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Internet: Rund ums Internet

Mehr Sicherheit durch alternative DNS-Server?

Für und Wider alternativer DNS-Server

nslookup www.wikipedia.de
nslookup www.wikipedia.de
Mehr Geschwindigkeit und Sicherheit, damit werben alternative DNS-Server. Wenn Sie jetzt sagen „DNS-Server was ist das denn? Kann man das essen? Für was braucht man das?“ dann sollten Sie hier weiterlesen. Wenn Sie das alles schon kennen sollten sie natürlich auch weiterlesen.

Was ist DNS?

Jeder Nutzer des Internets kennt Sie, die Internetadressen wie z.B. www.Google.de oder www.onlinezeitung24.de. Doch im Gegensatz zu den Adressen die im Browser eingegeben werden, besteht das Internet eben nicht aus wohlklingenden Namen, sondern aus schnöden Zahlen die IP-Adressen genannt werden. Um uns Menschen dennoch den Umgang mit dem Internet zu erleichtern gibt es eben diesen Domain Name Service, der unsere Internetadressen in Zahlen umwandelt.

Das ganze läuft dann ungefähr so ab. Sie geben in Ihrem Webbrowser die Adresse www.wikipedia.de ein. Dann fragt der Browser Ihr Betriebssystem ob es die IP-Adresse die zu www.wikipedia.de kennt. Windows kennt die IP-Adresse nicht und fragt den nächsten DNS-Server, welches im Regelfall ihr Modem/Router ist. Der fragt den nächsten in der Kette, den DNS-Server ihres Internetproviders…. Das geht dann noch ein bisschen weiter, führt hier aber eindeutig zu weit, jedoch das Grundprinzip sollte erkennbar sein. Am Ende der Kette bekommt dann der Browser die Information, dass zu www.wikipedia.de die IP-Adresse 195.10.208.211 lautet und kann Kontakt mit der Internetseite aufnehmen und diese im Browser darstellen.

Wer das auch mal manuell machen möchte, kann das recht einfach mit Windows Bordmitteln bewerkstelligen. Einfach die Eingabeaufforderung öffnen und dort nslookup www.wikipedia.de eingeben.

Der zuvor beschrieben Vorgang findet jedes mal statt, wenn sie eine Internetadresse im Browser aufrufen, auf einen Link auf einer Webseite klicken oder auf ein Werbebanner klicken. Für alle, für die die hier stark vereinfachte Darstellung nicht ausreichend ist und die es etwas genauer wissen wollen empfehle ich die Ausführungen bei Wikipedia oder Google. Braucht man wirklich alternative DNS-Server?

Das man einen DNS-Server braucht, haben die vorherigen Erläuterungen gezeigt. Ok es geht zwar prinzipiell auch ohne, indem man die IP-Adressen per Hand eintippt, aber wer von uns ist denn schon so ein Genie, dass er die IP-Adressen aller wichtigen Internetseiten im Kopf behält. Ich jedenfalls bevorzuge Namen statt Zahlen.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum man überhaupt einen alternativen DNS-Server benötigt? Der bisher verwendete funktioniert ja einwandfrei. Die Beweggründe für einen alternativen DNS-Server können vielfältig sein. Eventuell ist der bisherige einfach zu langsam, man hat Sicherheitsbedenken oder man hat einfach was gegen den Betreiber.

Geschwindigkeit ist ein Argument, das nicht von der Hand zu weisen ist. Ob ein alternativer Anbieter wirklich schneller ist, kann recht einfach mit dem DNS-Benchmark von Gibson Research Corporation überprüft werden. Und es ist wirklich in vielen Fällen so, das die Alternativen von Google DNS, OpenDNS … wirklich schneller sind.

Sicherheit ist ebenfalls ein Argument, das nicht von der Hand zu weisen ist. Viele alternative Anbieter bieten Sicherheitsfeatures an, die von den Standardanbietern nicht angeboten werden. So werden Pishingseiten oder als bedenklich eingestufte Webseiten nicht angezeigt sondern man wird auf eine Warnseite weitergeleitet. Prinzipiell keine schlechte Angelegenheit, aber zu dem großen ABER komme ich gleich.

Was spricht gegen alternative DNS-Server?

Aus den bisherigen Erläuterungen wird klar, das der DNS-Server genau weiß welche Internetseiten ich wann besucht habe und letztendlich er entscheidet welche Internetseiten mir angezeigt werden. Gebe ich die Adresse meiner Bank ein muss ich mich verlassen können, das auch die Website meiner Bank angezeigt wird und nicht irgendeine Pishingseite eines Betrügers. Weitere bedenkliche Punkte sind Zensur, Sammeln von Daten etc.. Alles Punkte die sich mit einem DNS-Server ohne Probleme bewerkstelligen lassen.

Dem eigenen Internetprovider traut man ja, der sitzt doch in Deutschland und unterliegt deutschen Gesetzen. Google, Norton, OpenDNS und die meisten alternativen DNS-Server sitzen nicht in Deutschland und unterliegen nicht der deutschen Gerichtsbarkeit. Ok, das sind große Namen, aber ich habe schon Pferde kotzen sehen und das vor der Apotheke mit einem Rezept im Maul.

Ob ein alternativer DNS-Server zum Einsatz kommt, muss jeder Nutzer für sich persönlich abwägen. Der Artikel soll hier nur ein paar Denkanstöße geben. Ich benutze weiterhin meine Standard DNS-Server.

Bildnachweis:
  • nslookup www.wikipedia.de: eigenes Werk (CC Lizenz)

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Schlüsselwörter: Domain Name Service | DNS | DNS-Server | alternativer DNS-Server
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Kommentare

Kay Lorey
am 27.01.2014 10:39:17 (87.157.214.xxx) Link Kommentar melden
Sehr gut und einleuchtend beschrieben. Damit dürften auch Laien etwas anfangen können.

Bei der trockenen Einleitung
Wenn Sie jetzt sagen „DNS-Server was ist das denn? Kann man das essen? Für was braucht man das?“ dann sollten Sie hier weiterlesen. Wenn Sie das alles schon kennen sollten sie natürlich auch weiterlesen.
kam ich aus dem Schmunzeln nicht mehr raus... Grin

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