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Sport: Kampfsportarten

Muay-Thai & Krabee Krabong Kampfkunst

Kampfsportarten aus Thailand

Muay Thai Kämpfer
Muay Thai Kämpfer
Traditionell wurden in Asien die härtesten Kampfsportarten entwickelt. In Thailand ist zum Beispiel Muay-Thai, auch als Thai-Boxen bekannt, die populärste Sportart und Nationalsport im Land, die ganze Stadien fühlt. Aber auch in Europa wurde Muay Thai immer beliebter, und seid 2003 der erste Teil der thailändische Film-Trilogie Ong-Bak in den Kinos kam, gab es ein noch grösseres Interesse, diese Kampfsportart erlernen wollten.

Muay-Thai - das Thai-Boxen

Das traditionelle Thai-Boxen, heute eine internationale Sportart, kann man weniger eine Sportart als eine Kampfkunst bezeichnen. Die Ursprünge dieser Kampfsportart liegen, wie die meisten asiatischen Kampftechniken, viele Jahrhunderte zurück. Sie nahmen, ähnlich wie das chinesische Kung-Fu, ihren Anfang in den Bergklöstern.

Vom thailändischen König Naresuen wird in einer alten Überlieferung berichtet, dass er sich im Jahre 1560 aus der harten burmesischen Gefangenschaft nur deshalb befreien konnte, indem er die besten Kämpfer nacheinander der Burmesen bezwang. Auf diese Begebenheit beruft sich auch heute noch das Thai-Boxen. Ursprünglich galt es als eine Art der Selbstverteidigung, die sogar von den Mönchen in den Klöstern gelehrt wurde. Viele wesentlichen Elemente und Einflüsse kamen vermutlich aus China, aber im Wesen ist Muay-Thai eine eigenständige entwickelte Kampfsportart geworden, die in ganz Südostasien trainiert wird.

Das Muay Thai ist mit den Regeln des herkömmlichen, westlichen Boxens kaum vergleichbar. Der Thai-Boxer schlägt mit den Händen und tritt mit den Füßen, wobei die gefährlichsten Waffen aber die Ellenbogen und Knie sind, die auch ganz gezielt eingesetzt werden. Bevorzugte Angriffsflächen sind dabei die Bauch- und Nierengegend, die Rippen, der Brustbereich und zuletzt der Kopf. Die meisten und bevorzugten Kämpfe werden nur mit minimalster Schutzausrüstung gefochten.

In Thailand und anderen südostasiatischen Ländern kann man die Härte der Kämpfe beobachten. Nach einer kurzen Zeremonie beginnt der Kampf, der in fünf Runden mit je drei Minuten Dauer eingeteilt ist. Dabei muss jeder Kämpfer oder Kämpferin über eine sehr gute Konzentration und eine gesunde physische Verfassung verfügen, um einen solchen Kampf zu überstehen. Die Kämpfe werden von frenetischer Thai-Musik und einem fanatischen Publikum begleitet. Dieses stachelt dadurch sowohl die Kämpfer zu immer mehr Leistung an und das Publikum zu noch mehr Aktivitäten. Dadurch wird der Kampf von Runde zu Runde härter. Platzwunden und Knochenbrüche sind trotz Regeln und Schiedsrichter nie ganz auszuschließen. Wetten sind dabei durchaus die Regel.

Jeden Samstagabend finden u.a. in den nationalen Boxstadien Lumphini und Ratchadammoen in Bangkok die großen Kämpfe statt, wo dann ein erheblicher Teil der Nation vor dem Fernseher gespannt die Kämpfe verfolgt.

Krabee Krabong - der Schwertkampf

Schwertkämpfer
Schwertkämpfer
Der Ursprung des thailändischen Schwertkampfes geht auf den früher üblichen Zweikampf der königlichen und adeligen Elefantenreiter zurück. Er dürfte in seinen Anfängen ebenso alt sein wie der asiatische Schwertkampf überhaupt. Eine Beeinflussung durch die Entwicklungen in China, Kambodscha, Burma und Japan mögen viel zur Verfeinerung der Technik beigetragen haben. Bevor es Schusswaffen gab, gab es ganze Heere von Schwert- und Speerkämpfern, die das Rückrat der siamesischen Armee stellten.

Als der Zeitpunkt kam, wo moderne Schusswaffen die traditionellen Schwerter allmählich ersetzten, wurde der Schwertkampf jedoch als reine Kampfkunst weitergepflegt. Ein Anhänger davon war König Chulalongkorn, der dafür sorgte, dass alle Prinzen in dieser Kampfkunst zur Selbstverteidigung unterrichtet wurden. Der König selber führte auch öfter den sogenannten "Schwerttanz" auf dem Rücken eines Elefanten aus. Das geschah allerdings nicht mehr im königlichen Duell, sondern als königliche Respektbezeugung für Buddha.

Bei den heute üblichen, offiziellen Vorführungen sind die Schwerter abgestumpft oder aus Holz, dennoch sind Verletzungen nie ganz ausgeschlossen. Das dreifache "Wai", der thailändische Gruß, der Eröffnungszeremonie wird als Bitte um königliche Begnadigung verstanden, sofern es doch zu Verletzungen im Kampf kommt.

"Krabee" bedeutet Kleinwaffen bzw. Handwaffen, die man am Ellenbogen befestigen oder mit einer Hand einsetzen kann. Dazu gehören beispielsweise Messer, Kurzschwerter, Keulen und ein Schild oder auch zwei Schwerter-in jeder Hand eines. Mit "Krabong" werden Langwaffen wie Lanzen, Speere oder Piken in jeder Variante bezeichnet, die mit beiden Händen geführt werden können. Je nach gleichartiger oder auch unterschiedlicher Ausrüstung der Gegner sind auch die Kampfregeln verschieden.

Den Besuchern Thailands wird eine Darstellung geboten, die früher nur im Palast als "Royal Command Performance" stattfand. Auf beiden Seiten wird mit je zwei Schwerter gefochten. Man beginnt mit der Hab-Acht-Position, bei der die beiden Schwerter als Spitzdreieck vorgehalten werden. Zugleich stehen die Füße bereits zur Attacke von links oder rechts. Auch zu dieser Kampfkunst gehört eine Musikbegleitung, die sich immer mehr in den Kampf hineinsteigert und gleichzeitig die gegnerischen Parteien immer weiter antreibt.

Dieser Kampfsport verlangt eine absolute technische Beherrschung der Waffen, blitzschnelle Reaktionen und alle Elemente des schnellen Attakierens. Interessant und bemerkenswert ist, das Frauen ebenso aktiv an dieser harten Kampfsportart teilnehmen wie Männer. Und: Frauen sind nicht selten auch die Sieger! Die Meister oder Meisterinnen dieser Kampfsportart können mit mehreren Kurz- und Langwaffen mit tödlicher Perfektion umgehen, aber auch ohne Waffen mit Thai-Boxen weiter kämpfen! Kampfsportarten, die man mit grösstem Respekt begegnen sollte.

Bildnachweis:
  • Muay Thai Kämpfer: Kru Muaythai Association
  • Schwertkämpfer: Kru Muaythai Association

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Schlüsselwörter: Muay Thai | Thailand | Kickboxen | Krabee Krabong | Kampfsport
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