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Politik: Soziales & Bildung

Massive Missachtung von Kinderrechten

Sich persönlich für die Rechte von Kindern einzusetzen gilt als vorbildlich, ehrenwert und lobenswert und es stockt Einem förmlich der Atem, wenn man zu unseren Nachbarn in der Schweiz schaut, wie dort mit Kinderrechten umgegangen wird. Einige schweizer Autorinnen, wie Zoe Jenny oder Julia Onken nutzen diese Vorkommnisse dazu, solche unschönen Geschichten an die Öffentlichkeit zu tragen, den Betroffenen ein Sprachrohr zu sein, dieses zu thematisieren und inzwischen öffentlich zu diskutieren.

Von Einhaltung von Kinderrechten kann hierbei schon lange nicht mehr die Rede sein. Missachtung der Kinderrechte und der Menschenrechte würde das, was seit Monaten, anscheinend sogar Jahren passiert, passender ausdrücken.

Einen tragischen Höhepunkt nahmen diese zahlreichen und gleichzeitig heiklen Schicksale verschiedener Eltern, Alleinerziehenden und Großeltern am Abend des 1. Januar in der Gemeinde Flaach im Kanton Zürich, in dem eine verzweifelte Mutter nach langen Konflikten mit der Gemeinde und Behörden, im Besonderen der KESB (Kinder und Erwachsenen Schutz Behörde) keinen anderen Ausweg sah, als ihre beiden Kinder, 2 und 5 Jahre alt, zu töten und anschließend versuchte sie sich ebenfalls das Leben zu nehmen.

Verzweifelt war diese Mutter aus diesem Grund, weil die KESB kürzlich angeordnet hat ihr die beiden Kinder wegzunehmen und in einem Kinderheim zu platzieren, obwohl liebende und fürsorgende Großeltern ebenfalls für die Kinder da gewesen wären. Nach ausgiebigen Recherchen meinerseits kein Einzelfall, wie die KESB in ihrer ersten Stellungnahme nach der Tat ihre damalige Entscheidung nun zu begründen versucht. Verschiedene Zeitung hatten am Neujahr über diese Verzweiflungstat berichtet.

Einer der Leser Hans S. kommentiert daraufhin passend nach der ersten Stellungnahme der KESB in der Zeitung Blick:

"Unglaublich, die sich wie immer ahnungslos gebende KESB spricht schon wieder von einer Ausnahmesituation, also von einem Einzelfall, Nur Ausreden und Ausflüchte! Es ist erschreckend und geradezu wahnsinnig, wie die KESB sinnlos schaltet und waltet. Kann sie denn überhaupt nicht nachvollziehen, was es bedeutet , einer Mutter ihre geliebten Kinder einfach wegzunehmen. Dass die Mutter dann der Verzweiflung nahe ist und keinen Ausweg mehr kennt, als die Kinder zu töten. Schafft die KESB ab! "
und bekommt innerhalb kürzester Zeit fast 3 000 likes für diese Aussage. Und dieser Leser steht mit seiner Forderung nach der sofortigen Abschaffung der KESB nicht allein.

Denn auch die Bestrebungen der beiden Autorinnen gehen in die gleiche Richtung. Sie organisieren gerade mit anderen Betroffenen eine Vorlage, die dann vors Volk soll, was nicht anderes heißt, dass das schweizer Volk darüber abstimmen soll, dass die KESB abgeschafft werden soll.

In Anbetracht der zahlreichen schockierenden Vorfälle zwischen der KESB und verschiedenen Eltern im letzten Jahr verwundert es keinem, dass diese Forderung nun laut wird. Eigentlich hätte diese schon längst eingereicht werden sollen. Auf diese Weise hätte womöglich diese Tragödie verhindert werden können.

Die betroffene Mutter hatte sich im Vorfeld an verschiedene Institutionen, Behörden, auch an die Medien mit ihrem Fall gewandt, mit der Bitte um Hilfe, aber keiner hat ihr in dieser Situation helfen wollen.

So ein Verhalten zeigt deutlich die kaltherzige Seite der Gesellschaft. Denn bei allem Reichtum in der Schweiz scheint das die Schattenseite dessen zu sein. Wie bereits erwähnt, kein Einzelfall, sondern eher die täglich angewandte Regel, den Eltern einfach und meist sogar Grundlos die Kinder wegzunehmen, was einem sehr verwundert, in einem Land Mitten in Europa. All diese Vorkommnisse hat die Autorin Zoe Jenny dazu bewogen eine Internetseite für kindergerechte Justiz ins Leben zu rufen, wo Betroffenen ihre Geschichte eintragen können, sich gegenseitig austauschen und Anregungen holen können.

Für alle Interessierten an diesem Thema, hier der Link: http://kindergere...iz.ch/blog/

Und nun bleibt zu hoffen, wie ein anderer Leser kommentiert: "...dass dieser Fall restlos aufgeklärt wird und die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden." Leider zeigen andere bisherige Fälle, dass nach einem ersten Interesse dieses sehr schnell wieder abklingt und nach ein paar Wochen spricht keiner mehr über diesen Fall. Leider ziehen selbst solche schrecklichen Vorfälle keine ernsthaften Konsequenzen nach sich und die KESB macht weiter, wie bisher.

Hätte der Leiter der zuständigen KESB Stelle ein Gewissen und zumindest etwas Respekt vor der Familie, müsste er von sich aus den Rücktritt verkünden. Aber gerade solche Menschen kleben weiter an deren hochbezahlten Posten und machen ohne Rücksicht auf Verluste einfach weiter. Selbst tragische Verluste eines Menschenlebens schrecken diese Personen nicht vor davon ab den gewohnten fehlerhaften Weg weiter zu gehen.

Man fragt sich an dieser Stelle: Was muss denn noch alles passieren, bevor sich das bisherige und gängige Verhalten endlich ändert und diejenigen auf dessen Posten endlich aufwachen, die das ändern könnten.

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Schlüsselwörter: Misachtung von Kinderrechten | Misachtung von Menschenrechten | Schweiz | Unterbringung im Kinderheim | KESB
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