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Technik: Sonstiges

Metalle der Seltenen Erden

Seltene Erden in Deutschland entdeckt

Ohne Metalle der Seltenen Erden wären heutzutage modernste Technologieprodukte kaum denkbar, wegen ihren speziellen Eigenschaften steigt der weltweite Bedarf, um diese etwa in Akkus, Flachbildschirmen, Flugzeugbau, Handys oder für Supraleiter der neuesten Generation einzusetzen. Man nahm die Bezeichnung Metalle der Seltenen Erden deshalb, weil größere Lagerstätten tatsächlich selten sind. Diese Elemente findet man nur in kleinen Mengen, unter sehr vielen, weit verstreut lagernden Mineralien sowie als Beimischungen in anderen Mineralien. Insgesamt sind 17 Elemente bekannt, die man in 8 leichte und 9 schwere Seltene-Erdelemente einteilt. Die bisher größten Vorkommen von Seltenen Erden befinden sich in China, Brasilien, Russland und in den USA, weitere bekannte grössere Vorkommen gibt es in Australien, Indien und Kanada, kleinere Vorkommen wurden vor kurzem in Grönland, Namibia, Vietnam und Malaysia entdeckt.

Vorkommen in Deutschland entdeckt

Ein Industrieland wie Deutschland ist abhängig von Importen, daher war die Nachricht fast eine Sensation, als man vor genau einem Jahr ein grösseres Vorkommen in Deutschland lokalisierte. In der Nähe des sächsischen Dorfes Storkwitz, Nähe Leipzig, ist das erste seltene Erden Vorkommen in Deutschland und Mitteleuropa gefunden worden. Nach den Untersuchungen von 2013 wird ein Vorkommen von 20.000 Tonnen der seltenen Rohstoffe im Gestein geschätzt, die sich bis zu 600 Meter tief in der Erde befinden. Weiterhin schätzt man eine im Boden befindliche Rohstoffreserve von 4.000 Tonnen Niob, das als Legierungszusatz begehrt ist. Allein diese ersten Funde haben einen wirtschaftlichen Wert von rund 2 Milliarden Euro.

Die neuesten Untersuchen bestätigen ein noch grösseres Vorkommen, das bis in einer Tiefe von 1200 Meter reicht und etwa 80.000 Tonnen betragen könnte. Wenn die Wirtschaftlichkeitsprüfung abgeschlossen ist, will man ab 2017 mit dem Abbau der Seltenen Erden beginnen. Man schätzt das maximal 1-2 Prozent als reine Metalle der Seltenen Erde gewonnen werden könnten, das entspräche bei 80.000 Gestein eine Reingewinn von maximal 1.600 Tonnen, dies entspräche aber den Import-Jahresbedarf von Deutschland. Dennoch sagen alle Bergbauexperten, das sich der Abbau bei diese Menge lohnt, auch wenn die Mengen nur einen kleinen Beitrag zur Rohstoffversorgung Deutschlands leisten. So würde dann auch Deutschland die Erfahrungen und die Technologie beherrschen, weltweit Metalle der Seltenen Erden auch in grossen Tiefen fördern zu können. Weitere mögliche Standorte werden ebenfalls untersucht, so ab 2015 auch in Niedersachsen und Bayern.

Hochtemperatur-Supraleitung

Am Karlsruher Institut für Technologie ist der Durchbruch gelungen, um eine Hochtemperatur-Supraleitung (HTSL) in Kürze zur kommerziellen Nutzung einsetzen zu können. Eine HTSL hat jetzt schon eine 4fache höhere Stromdichte als herkömmliche Leitungen erreicht, und das bei einem reduziertem Gewicht von über 80%. Dabei spielen Selten Erden noch eine bedeutende Rolle. So braucht man zum Beispiel für einen herkömmlichen Generator für eine 8-MW-Windkraftanlage rund 80 Tonnen Kupfer, bei einer HTSL wären es nur noch 8 Tonnen. Jedoch benötig man dazu aber auch noch rund 20 kg Seltene Erden, besonders Lanthan.

Man sieht, das der hohe Bedarf an Metallen der Seltenen Erden noch lange zur Produktion von neuester Technologie gedeckt werden muss, bis man Alternativen gefunden hat. Bis dahin wird die Rohstoffbörse von Abhängigkeit, Spekulation und politischen Einflüssen nicht verschont bleiben.

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Schlüsselwörter: seltene Erden | Supraleiter | Rohstoffbörse | Rohstoffvorkommen
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