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Politik: Politische Meinung

Der Hype um den katholischen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst

Im Bistum Limburg häufen sich die Kirchenaustritte - warum eigentlich?

Bishop of Limburg during the "Kreuzfest"
Bishop of Limburg during the "Kreuzfest"
Natürlich ist es ärgerlich, wenn andere bedenken- und/oder gedankenlos mehr Geld ausgeben, als unsereiner je haben wird. Das betrifft also nicht nur die öffentliche Meinung zum Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, sondern auch Herrn Wowereits Flughafen in Berlin. Dennoch ist der Autor nicht bereit, sich über das eine oder gar das andere Vorkommnis aufzuregen. Denn was ein katholischer Bischof mit dem Geld seiner Schafe macht, ist sein (und vor allem deren) Problem. Was ein offensiv seine Neigung kommunizierender Schwuler als "Regierender Bürgermeister" (also so eine Art Mini-Ministerpräsident eines überflüssigen und vor allem bankrotten Stadt-Staates) mit Steuergeldern macht, ist zwar ein Ärgernis, aber angesichts der EURO-Idotie (Griechenland!) dann auch wieder nicht der Rede wert...

Allerdings lohnt es sich doch, etwas genauer hinzusehen und zu ergründen, was die mittlerweile unappetitliche Hatz auf einen Bischof eigentlich antreibt und wie sie in den gesellschaftlichen Gesamtkontext einzuordnen ist.

Was hat die Regierung damit zu schaffen?

Dieser Tage konnte - nein: mußte! - man leider den Sprecher der Bundesregierung dabei erleben, wie er meinte, den Vorgang kommentieren zu müssen! FAIL!

Ebenso hat sich Frau Merkel in persona und expressis verbis nicht entblödet zu bemerken, der Fall sei "eine Belastung"!

Was aber hat die Bundesregierung mit den Interna der römisch-katholischen Kirche zu schaffen? Richtig: nichts! Daher belastet auch niemanden - außer den katholischen Kirchensteuerzahlern - dieses "Problem", das gar keines ist! Im Gegensatz zum Berliner Flughafen beispielsweise...

Die im Auftrag des Bundeskanzlers Merkel getätigte Äußerung des Ex-Journalisten(!) Steffen Seibert war also nicht nur obsolet, sondern sie verschafft uns auch einen interessanten Ansatzpunkt zur Analyse.

"Was ist eigentlich schlimmer?"
"Was ist eigentlich schlimmer?"
Meine Leichen, Deine Leichen...

Das Sommerloch ist zwar vorbei - und auch Syrien, Ägypten, Libyen, Iran oder Israel geben derzeit keine Schlagzeilen her - aber das Geschäft der "Journalisten" muß ja weitergehen. Also macht man eine Hetzjagd, bei der man sich des billigen Beifalls sicher sein kann. Denn Journalismus - gerade der der Springer- und Augstein-Presse - weiß: sex sells (und Geld ist per se sexy)!

Das übrigens macht die katholische Kirche doch aus: das Geld! Es gibt kaum eine Firma, die den Kapitalismus und die materielle Raffgier besser verkörpert als die römisch-katholische Kirche. Sei es, daß man den Zölibat eingeführt hat, um mangels Nachkommenschaft zu vererbende Vermögen dem Schoß (pun intended!) der Kirche zuzuführen, sei es, daß man während der Kreuzzüge und während der "Inquisition" besonders gern auch umfängliche jüdische Vermögen nach Ermordung deren Eigentümer christianisiert hat... - der Vorläufer der späteren Arisierung der Nazis übrigens.

"Hetze der Springerpresse"
"Hetze der Springerpresse"
In eigener Sache:

Nachdem es erfahrungsgemäß in politischen Diskussionen immer wieder zum "argumentum ad personam" kommt, weil das "argumentum ad rem" nicht ausreicht, ist bei solchen Themen also äußerste Vorsicht geboten...

Dabei wäre es so einfach: eine interne Angelegenheit regelt man zunächst intern. Eigentlich ganz einfach. Wenn man es nur einfach halten will. Daher ist es vielleicht an dieser Stelle vielleicht sinnvoll und notwendig, auf folgendes hinzuweisen:

Der Chronist ist

  • kein Angehöriger der katholischen Kirche und auch
  • kein Christ, ebenso
  • kein Architekt, Bauunternehmer oder sonstwie geschäftlich mit dem gehetzten Bischof verbandelt
  • nicht interessiert an Regierungsposten oder CDU-Partei-Ämtern
  • nicht verwandt oder verschwägert mit dem katholischen gemobbten Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst

Was sind 40 Millionen?

Die ganze Geschichte wird vor allem dadurch interessant, daß kein einziger Schreiberling der main-stream-Medien es gerafft hat: die 40 Millionen kamen der heimischen Wirtschaft zugute. Das sind zum Beispiel 6,38 Millionen allein an Umsatzsteuer. Der Rest geht an die lokalen Architekten, Gutachter, Bauunternehmer, Spengler, Maler, Elektriker, Tischler. Dazu kommen noch Einkommens- und viele andere Steuern...

Und die zahlen wieder jede Menge an Sozialabgaben. Sowie Steuern. Der Bischof von Limburg hat unsere Sozialkassen alimentiert. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Schon mal darüber nachgedacht?

Das Geld bleibt doch im Land. Die künstliche und vor allem lächerliche Aufregung über diesen "Skandal", der eigentlich gar keiner ist, zeigt also nur: derjenige, der sich darüber aufregt, hat von Wirtschaft keine Ahnung. Oder noch weniger.

Bildnachweis:
  • Bishop of Limburg during the "Kreuzfest": Quelle: Eigenes Werk, 14. September 2008. Urheber: Moguntiner via Wikipedia (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.)
  • "Was ist eigentlich schlimmer?": Screenshot (Facebook) (Eigenes Bild)
  • "Hetze der Springerpresse": Screenshot (Facebook) (Eigenes Bild)

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Schlüsselwörter: Bischof | Limburg | Franz-Peter Tebartz-van Elst | Geldverschwendung | Wowereit
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Kommentare

OZ24
am 16.10.2013 14:10:17 (83.221.81.xxx) Link Kommentar melden
Ich bin da zwar völlig anderer Meinung als der Autor des Artikels, aber es ist ja auch nicht Sinn und Zweck dieser Zeitung nur Artikel meiner Fasson zu veröffentlichen Smile. Es ist schon ein Skandal, wenn ein Amtsinhaber das ihm zur Verfügung gestellte Budget um ein vielfaches überzieht und das einfach so. Das gilt für Berlin genauso wie für Limburg!
Kay Lorey
am 16.10.2013 21:51:13 (87.157.213.xxx) Link Kommentar melden
Wenn wir immer und in allem derselben Meinung wären, dann wäre es sehr langweilig in einer Diskussion. Gelegentlich braucht es einfach jemanden, der sich nicht scheut, auch mal Prügel als "advocatus diaboli" zu spielen...

Letztlich ist aber die von Medien, Regierung und interessierten Kreisen inszenierte und organisierte Hatz auf eine (beliebige) Person das Problem. Bei Wowereit gab es das nie. Komisch, oder?
Kay Lorey
am 16.10.2013 22:53:55 (87.157.213.xxx) Link Kommentar melden
Gelegentlich braucht es einfach jemanden, der sich nicht scheut, auch mal Prügel als "advocatus diaboli" zu spielen...
...sollte natürlich heißen:

Gelegentlich braucht es einfach jemanden, der sich nicht scheut, den "advocatus diaboli" zu spielen und dabei auch mal Prügel zu kassieren...

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