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Politik: Politische Meinung

Was der Wählerwille in Cottbus wert ist

Rot/Roter Machtverlust und trotzdem Sieger

Der Krebs- Cottbuser Wappentier
Der Krebs- Cottbuser Wappentier
Wer vorn liegt hat noch lange nicht gewonnen. Diese Erfahrung musste im Brandenburgischen Cottbus gerade der Wahlsieger der Kommunalwahl machen. Die CDU hat sich in der kreisfreien Stadt deutlich durchgesetzt. Sie gewann immerhin vier Sitze. SPD und LINKE, die bisher stärkste Kräfte im Stadtparlament hatte, mussten Plätze räumen. Soweit so gut.

Am Montag hat sich die Stadtverordnetenversammlung konstituiert. Sechs Fraktionen werden nun die Geschicke der Stadt für die nächsten fünf Jahre lenken. Erfolgreich oder auch weniger erfolgreich, der Wähler wird wieder zur Wahlurne gerufen werden. Und der geneigte Wähler wird auch wieder darum gebeten werden, sich zu entscheiden. Doch was ist der Wille der Wähler wert? Sich von der Macht zu trennen oder los lassen müssen- es ist schwer. Nicht anders ist das Verhalten der gewählten Volksvertreter in Cottbus zu werten. CDU Mann Wolfgang Bialas (3112 Stimmen) hat die meisten Stimmen auf sich vereinigen können. Folgerichtig schlug ihn die stärkste Fraktion, der Wahlgewinner CDU, ihren Spitzenmann auch zur Wahl als Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung vor. In Deutschland zumindest ein Vorgang, der nicht unüblich ist.

Die bisherige rot/rote Macht stellte mit Reinhard Drogla (2048 Stimmen) ihren Mann als Vorsteher vor. Und prompt hatte Drogla mittels rot/roter Zählgemeinschaft die Stimmen deutlich für sich eingesammelt. Der Wahlsieger CDU das Nachsehen.

Wer ist nun dieser Reinhard Drogla, der auch in der abgelaufenen Legislatur diese Position besetzt hat. Drogla ist ein Theatermann. Und er kann Strippen ziehen. Vorhang auf und Vorhang zu – sozusagen. Die einen schätzen ihn als Kommunalpolitiker, der auf Ausgleich bedacht ist. Die anderen sagen ihm nach, dass noch nie so viel Geld in die Theaterlandschaft der Stadt geflossen wie zuvor. Hat er die Strippen dafür gezogen?

Nur - was ist nun mit dem Wählerwillen. In Cottbus hat die Zählgemeinschaft von SPD und LINKE jedenfalls das Votum der Wähler missachtet. Machterhalt eben. Schaden für die Demokratie angerichtet.

In ihrer Gier nach Macht hat die Zählgemeinschaft allerdings vergessen, dass das Wahlvolk im September nochmal an die Urne gerufen wird. Dann wird ein neuer Oberbürgermeister für Cottbus gesucht. Momentan hat der SPD Mann Frank Szymanski das Amt inne. Mit solch einer Zählgemeinschaft wird der rote Frank nicht zu halten sein.

Der Wähler hat noch gut vor Augen, was die rot/rote Zählgemeinschaft mit dem Wählerwillen gemacht hat. Dafür liegt zu viel in dieser Stadt im Argen. Hochverschuldet und nicht mal sexy nämlich.

Bildnachweis:
  • Der Krebs- Cottbuser Wappentier : kuk (kuk)

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Schlüsselwörter: Cottbus | Brandenburg | Kommunalwahl | Wählerwille | Machtverlust
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