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Sonstiges: Kultur & Religion

Der böse Geist im Tempelgefäß

Ein Ebay-Kauf und seine Folgen

Thailändische Mönche.
Thailändische Mönche.
Bei einer Ebay-Suche unter dem Stichwort „Thailand“ stieß ein Thailandfan auf das Angebot eines Ebayer, der ein „altes thailändisches Tempelgefäß“, das hundert Jahre oder älter sein sollte, anbot. Dies interessierte den Thailandfan und er dachte, dass dieses auch gut auf dem buddhistischen Hausaltar seiner thailändischen Ehefrau stehen könnte. Also steigerte er mit. Seine Frau wollte er damit überraschen und deshalb sagte er ihr nichts davon.

Auktionsgewinn ohne Glück

Dann war die Auktion beendet und der Thailandfan der Höchstbietende. Einige Tage später bekam er das Gefäß und übergab es stolz seiner Frau. Es handelte sich um ein Wassergefäß, in dem die Mönche Wasser weihen, mit dem dann alles bespritzt und gesegnet wird. So fand es schließlich seinen Platz auf dem Haustempel im Wohnzimmer.

Kurz darauf bekam der Thailandfan wahnsinnige Kopfschmerzen, die er über mehrere Wochen nicht loswurde. Da halfen auch keine Arztbesuche und Gesundheitsschecks. Die alle ergaben dass er völlig gesund sei. Irgendwann gingen die Kopfschmerzen dann wieder, wenn auch langsam, weg. Doch kaum waren seine Kopfschmerzen verklungen, bekam sein Vater eine Lungenentzündung und musste ins Krankenhaus, wo man zu allem Unglück auch noch feststellte, dass er kurz vor dem Austrocknen stand. Nach ca. 10 Tagen war er wieder zu Hause und es schien ihm wieder gut zu gehen. Doch dann kam wenige Tage später der Rückschlag und erneut musste er ins Krankenhaus. Aber auch das war bald darauf, Gott sei Dank, überstanden.

Doch nicht genug. Sein Vater war noch nicht eine Woche wieder zu Hause, da erlitt seine Frau einen Schlaganfall. Die rechte Seite konnte sie nicht mehr bewegen. Arzt angerufen, der kam sofort, RTW und Notarzt hinterher und ab ins Krankenhaus, wo auch sie sich innerhalb von 14 Tagen wieder nahezu vollständig erholte.

Da muss ein böser Geist drin sein

Im Krankenhaus hatte seine Frau genügend Zeit zum Nachdenken. Und da kam sie zu der Meinung, dass an all diesem Unheil nur das Tempelgefäß Schuld sei. Ein böser Geist sei darin. Wer sich ein bisschen mit Thailand, seiner Religion und der Mentalität seiner Bewohner auskennt, weiß, dass hier Religion und Geisterglaube untrennbar miteinander vermischt sind. Da half kein gutes Zureden mehr. Schuld war der böse Geist in dem Tempelgefäß. Also musste dieses wieder weg.

Bei der nächsten Veranstaltung thailändischer Mönche hat sie das Tempelgefäß dann dorthin mitgenommen und den Mönchen überlassen. Diese bestätigten ihr, dass es ein sehr altes Gefäß sei und seinen Ursprung in Kambodscha habe. Von bis zu (angeblichen) Tausend Jahren war die Rede. Und tatsächlich, so die Mönche, wohne ein böser Geist darin...

Nun, der Thailandfan und seine Familie waren das Tempelgefäß endlich wieder los und es war wieder da, wo es eigentlich hingehört: Bei den Mönchen im Wat (Kloster). Seitdem war das Unheil erst einmal von ihnen gewichen und sie erfreuten sich alle bester Gesundheit – bis…

Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

Bildnachweis:
  • Thailändische Mönche.: Foto: © Axel Ertelt (Unterliegt den Regeln des deutschen Urheberrechts!)

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Schlüsselwörter: Buddhismus | Animismus | Geist | Tempel | Mönche
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