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Politik: Welt

Prayuth Chan-ocha – Thailands Premierminister bei den Medien unbeliebt

Er wirft mit Bananen und droht Zeitungen zu schließen, die ihn kritisieren

Der derzeitige Regierungschef Thailands ist wieder einmal mehr vom Militär. Nachdem Thaksin Shinawatra abgesetzt worden war wurde Yingluck Shinawatra, eine Schwester von Thaksin, Regierungschefin in Thailand. Der Thaksin-Clan war nach wie vor an der Macht und es kam bis Anfang des Jahres 2014 zu immer größeren Ausschreitungen gegen die Regierung.

Und wieder putscht das Militär

Im Mai 2014 war es dann soweit. Nachdem sich die Befürworter und die Gegner der Regierung erbitterte Straßenschlachten – nicht nur mit Worten – lieferten, griff einmal mehr das Militär ein. Unter der Führung des Oberkommandierenden des thailändischen Heeres, Prayuth Chan-oche, wurde am 20. Mai 2014 das Kriegsrecht ausgerufen und am 22. Mai 2014 in einem Staatsstreich die Regierungsgewalt übernommen. Der „Nationaler Rat zur Erhaltung des Friedens“, dessen Chef Prayuth Chan-oche ist, übt er nun die Gewalt der Militärregierung aus.

Unter dem Regime des am 21. März 1954 in der Provinz Nakhon Ratchasima (Korat, Nord-Thailand) geborenen Prayuth Chan-ocha werden für Regierungsgegner lange Haftstrafen und Folter verhängt, wie es vereinzelt in den Medien hieß. Am 21. August 2014, rund drei Monate nach dem Putsch, wählt ihn das von der Militärregierung eingesetzte Übergangsparlament dann als einzigen Kandidaten ohne Gegenstimme mit 191 von 197 (bei 3 Enthaltungen und 3 Nichtanwesenden) zum Premierminister der Übergangsregierung.

Wann gibt es Neuwahlen?

Geplant waren im Oktober 2015 Neuwahlen. Bis dahin sollte die Übergangsregierung des Militärs an der Macht bleiben und für Ordnung sorgen. Eine Reihe politischer Reformen sind bis zu den Neuwahlen geplant, die der Armee den Zugriff auf die politische Macht im Lande sichern soll. Inzwischen geht man jedoch davon aus, dass Neuwahlen frühestens im Frühjahr 2016 stattfinden werden. Bis dahin bleibt der ehemalige Heereschef und Übergangspremier wohl an der Macht.

Im September kam es zu einem der ersten bekannt gewordenen Ausraster des neuen Premiers. Einem Journalisten, der von ihm wissen wollte, ob er beabsichtige der neue Premierminister zu werden, antwortete er voller Spott mit den inzwischen in Thailand legendär gewordenen Worten: „Ich werde dich mit dem Podium erschlagen“.

Ein Premierminister wirft mit angefressenen Bananen

Seit Heiligabend sorgt Thailands Premierminister Prayuth Chan-ocha in den sozialen Medien erneut für Schlagzeilen. Während einer öffentlichen Veranstaltung bat ihn ein Kameramann mehrfach doch in die Kamera zu sehen. Daraufhin warf der peinliche Premierminister seine halb angegessene Banane auf den Kameramann.

Während andere Politiker sich mit den Medien möglichst gut stellen, hat es der thailändische Premier offenbar nicht so mit der Presse. Bereits im November war er gefilmt worden, als er einen Reporter vor vielen Zuschauern und der Presse an den Ohren gezogen hatte und danach seinen Kopf tätschelte und die Frisur des Reporters zerzauste. Und das, obwohl man nach dem thailändisch-buddhistischen Glauben niemanden an den Kopf fassen darf – nicht einmal kleine Kinder.

„Zeitungen werden gesperrt!“

Während einer Pressekonferenz am 1. Weihnachtstag drohte der Premierminister thailändische Zeitungen, die ihn kritisieren, zu sperren. Das richtete sich in erster Linie gegen eine nicht namentlich genannte Zeitung, von der er täglich Kritik erntete.

Wie der Premier sagte, würde er selbst die Zeitung gar nicht lesen. Aber seine Mitarbeiter berichteten ihm fast täglich über die negative Berichterstattung der Zeitung zu seiner Person. „Ich will diese Zeitung nicht lesen. Wenn ich solche Meldungen lese, platzt meine Geduld und das wirft kein gutes Licht auf mich als Regierungschef.“ Er sagte auch, dass er bei der Pressevereinigung eine Beschwerde gegen die entsprechende Zeitung einlegen werde.

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Schlüsselwörter: Thailand | Premierminister | Prayuth Chan-ocha | Blamage | Militärputsch
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