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Politik: Welt

Zum Nachdenken: TATSACHEN über die Atom-Katastrophe 1986 in Tschernobyl

Nur gewissenlose Geschäftemacher und Politiker ignorieren das

Nördlingen (bo). „Die ich rief die Geister, werde ich nun nicht los!“ So formulierte schon vor ein paar hundert Jahren Johann Wolfgang von Goethe in seinem Stück vom „Zauberlehrling“ das Problem der menschlichen Aberwitzigkeit, zu glauben alles „machen“ zu können.

Nichts gegen Forschung und Entwicklung. Aber sie machen nur dann Sinn, wenn sie ohne Profit-Interessen, ohne Erfolgs-Zwang, ohne persönliches Geltungsbedürfnis und im tatsächlichen Interesse aller Menschen betrieben werden. Und das ist unter den Bedingungen des Kapitalismus nahezu unmöglich. Aber es gibt Ausnahmen – siehe Albert Einstein und ein paar andere Wenige. Aber es gibt sie !

Ein Fehler der Staatsmächte des REALEN SOZIALISMUS nach 1945 war, sich immer bestimmte ja nun mal tatsächlich vorhandene Ergebnisse des KAPITALISMUS zum Vorbild genommen zu haben. Daher auch der berühmte Witz: Frage an den Kandidaten der Akademie der Wissenschaften: „Wie charakterisieren Sie den Kapitalismus und welche Konsequenzen ziehen Sie daraus für den Erfolg des Sozialismus ?“ Antwort: „Der Kapitalismus steht am Abgrund - und WIR WERDEN IHN ÜBERHOLEN !“

Das alles nur voran gesagt, im Zusammenhang mit dem FEILSCHEN um ENDLAGER für den VON KONZERNEN verursachten ATOM-MÜLL. SIE haben die Profite eingestrichen. Und weigern sich jetzt, wenigstens die Kosten für die Entsorgung des von ihnen verursachten Mülls zu bezahlen. Denn dann wären sie BANKROTT ! Und Regierungen spielen mit, diesen angeblich „im öffentlichen Interesse tätigen“ VERBRECHERN den Weg offen zu halten. Deren Managern und den von ihnen bezahlten WISSENSCHAFTLERN war offenkundig ziemlich schnell VON ANFANG AN KLAR, auf welches „SPIEL“ sie sich einlassen. DIE FAKTEN

1.) Die Region um TSCHERNOBYL wird für die nächsten 20.000 Jahre unbewohnbar bleiben.

2.) 2014 muss man für 2,5 Milliarden Dollar einen neuen BLEISARG um das KKW TSCHERNOBYL bauen – 29.000 Tonnen. Das hundertfache des Gewichts der „Freiheitsstatue“ der USA.

3.) Tourismus-Unternehmen bieten inzwischen für 250 Dollar einen „ABENTEUER-TAGESAUSFLUG NACH TSCHERNOBYL“ an.

4.) Das Ausmass der Katastrophe konnten die damals in der Sowjetunion vorhandenen Messgeräte nicht erfassen. Es war der 15.000-fache Wert..

5.) Erst Tage später registrierte man in der Universität STOCKHOLM (durch den Wind übertragene) selbst für die dortigen Wissenschaftler unglaublich hohe Werte - UND NUR DADURCH WURDE DIE KATASTROPHE überhaupt bekannt..

6.) Die FEUERWEHR-LEUTE und alle ERST-HELFER am Unglücksort hat man wenige Tage später wegen der STRAHLEN-DOSIS in BLEI-SÄRGEN begraben müssen.

Das Atomkraftwerk Gundremmingen (Betreiber: RWE und EON, in Form einer GmbH mit lächerlichen 50.000 Euro HAFTENDEM Grundkapital!)) ist nur Luftlinie 50 km von mir in NÖRDLINGEN weg. Und hat Platz für das 40-fache seiner CASTOR-Behälter für ATOM-MÜLL. Unter einem Dach, das sie vor Regen schützen soll.

Wie inzwischen bekannt ist, gehört wegen seiner LEHM-Schichten der Bereich zwischen Gundremmingen und HEIDENHEIM/Brenz zu den bevorzugten Objekten für ein ATOM-MÜLL-ENDLAGER.

Götz Bockmann, Chefredakteur im Ruhestand, 86720 Nördlingen

Bildnachweis:
  • Ein junges Opfer der Katastrophe von Tschernobyl: public (public)

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Schlüsselwörter: Tschernobyl | Atomkraft | Gundremmingen | Atommüll | Endlager
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Kommentare

Wiener
am 08.08.2013 15:45:25 (80.108.165.xxx) Link Kommentar melden
Jo - war ne wirklich üble Sache uns wird sehr sehr teuer. Eine der Altlasten der SU.
Aber wir dürfen nicht alles zusammenwerfen.

Forschung und Entwicklung sollten wir nicht einschränken - e geht immer nur darum, wie wir die gewonnenen Erkenntnisse nutzen.

Entgegen der Legende zahlen alle Verursacher für ihre Abfälle. Das ist gesetzlich klar geregelt. Der Staat zahlt allerdings für seine eigenen Fehler. Wenn der Staat z.B. als Betreiber die Asse voll an die wand fährt, muss er das eben auch zahlen.

Warum der Autor Endlagerung und Tschernobyl in einen Topf wirft ist nicht klar. Es sind 2 grundverschiedene Themen, in denen nur jeweils das Wort "ATOM" vorkommt.

Durch Kohle sterben mehr Menschen als durch Kernkraft. Und als Folge des Ausstieges verbrennen wir jetzt mehr Kohle. Das macht Kernkraft nicht besser - lässt mich aber an der Ausgewogenheit unserer Empörungsorgane zweifeln....

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