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Trauernde Angehörige – Beliebte Opfer von dreisten Einbrechern

Falle Todesanzeige – Keine Traueranschrift veröffentlichen!

Trauernde auf dem Friedhof.
Trauernde auf dem Friedhof.
Man hat vor wenigen Tagen einen lieben Angehörigen verloren und sitzt gerade in der Friedhofskapelle bei der Trauerfeier. Anschließend findet die Beisetzung statt und danach geht es vielleicht auch noch zum Beerdigungskaffe in ein Restaurant. Alles in allem ist man dabei gut 1,5 bis 3 Stunden unterwegs. Man kommt zurück nach Hause und ist heilfroh den Tag soweit herum bekommen zu haben, Doch dann der Schock:

Es waren Einbrecher im Haus

Diebe haben die Situation ausgenutzt und die leer stehende Wohnung der trauernden Angehörigen während der Beerdigung, am helllichten Tag, in aller Ruhe ausgeräumt. – Nur ein dummer Zufall? Beileibe nicht! Das passiert öfters als man denkt. Und dabei gehen manchmal ganze Diebesbanden gezielt gegen solche leer stehenden Wohnungen vor. Das hat es in der Vergangenheit bereits häufig gegeben und das gab es jetzt ganz aktuell wieder im Rheinland.

Letzte Woche konnte die Polizei in Düsseldorf zwei Einbrecher dingfest machen, die eben solche Trauersituationen ausgenutzt haben und während der Beerdigungen die Wohnung der Trauernden ausgeräumt haben – und zwar mit einer ganz „niederträchtigen und perfiden Masche“, wie ein Polizeisprecher meinte. Den beiden Straftätern werden derzeit mindestens 22 Einbrüche auf diese Art und Weise zur Last gelegt. Der Tätigkeitskreis belief sich dabei auf Kleve (7 Einbrüche), Wesel (4 Einbrüche) und Viersen (4 Einbrüche) sowie weitere in Neuss, Aachen, Heinsberg und Düsseldorf.

Einbruchsziele aus Traueranzeigen ausgesucht

An die kompetenten Adressen zum ungestörten Wohnungseinbruch heranzukommen ist für das Düsseldorfer Einbrecherduo nicht besonders schwer gewesen. Viele Angehörige schalten eine Traueranzeige in der Tageszeitung, in der dann der Termin der Beerdigung bekannt gegeben wird. Hinzu kommt die Traueradresse der Angehörigen, an die man dann seine Beileidsbekundungen schicken kann. Und genau dies ist das Fatale an der Sache. Damit werden mögliche Straftäter geradezu eingeladen die Wohnung auszuräumen. – Unglaublich, aber leider wahr!

Im aktuellen Düsseldorfer Fall wurde bekannt, dass der 54jährige Haupttäter aus Düsseldorf bereits 19 Vorstrafen auf seinem Verbrecherkonto hat, darunter auch eine mit dem gleichen Hintergrund. Es ist ja heute auch so einfach: Die Ganoven brauchen sich nicht einmal mehr die aktuelle Tageszeitung zu kaufen, denn die Traueranzeigen erscheinen bei den meisten Zeitungen heutzutage auch online auf einem Trauerportal.

Weitere Maschen der Abzocker und Betrüger

Aber nicht nur durch Einbrüche während der Beerdigungen werden trauernde Angehörige abgezockt. Auch mit folgenden Maschen werden sie zur Kasse gebeten, wenn Sie nicht aufpassen und sich überrumpeln lassen:

  • Fingierte Bestattungskostenrechnungen
  • Fingierte Rechnungen über angebliche Käufe der Verstorbenen (oft Sexartikel)
  • Fingierte Rechnungen über Genanalysen/Vaterschaftstests
  • Dubiose Angebote über Trauereinträge, die wie Rechnungen aufgemacht sind

Weitere Informationen zum Thema und wie Sie sich (wenigstens etwas) dagegen schützen können, finden Sie im Artikel „Trickbetrüger und Abzocker nutzen die Trauerphasen bei Bestattungen schamlos aus“ oder im Ratgeber-eBook „Der Tod ist nicht geplant“.

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Schlüsselwörter: Betrüger | Abzocker | Traueranzeigen | Angehörige | Einbruch
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