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Wo die Kühe nicht lila sind

20. Brandenburger Landpartie lockte in die Natur nach Peickwitz und Dissen

Aucherochsen in der Spreeaue
Aucherochsen in der Spreeaue
Tausende Besucher waren auf den Höfen, den Äckern und Wiesen bei den Einzelbauern sowie den Agrargenossenschaften unterwegs. Es war wiedermal Landpartie in Brandenburg. Ein Jubiläum: Die 20. Auflage immerhin.

Einst geschaffen um die Landwirtschaft im Land Brandenburg mehr Gehör zu verschaffen. Damals, da gab es massive Probleme bei dem Absatz der Erzeugnisse. Die landwirtschaftlichen Betriebe standen vor einer Zerreißprobe. Mittlerweile hat sich diese Art der Agrarshow als ein Publikumsrenner etabliert. Wie auch in den vorherigen Auflagen schufen die Landwirte eine Möglichkeit, sich von der Arbeitsweise der landwirtschaftlichen Betriebe zu überzeugen. Für manche kleine Besucher war es das Schlüsselerlebnis. Bei dem Anblick der Kühe, die nun nicht lila waren, erfuhren sie ganz nebenbei, dass die Milch von jenen Rindern kommt, die im Stall oder auf der Weide zu finden sind.

Der Landwirt Thomas Domin in Peickwitz (OSL- Kreis) setzt neben dem traditionellen Futteranbau und der Fleischproduktion auch auf Bio-Gas setzt. Davon konnten sich die Besucher, die auch aus den Großstädten angereist sind, überzeugen. Bei der Besichtigung der Bio- Gas- Anlage erläuterte der gastgebende Landwirt den individuellen Nutzen für die Erzeuger. Die Gesamtleistung gibt er mit 150 KW an. Dabei spielt das betriebliche Gesamtergebnis natürlich eine besondere Rolle. Nur mit diesem Mix funktioniert der privat geführte Betrieb. Produkte der Hoffleischerei vermarktet Thomas Domin in seinem Hofladen. Schlachtspezialitäten, Fleisch- und Wurstwaren werden jeden Freitag von 14 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 11 Uhr angeboten.

Ortswechsel in den Spree- Neiße- Kreis nach Dissen. Dort befinden sich die renaturierten Wiesen in der Spreeaue. Der Kohlekonzern Vattenfall schuf dieses Gebiert als Ersatzstandort für die Teiche in Lakoma. Diese wurden auf Grund der Kohleförderung abgebaggert. Insgesamt förderte der Konzern dieses Gebiet mit 30 Millionen Euro. In diesen Spreewiesen werden Aucherochsen gezüchtet. Diese Tiere mögen ein sumpfiges Gebiet, welches sich dort befindet. Die Agrar- Genossenschaft Sielow bewirtschaftet das Areal. Das produzierte Fleisch wird auch hier selbstvermarktet. Erst kürzlich eröffnete am Radweg von Cottbus über Dissen nach Maiberg die Auerochsen- Schänke. Dort können Spezialitäten von dieser Rinderart probiert werden. Wer es nicht so deftig mag, für den steht auch Auerochsen- Eis auf der Angebotskarte. Der gastgebende Chef der Agrargenossenschaft, Wolfram Hotzler, erläuterte bei einer Schauvorführung die Art und Weise der Aufzucht der Auerochsen. Für diese Region um Cottbus ist es der einzige Betrieb dieser Art. Allerdings, so Hotzler, gibt es über 30 Betriebe in Deutschland, die sich dieser Rinderzucht widmen. Erleben konnte der Zuschauer in der Spreeaue, dass es eben Tiere der Natur sind, die nicht auf Kommando parieren. Die Herde suchte sich, trotz Reitereskorte, seinen ganz eigenen Weg. Offensichtlich waren die Tiere irritiert von den vielen Besuchern am Weidezaun.

Insgesamt schätzte das Brandenburger Landwirtschaftsministerium die 20. Brandenburger Landpartie als einen vollen Erfolg ein. Mehr als 100 000 Besucher weilten auf den Höfen. Das Wetter spielte dem Veranstaltet sicherlich in die Karten.

Bildnachweis:
  • Aucherochsen in der Spreeaue : Kuk (kuk)

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Schlüsselwörter: Landwirtschaft | Brandenburger Landpartie | Peickwitz | Dissen | Auerochsen
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