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Sonstiges: Gesundheit

Laumann (CDU) will Nachbarschaftshilfe in der häuslichen Pflege

Absurde Vorstellungen des Patientenbeauftragten der Bundesregierung

Daheim statt Heim…
Daheim statt Heim…
In der Pflege kriselt es nicht nur seit langem, sondern sie steckt vor allem bereits mitten im Kollaps. Mangelnder Nachwuchs, geringer Lohn, zahllose 24-Stunden-Plegedienste aus dem Osten (allen voran Polen), Gejammer über Patientenabwanderung in ausländische Pflegeheime (mit oft deutlich besseren Bedingungen), Berichte über Patienten misshandelnde oder tötende Pflegekräfte in Heimen, Anwerbung ausländischer Pflegekräfte in China und anderen Staaten… Das alles sind die Schlagzeilen der letzten zwei Jahre. Und nun noch dies:

Immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Alle so genannten Pflegereformen der Vergangenheit waren lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein und konnten das Problem höchstens kurzfristig etwas lindern – aber keinesfalls lösen. Die Pflege braucht dringend eine Reform, die greift und die auch konstruktive Lösungsansätze bietet anhand derer auch definitiv langfristig Lösungen kommen. Mit der nachbarschaftlichen Rentnerhilfe in der Pflege kann man da absolut nichts reißen.

Auf die Idee mit der Nachbarschaftshilfe kam nun allen Ernstes Karl-Josef Laumann (CDU), der Patientenbeauftragte der Bundesregierung. Der schlug jetzt vor die Nachbarschaftshilfe in der häuslichen Pflege zu fördern und für die einfachen(?) Pflegetätigkeiten Ehrenamtliche zu gewinnen.

Rentner als Pfleger, mit einem Taschengeld abgespeist

Solche Ehrenamtliche könnten nach den Vorstellungen des hoch bezahlten Staatssekretärs aus dem Bundesgesundheitsministerium geschulte Rentner sein, die mit einer kleinen Aufwandsentschädigung, ähnlich der steuerfreien Übungsleiterpauschale beim Fußball, abgespeist werden.

Wie krass ist das denn? Ausgebildete Pflegekräfte kann man sich offenbar nicht leisten und die billigeren Angelernten aus China werden auch schon zu teuer – hat es jedenfalls den Anschein. Da müssen, nein, da sollen also nun die Rentner herhalten, die in den nächsten Jahrzehnten in immer größerer Zahl – so jedenfalls die offiziellen Prognosen – selbst zu Pflegefällen werden.

Positiv hingegen war sicherlich Laumanns Aufruf an die Bundesländer, die Ausbildung professionellen Pflegenachwuchses zu stärken. Zudem forderte er eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte. Aber das dürften, wie schon sooft zuvor, nur fromme Wünsche und eine Alibifunktion sein…

Bildnachweis:
  • Daheim statt Heim…: Foto: © Dieter Schütz, Pixelio.de. (Nur redaktionelle Nutzung mit eingeschränktem Bearbeitungsrecht gem. Pixelio-Bestimmungen.)

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Schlüsselwörter: Pflegereform | Pflegeversicherung | Pflegedienste | Altenheim | häusliche Krankenpflege
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