Magnetzug der Gegenwart und will mit China mithalten können.

Maglev-MLX01-2 - neues Verkehrs-Zeitalter in Japan

Wie in China setzt man auch in Japan auf ein Zeitalter mit Hochgeschwindigkeitszügen, obwohl Japan nicht wie China über grosse weitreichende Streckenflächen verfügt. Seit vielen Jahren fährt mit grossem Erfolg der Magnetzug Shinkansen, der 320 km/h schafft. Der neue Magnetzug Maglev MLX01-2, die derzeitige Bezeichnung, ergänzt zunächst das Streckennetz und soll spätestens 2027 die Hauptstadt Tokio mit der Industriestadt Nagoya, und danach, bis zum Jahr 2045, die Stadt Nagoya mit der Stadt Osaka verbinden, und das mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 500 km/h. Die Bahngesellschaft Central Japan Railway (JR Tokai) wurde mit dem Bau der Trasse beauftragt und die Gesamtkosten für das Mammutprojekt werden mit 60-70 Milliarden Euro veranschlagt. Der erste große Bauabschnitt von Tokio nach Nagoya beträgt 286 Kilometer, wobei man die längsten Strecken fast zu 90% unterirdisch durch Tunnel führen möchte. Dabei sollen die Tunnel unter Stadtgebieten bis in einer Tiefe von mehr als 40 Metern gebaut werden. Der Baubeginn wird 2015, bereits dieses Jahr, erfolgen. Maglev ist die Abkürzung für magnetic Levitation = Magnetisches Schweben.

Ob in China oder Japan, die Interessenten stehen bereits vor asiatischen Türen, nicht vor europäischen Hersteller-Firmen, auch nachdem Deutschland der Ehrgeiz verloren ging. Länder wie Australien, die USA, Kanada und natürlich an erster Stelle China, werden die Magnetschwebebahn, neben den Hochgeschwindigkeitszügen, in ein neues Zeitalter zukünftiger Verkehrsmittel führen. Ob Europa dann noch den Anschluss bekommt oder nur noch zum staunenden Einkäufer wird ?

Zukunft - technologische Visionen aus China

Chinesische Wissenschaftler arbeiten sogar schon an einen Super-Magnetzug, eine Magnetzug-Konstruktion, die in Kilometer langen Vakuumröhre eingeschlossen sind und dadurch in der ersten Phase sogar die Schallgeschwindigkeit erreichen sollen, weil kein Luftwiderstand vorhanden ist. Chinas Forscher sprechen von einem zukünftigen Vakuum-Tunnelverkehrs (Evacuation Tube Transportation). Der erste 1:1 Prototyp soll in 10 Jahren an den Start. Zumindest die USA haben schon Interesse daran gezeigt, was auch bedeutet, das es nicht ausgeschlossen wird, dies auch irgendwann zu realisieren.

Bildnachweis:
  • JR-Maglev MLX01-2: wikipedia

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Schlüsselwörter: Maglec | Magnetzug | Magnetschwebebahn | Verkehr
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