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Politik: Recht & Co.

Telekomabhörskandal zieht größere Kreise als bisher angenommen

Die Bespitzelung bei der Telekom zieht größere Kreise als bisher angenommen. Laut Medienberichten soll der Telekommunikationskonzern nicht erst seid 2005 Gespräche abgehört haben sondern bereits im Jahr 2000 damit angefangen haben. Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft, wird gegen den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und dem Exchef Kai.Uwe Ricke ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Zumwinkel und Ricke Verletzung des Fernmeldegeheimnisses vorgeworfen wird. Ob und in wieweit diese Vorwürfe berechtigt sind, werden die eingeleiteten Ermittlungen zeigen. Die Telekom hatte am Wochenende eingeräumt, in den Jahren 2005 und 2006 Gespräche von Vorstandsmitgliedern und Journalisten ausgewertet zu haben. Der momentane Chef der Telekom René Obermann ist von diesen Ermittlungen nicht betroffen. Heute Morgen fanden Durchsuchungen der Büroräume in der Konzernzentrale der Deutschen Telekom und ihrer Tochter T-Mobile statt.

Affäre weitet sich aus

Laut Medienmitteilungen soll der Konzern aber bereits im Jahr 2000 unliebsame Journalisten überprüft haben. Die Financial Times Deutschland teilte mit, dass ein privates Detektivbüro den damaligen Chefreporter Enzweiler im Auftrag der Telekom auspitzelte. Enzweiler veröffentlichte in diesem Zeitraum des Öfteren exklusive Berichte über die Deutsche Telekom.

Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrates wollen klagen

Am Donnerstag dieser Woche kündigten die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat an, Anzeige und Klage gegen Unbekannt einzureichen. Offensichtlich wurden gerade diese Mitglieder des Aufsichtsrates gezielt und verstärkt überwacht. DGB-Chef Sommer sieht in diesem Umstand einen eklatanten Angriff auf die Rechte der Aufsichtsratsmitglieder.

Aufsichtsrat steht hinter Obermann

Die Arbeitnehmervertreter begrüßen ausdrücklich das Vorgehen von Obermann. Dieser hatte im November 2006 das Amt von Ricke übernommen und im August 2007 von der Bespitzelung eines Journalisten des Wirtschaftsmagazins "Capital" Kenntnis erlangt. Daraufhin wurde der Sicherheitsverantwortlichen ausgewechselt und die dafür zuständige Abteilung umstrukturiert und neu besetzt krempelte die dafür verantwortliche Abteilung um. Die Öffentlichkeit und die Justiz wurden aber erst jetzt informiert!

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Schlüsselwörter: Telekom | Skandal | Abhörskandal | Zumwinkel | Obermann | Ricke | Affäre
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Kommentare

am 30.05.2008 14:24:33 (84.176.244.xxx) Link Kommentar melden
Wer kann mir mal den Unterschied zwischen Stasi und Abhör-praktiken bei der Telekom oder beim BND erklären?
Paule S
am 03.06.2008 11:00:52 (79.192.191.xxx) Link Kommentar melden
Nicht wirklich, aber die Telekom hat noch kein flächendeckendes System der IM's installiert. Die Telekom scheint ihre "Dienstleistungen" auch der Bahn zu Verfügung gestellt haben. Die Frage ist, wer noch zum Kundenkreis dieser Dienstleistungen gehört. Als Hauptaktionär könnte der Staat auch an diesem Feldversuch zur VDS beteiligt sein!
Denkbar ist auch, dass Siemens die Gelegenheit bekommen hatte, ihre Überwachungstechnik alias „Siemens Monitoring Center“ mal auf heimischen Boden einen Praxistest zu unterziehen.

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