Sonstiges: Tierschutz

Lasst die Hunde von der Leine

19.02.2014 15:50:44 eingesandt von Nantida für OnlineZeitung 24.de

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2014 ist ein neues Gesetz verabschiedet worden, das den Leinenzwang in ganz Berlin erzwingen und zugleich weiteres Geld in die Taschen des Staates schaufeln soll, denn der ,,Führerschein“ für Hunde kommt nicht ohne bitteren Beigeschmack.

Hunde, unsere liebevollen Begleiter, wir nennen sie die treuesten Freunde des Menschen, wir leben mit ihnen zusammen und teilen mit ihnen Freuden und Leid. Sie geben so viel Gutes, ohne dafür etwas zu verlangen, bleiben treu, wenn manche Besitzer sie völlig missverstehen. Ein fühlendes Wesen kann niemals Besitz eines anderen sein, auch wenn es Menschen gibt, die sich selbst über alles erhaben dünken. Der Mensch entfernt sich mehr und mehr von der Erde, mit Asphalt und hohen Hacken, mit chemischen Substanzen und medialer Propaganda. Dabei gibt es eine einfache Gleichung: Ohne Erde – keine Menschen.

Und diese Erde zittert, schon lange Zeit. Das wir ihre Kinder in Fesseln legen. Zu sehr haben wir uns bereits vom Ursprünglichen entfremdet, dass nur wenige die Verbindung noch fühlen, den Schmerz, wenn sinnlos gerodet wird, um Werbung zu drucken, Silvester, wenn alle Tiere zittern, weihnachtliche Festbeleuchtung, Schmuck und Zierde, während die anderen hungern. Es fehlen die Tränen, wenn ein Wolf ohne Unterlass in seinem viel zu kleinen Gehege im Kreis geht und in Wirklichkeit nur von der Freiheit träumt.

Wer Tieren eine Seele abspricht, sollte sich selbst einmal fragen, ob er denn eine Seele hat. Wie kann man Relationen ziehen, zwischen Gefangenheit und Qual eines Lebewesens und ein paar Häufchen, die die Ästhetik unseres Blickfeldes stören. Wie kann man mit der Gefährlichkeit von Hunden argumentieren, wo doch der Mensch das gefährlichste Wesen dieses Planeten geworden ist.

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Die Angst vor dem Hund ist irrational, denn an der Leine sind Hunde viel aggressiver, sollte jeder wissen – sie können sich nicht in Sicherheit bringen und haben Angst. Ebenso wie der Mythos vom bissigen Hund ein Irrglaube ist. Sie mögen angreifen, wenn man ihre Menschen bedroht oder wenn man sie unmenschlich quält; doch kein Tier handelt jemals böswillig. Das tut nur der Mensch.

Ein jeder sollte sich einmal in das Leben (s)eines Hundes hineinversetzen als ein Lebewesen, das nichts mehr liebt als die Freiheit, die Verbundenheit mit der Natur, eine liebevolle Gemeinschaft und am besten all das zu naschen, was auch wir Menschen essen. Hunde sind diejenigen Wesen, die vor allen anderen dazu in der Lage sind, uns zu heilen, eine Verbindung herzustellen zwischen uns und dem Universum. Sie verstehen, sie wissen und sie nehmen viel mehr wahr, als der Mensch ihnen zutraut. Ja! Mehr als der Mensch selbst, denn die Menschenwelt birgt in der heutigen Zeit mehr Illusionen, als der einzelne ertragen kann. Sie füllen die Lücke im Herzen eines einsamen Menschen, wischen den Schmerz einer Frau fort, der ein Kindeswunsch verwehrt blieb, sie leisten Gesellschaft und heitern uns in schweren Stunden auf. Wie kann man allein den Gedanken hegen, ihre Gutmütigkeit weiter auszunutzen, ohne Rücksicht, ohne Mitgefühl. Versuchen Sie es: Lassen Sie sich zwei Tage an die Leine nehmen, am besten mit Halsband und einem Mitmenschen, der beständig daran zieht, der Ihnen Befehle erteilt oder das schmackhafte Essen immer alleine zu sich nimmt. Oder noch einfacher, sehen Sie sich ,,Planet der Affen“ an und merken, wie es in Wirklichkeit der Mensch ist, der ohne Respekt und ohne Gefühl gegenüber seinen Mitlebewesen agiert.

Die Mauern wachsen, für die Tiere und auch für uns Menschen. Lebewesen auf Prävention zu sanktionieren, ohne das sie tatsächlich etwas getan haben, verletzt die Gerechtigkeit dieses Universums und aller Umgebenden aller Logik nach.

