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Sonstiges: Verschiedenes

Die ewigen Lampen & Lichter

Gab es ewig brennende Leuchtmittel ? - I

Dendera - ägyptische Lampe ?
Dendera - ägyptische Lampe ?

Vorwort

Den Begriff Ewiges Licht oder immerwährendes Licht kennen sicherlich viele zum Beispiel aus dem Christentum, und sind nichts anderes als (meistens) aufgestellte Kerzen an Altären, Gräbern und Wallfahrtsorten. Man begann damit etwa 400 n.Chr. und verwendete in der frühen Christenzeit natürlich erstmal Ölampen. Der Zweck des ewigen Lichtes ist aus der Sicht der Kirche, die Verehrung vor dem im Altar aufbewahrten Heiligkeiten. Schon in der Grundordnung des Römischen Messbuches heisst es: Nach überliefertem Brauch hat beim Tabernakel (Altar) ständig ein mit Öl oder Wachs genährtes besonderes Licht zu brennen, wodurch die Gegenwart Christi angezeigt und geehrt wird. Ein ewiges Licht kann aber auch eine an Ketten herabhänge Ampel sein, z.B. in Synagogen üblich oder auch an der Wand befestigt sein. Das ist schon sehr interessant, den im alten Griechenland wurden in allen Göttertempeln und Orakeln eine fast identische Grundordnung von der Priesterschaft gelehrt: Gib Dein Opfer (Spende) und lass die ewige Lampe brennen, das Du die Götter damit ehrst. Auch im alten Griechenland und später im römische Reich gab es einzelne Öl-Lampen und später Kerzen, jeder Größe, aber auch eine an Ketten herabhänge Ampel oder an der Wand befestigt Halterungen für Öl-Lampen. Ähnliches auch in China und Indien. Damit soll auch unterstrichen werden, das der Begriff ewig leicht im Mund genommen wird, und eigentlich auch nichts anderes bedeuten kann wie andauernd oder stets, was ja nicht unbedingt ewig sein muss !

Lichter die ewig brennen

Seid Jahrtausenden und Jahrhunderten hört man immer wieder seltsame Geschichten über ewig brennende Lampen oder das ewig brennende Licht. Lampen die seid vielen Jahren oder Jahrhundert weiter brennen oder in einzelnen Überlieferungen sogar bis zu 2.000 Jahre brannten oder leuchteten. Schon lange interessierte mich diese Geschichten und Überlieferungen, weshalb ich mit diesem Beitrag versuche, etwas Licht im Dunkel der schwierigen Thematik zu bringen. Dabei fiel mir auf, das bei all den Geschichten, Legenden und Überlieferungen es anscheinend nur zwei wesentliche Kategorien an Lampen und/oder Lichtern gibt, die lange, ungewöhnlich sehr lange oder ewig brennen bzw. leuchten, womit die Bezeichnung Ewig also veränderte Zeitfenster haben kann, siehe meine Anmerkung vorab. Die Kategorien wären:

1.) Lichter = Gläser, Steine oder Kristalle die wie Lampen leuchten

2.) Lampen = Klassische Öllampen verschiedener Größen und Konstruktionen

Steine und Kristalle die ewig leuchen

Mir sind nur einige Überlieferungen bekannt, wo endeutig die Lampe als leuchtendes Glas, leuchtender Stein oder Kristall beschrieben wird also nichts mit der klassischen Öl-Lampe zu tun schein hat. Hier nur einige Beispiele antiker Berichte & Überlieferungen:

Tempel des Hephaistos

Dieser Tempel in Athen ist auch den Namen Hephaisteion, Theseion oder Theseum bekannt, und nach alten griechischen Chroniken sollen hier irgendwo in einem verstecktem Teil die Gebeine des Helden Theseus vergraben sein. Auch soll der Bau dieses Tempels etwas anders verlaufen sein, als man vermutet, den auf einer Steintafel soll gestanden haben "... und eines Tages kam Hephaistos als Priester und Athene als Priesterin verkleidet und gaben den Baumeistern Anweisungen... kaum stand der Tempel, kam Hephaistos nochmals und ließ eine grosse Lampe anbringen...wurde es Nacht, leuchtete die Lampe in der Cella wenn ein Priester kam, am Tag erlosch sie jedoch.... Hephaistos wäre für mich ein Favorit, solch eine Lampe hergestellt haben zu können.

Tempel von Hierapolis Bambyke

Lukian von Samosata war ein griechischer Satiriker und fleissiger reisender Schriftsteller, der etwa 90 Werke schrieb. In seine Werk De Syria Dea (Von der syrischen Göttin), schreibt er über einen wundersamen Stein im Tempel von Hierapolis Bambyke in Syrien, dem heutigen Manbidsch: ...aber ich sollte über eine Sache berichten, die es eher wert ist, von ihr zu erzählen. Die Statue der Göttin Hera im Tempel birgt auf ihren Haupt einen seltsamen Stein, die die Priester als Lampe bezeichnen. Dieser Stein scheint in der Nacht mit großer Reinheit und erleuchtet den ganzen Tempel, aber am Tage nur schwach. Ich sah kein Ölgefäß und trotzdem schien sie sogar am Tage zu glühen...die Priester zeigten mir den Tempel des Baal-Hadad, auch hier gab es die seltsamen Steine, die nur Nachts leuchteten...und ich sah weder Docht noch ein Ölgefäß...

