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Rücksichtslos und verboten: Radfahren und Parken auf Gehwegen

Ein Bußgeld bis zu 30 Euro droht für Radfahrer – Für parkende Autofahrer wirds teurer

Radfahren auf Gehwegen nur bei diesen Schildern.
Radfahren auf Gehwegen nur bei diesen Schildern.
Immer häufiger beschweren sich Fußgänger, vor allem ältere Mitbürger, die auf einen Rollator oder gar Rollstuhl angewiesen sind, sowie auch Frauen mit Kinderwagen über das rücksichtslose, unverschämte und verbotene Befahren von Gehwegen mit einem Fahrrad durch Erwachsene. Diese unangenehm auffallenden Zeitgenossen gefährden damit sich selbst, vor allem aber die Anderen, die Fußgänger, Gehbehinderten und Rollstuhlfahrer.

Nur Kinder müssen den Gehweg benutzen

Ein Gehweg, im Volksmund auch Bürgersteig, darf mit einem Fahrrad nur von Kindern befahren werden, die das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Aus Sicherheitsgründen müssen Kinder bis 8 Jahre beim Radfahren einen Gehweg benutzen. Ja, sie dürfen nicht einmal einen vorhandenen Radweg benutzen, sondern müssen in vorsichtiger und angemessener Weise, um Fußgänger nicht zu gefährden, den Gehweg benutzen.

Ältere Kinder, die über 8 Jahre alt sind, dürfen bis zu einem Alter bis 10 Jahre weiterhin den Gehweg mit Schrittgeschwindigkeit benutzen, müssen dies aber nicht mehr. Personen, die älter als 10 Jahre sind, dürfen auf einem Gehweg nicht mehr mit dem Fahrrad fahren. Dies ist nicht nur laut Straßenverkehrsordnung verboten, sondern wird auch nach dem Bußgeldkatalog mit mindestens 15,00 € geahndet.

Ein Bußgeld wird fällig

„Fahren in der nicht freigegebenen Fußgängerzone oder auf dem Gehweg“ kostet Bußgeld von mindestens 15,00 € falls dabei niemand behindert wurde. Bei gleichzeitiger Behinderung anderer erhöht sich das Bußgeld auf 20,00 € und wenn andere gefährdet werden sogar auf 25,00 €. Wird ein Unfall vom Radfahrer verschuldet und/oder beim Fahren auf dem Gehweg bzw. in der Fußgängerzone ein Sachschaden verursacht, so beträgt das Bußgeld 30,00 €. Zusätzlich muss der Radfahrer natürlich für den verursachten Schaden aufkommen.

Ein Gehweg ist ein Gehweg – kein Fahrweg und kein Parkplatz

Grundsätzlich gilt also: Ein Gehweg ist weder ein Fahrweg noch ein Parkstreifen! Dies gilt natürlich nicht nur für Fahrräder, sondern selbstverständlich auch für motorisierte Zweiräder oder Autos.

Ein Gehwegschild braucht nur aufgestellt werden, wenn sonst nicht klar wäre, dass der Weg ein Gehweg ist. Wenn nur ein einziger baulich abgesetzter Weg neben der Fahrbahn verläuft und dieser keine Beschilderung aufweist, dann ist das in jedem Fall ein Gehweg und weder ein Radweg noch ein Parkstreifen für Autos!

LKW-Fahrer auf Gehweg behindert Rollstuhlfahrerin.
LKW-Fahrer auf Gehweg behindert Rollstuhlfahrerin.
Im Zusammenhang mit dem Foto weist die Initiative „Hilfe für Behinderte“ auf folgendes hin: Diesen Bürgersteig (Gehweg!) entlang einer Firma im sauerländischen Halver missbrauchen die dort verkehrenden LKW-Fahrer permanent als Parkplatz für ihre Pausen. Manchmal stehen hier bis zu drei Sattelzüge hintereinander auf dem Gehweg. Eine Situation die für alle Fußgänger, insbesondere aber für Kinder, Kinderwagen, Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer zu lebensgefährlichen Situationen führen kann. Polizei und Ordnungsamt unternehmen nichts dagegen. Ein Zustand, der ebenso unverständlich wie unverschämt ist. Muss da erst etwas passieren bevor man von offizieller Seite reagiert?

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Schlüsselwörter: Gehweg | Radfahrer | Bußgeld | Gehwegparker | Lebensgefahr
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