Hunde dürfen im Wald nicht frei laufen, wegen den Waldtieren. Sie dürfen nicht auf Wiesen laufen, weil diese meist den Bauern gehören. Sie dürfen nicht in Parks laufen, dort gibt es schon Leinenzwang. Sie dürfen nicht ins Wasser springen, wegen Enten oder Badegästen. Sie dürfen nur in wenige Läden und Geschäfte und dort auch nur an der Leine. Sie dürfen nicht an Arbeitsplätzen oder Behörden anwesend sein. Und nun dürfen Hunde nicht mal mehr durch Straßen ohne Leine laufen?

Die Erde schenkt uns jeden Tag neues Leben. Das, was war und das, was ist, ist unvergleichbar, unwiederholbar und schon gar nicht von Menschenhand erschaffbar. Diejenigen Menschen, die versuchen, etwas zu kontrollieren, Herr über etwas zu werden, das sie überhaupt nicht begreifen können, sind nicht mehr in der Lage, das Ganze zu sehen, darum suchen sie mehr und mehr im Detail; ohne zu begreifen, dass das Vollkommene schon lange da war und ist. Doch wer führt die Menschen willentlich in die Irre?

Das Naziregime erreicht in einigen Jahren seine Jahrhundertwende. Zeugen versterben, Erinnerungen verblassen. Auch wir selbst und unsere Menschen werden langsam wieder in Ketten gelegt.  Der unsichtbare Krieg >https://www.1a-sh...bid=234915 läuft an vielen Fronten. Am 17.01. 2013 wurde der psychiatrische Zwang wieder legalisiert >http://artbonus.w...+zum+wohle, mit dem für 2014 geplanten Gesetz für Pränatale Diagnostik (PID) >http://ventomobil...lektion-2/ sollen Versuche an Embryonen legalisiert werden, die Gentechnik >http://ventomobil...chrichten/ soll wieder eingeführt werden, für das Jahr 2015 wurde das Abitur im Bereich der Genetik um 3 Themenschwerpunkte aufgestockt, die nicht nur als Grundlagen, sondern auch als Anwendungsfelder aufgezeigt sind.

Vor Jahrzehnten bereits schrieben Science-Fiktion-Autoren von einem ,,Kontrollstaat“, andere erzählten davon und wurden für ,,verrückt“ erklärt und nun, in der heutigen Zeit, wo Privatpersonen abgehört, überall Videokameras mehr der Kontrolle als der allgemeinen Sicherheit dienen, wo z.B. in Amerika sog. ,,Blackboxen“ in die Autos integriert werden sollen, wo die Daten aller Bürger über das Internet abrufbar sind und wir als einfache Menschen das meiste gar nicht erfahren, kann man getrost sagen, so weit entfernt von einem ,,Kontrollstaat“ wie viele gerne glauben möchten, sind wir ganz und gar nicht.

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Manche nennen es Karma, andere Schicksal, doch wie es auch benannt werden mag: Jede unserer Taten hat eine Auswirkung in einer oder vielen Realitäten dieses Universums. Lassen wir uns nicht täuschen, schon lange leiden Tiere, Pflanzen und auch z.T. Menschen nicht im Miteinander, sondern unter der Kolonisation der Machthabenden. Wissenschaftler und Konzerne mögen dies mit fadenscheinigen Argumenten, wie ,,Innovation“, ,,Fortschritt“, ,,Forschung zum Wohle der Menschheit“ rechtfertigen, aber genauso wie die Hypothesen der Psychiater, sind diese eben das, was sie sind: Rechtfertigungen für moralisch verwerfliches Tun.

Warum fällt es den Menschen – in Zeiten des Navigationssystems – so schwer, den Weg zu finden? Waren Kompass und Sonnenuhr zwar wesentlich schlichter, aber doch praktischer und hilfreicher? Sollten wir nicht doch beginnen und uns alter Zeiten besinnen? Muss nicht alsbald ,,dem Fortschritt, um des Fortschritts Willen“ eine Absage erteilt werden? Eine Rückkehr zum Wesentlichen, zum Ursprung und Natürlichkeit, zum Lebendigen?

Alles wird nur mehr komplizierter, lauter, bunter und alle denken, es sei die Normalität. Warum verbinden wir all das mit Normalität, das immer dort ist, was wir aus Gewohnheit zum Normalen machten? Dieses Universum ist um ein so vieles und Vielfaches älter als wir. Wie kann auch nur ein einzelner Mensch es wagen, etwas zu zerstören oder etwas in Gefangenheit zu bringen, das eigentlich nur unsere Bewunderung verdient?

Wann kommt der Tag, an dem die Menschheit der Erde, der Natur und all ihren Lebewesen den gleichen Respekt entgegenbringt, den sie selbst von anderen erwartet?

Ihre Caroline Thongsan

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