Tempel von Philae - Tempel der Isis

Augustinus von Hippo, auch auch Augustinus von Thagaste bekannt, war ein Philosoph und später sogar Bischof von Hippo Regius. Er hatte einige theologische Schriften verfasst, aber auch über einige seiner Reisen berichtet. So soll er den Tempel in Isis in Ägypten besucht haben und schrieb erstaunt nieder: ...wahrlich ein Wunder, sehe ich doch hier eine Lampe, die alles erhellt, aber weder Wasser noch Wind bringt sie zum Verdunklen. Auf dem Altar lag das goldene heilige Buch über den Lauf der Sterne. Die Priester erzählten mir, die Lampe war vorher im Tempel der Hatschepsut, solange brenne die Lampe schon...nur Götter vollbringen so etwas... Als Kaiser Justian den Tempel gewaltsam schließen ließ, versteckten die Priester die heilige Lampe am Stadttor und versiegelten sie in einer Nische. Doch das Versteck wurde gefunden weil die Lampe Abends wieder brannte. Bei der Auseinandersetzung zwischen Priestern und Soldaten des Kaisers wurde diese Lampe erstört.

Grab von Tullia Ciceronis

Tullia Ciceronis, von ihrem Vater Tulliola genannt, war die einzige Tochter des römischen Senator Marcus Tullius Cicero und seiner Frau Terentia. Als sie 45 v.Chr. erst mit ca. 30 Jahren verstarb, verfiel Cicero in tiefer Trauer und ließ ein grosszügiges Grab errichten. Als man 1485 ihr Grab nach über Tausend Jahre an der Via Appia, in der Nähe Roms wiederentdeckte, war man verblüfft. Die Leiche war in einer unbekannten Flüssigkeit in feinen Leinentüchern eingewickelt und sah aus, als man sie untersuchte, als wäre sie erst vor wenigen Tage gestorben. Ähnliche Funde machte man auch in China. An ihrem Kopf soll sich ein Glas wie eine Lampe befunden haben, das noch mit einem sehr schwachem Licht leuchtete, aber nach kurzer Zeit nicht mehr funktionierte. Eine Erklärung die mir einfiel, war die Möglichkeit, das die Konservierungsflüssigkeit ähnlich wie ein Öl auch für den Betrieb einer Art Öl-Lampe geeignet wäre, was dann bedeuten könnte, das eine Lampe wirklich so lange brennen könnte. Hier hatte ich mich bemüht, noch näheres zu erfahren, was mir leider bisher nicht geglückt ist.

Schlussgedanken zum Teil 1

So gibt es noch einige weitere Überlieferngen und ähnliche Entdeckungen von der Antike bis zum Mitelalter, die alle rätselhaft sind, weil niemand sich erklären kann, was gesehen oder gefunden worden war. Nach unserem heutigem technischen Verständnis müssten solche Lampen, zumindest so eine Art Trockenbatterie als Energiequelle gehabt haben, um überhaupt ein Leuchten von Steinen, Glasgefäßen oder Kristallen erklären zu können, was aber immer noch nicht die die Langlebiskeit erklären würde, weil es bis heute nicht solche Batterien gibt. Das es eine Art von Batterie schon in der Antike gab, und somit auch Kenntnisse über Elektrizität, bewiesen ja die Funde von Khujut Rabu, besser bekannt als die Batterie von Bagdad, die im Jahre 1936 gemacht wurden. Doch die schwache Leistung der bisher gefundenen Batterien, die man auch in ähnlicher Bauweise anderorts fand, können das lange Leuchten nicht erklären, und größere Batterien mit einer grösseren Leistung hat man bisher nicht gefunden bzw. wären auch unsinnig im Verhältnis zu den Lampen aus Glas, Stein oder Kristall. Daher bleiben nur Hypothesen und Spekulationen übrig, wie u.a. das dies das Wissen der alten Götter (Ausserirdische ?) war oder das elitäre wissenschaftliche Geheimwissen einer Priesterschaft, die mit einer uns unbekannten geheimgehaltenen Technik so etwas bewerkstelligen konnten. So können wir erst einmal zum Thema Gläser, Steine und Kristalle die ewig leuchen nur akzeptieren, das man in der Antike anscheinend ein technisches geheimes Wissen hatte, um Lampen herzustellen, die Jahrhunderte oder vielleicht sogar Jahrtausende ununterbrochen leuchteten. Also insgesamt fehlt hier der Beweis bzw. ein Artefakt aus jener Zeit, um hier weiter zu rätseln oder zu lösen.

Fortsetzung folgt !

Im Gegensatz zum noch ungelösten Rätsel von ewig oder lang leuchtenden Gläsern, Steinen und Kristallen, scheinen die Überlieferngen und Entdeckungen von lang leuchtenden Öl-Lampen zumindest zum Teil erklärbar, daher möchte ich dies im zweiten Teil versuchen darzulegen.

Teil 2 - die ewige Lampe des Kallimacho - in Kürze !

Bildnachweis:
  • Dendera - ägyptische Lampe ?: wikipedia

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Schlüsselwörter: ewige Lampe | Ewiges Licht | ewig brennendes Licht | Hephaistos | Götter
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