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Was passierte 1959 wirklich am Djatlow-Pass? – Die Djatlow-Tragödie (Teil 2)

Alles deutet auf eine Panik hin. Doch was hat sie verursacht?

Tod in der Schneelandschaft...
Tod in der Schneelandschaft...
Die Nacht bricht herein an jenem verhängnisvollen Abend des 2. Februar im Jahre 1959. Die Skiwanderergruppe liegt in ihren Zelten. Dann passiert etwas, dass die Gruppe in Panik versetzt. Das Handeln der Gruppenteilnehmer ist dann so irrational, dass alle Handlungen und Ereignisse ab jetzt mysteriös und unheimlich erscheinen.

Die Nachricht bleibt aus

Als eine vereinbarte Telegrammnachricht der Gruppe nicht ankommt, drängen die Angehörigen die Behörden einen Suchtrupp loszuschicken. Dieser machte sich schließlich am 20. Februar 1959 auf den Weg zur Djatlow-Region. Sechs Tage später, am 26. Februar 1959, fand der Suchtrupp, der von Polizei- und Militärkräften unterstützt wurde, das Lager an einem Hang unterhalb des „Berg der Toten“.

Die Stelle schien für ein Lager nicht gerade geeignet und man wunderte sich, warum die Gruppe das Lager nicht etwas weiter unten in einer Schutz bietenden Waldlichtung aufgeschlagen hatte. Das Lager war leer und offensichtlich auch seit Tagen nicht mehr betreten worden. Ein Zelt war ziemlich zerstört und halb von Schnee bedeckt. Die Ermittlungen ergaben, dass die Zelte von innen, vermutlich mit einem Messer, aufgeschlitzt worden waren. In den Zelten befanden sich noch praktisch alle Habseligkeiten der Gruppe einschließlich Kleidung und Schuhe.

Rekonstruierte Flucht

Vom Lager führten Fußspuren von acht bis neun Personen weg, den Hang hinunter in den Wald. Nach ca. 500 Metern war die Spur verschwunden. Noch eines zeigte die Spur, dass dem Suchtrupp Kopfzerbrechen bereitete: Die Gruppenteilnehmer hatten bei ihrer offenbar panikartigen Flucht nur Socken bzw. nur einen Schuh getragen oder waren gar barfuss unterwegs gewesen.

Doch die Frage warum die Leute überhaupt so fluchtartig das Lager verlassen hatten und dann noch extrem spärlich bekleidet. Es konnten zudem keinerlei Hinweise auf einen Überfall oder gar einen Kampf gefunden werden. Überhaupt gab es keine erkennbaren Spuren außer denen der Gruppenteilnehmer selbst. Wenn es eine Bedrohung gegeben haben sollte, so musste diese zwangsläufig aus der Luft gekommen sein.

Mysteriöse Umstände um den Tod der Gruppe

Schließlich fand der Suchtrupp zwei Gruppenteilnehmer tot am Rand des Waldes. Beide waren barfuss und nur mit Unterwäsche bekleidet. Zwar gab es in der Nähe Spuren eine Lagerfeuers, doch schien es so, als ob dieses nie so richtig gebrannt habe. Die Äste eine Kiefer in unmittelbarer Nähe der beiden Leichen waren bis zu einer Höhe von fünf Metern gebrochen, wofür es keine sichtbare Erklärung gab.

Kurz darauf wurden drei weitere Personen tot gefunden. Sie lagen zwischen den ersten beiden Leichen und dem Lager. Offensichtlich hatten sie dorthin zurückkehren wollen. Eine der Leichen hatte eine leichte Schädelfraktur. Todesursächlich schien bei allen eine Hyperthermie (Unterkühlung/Erfrierung) zu sein. Die Temperaturen beim Djatlow-Pass betrugen immerhin um die minus 30 Grad Celsius. Umso unverständlicher war dann auch die allzu spärliche Bekleidung.

Auch der KGB war involviert

Der Chefermittler war seinerzeit Wladimir Korotajew. „Was wir fanden, ließ unseren Atem stocken", sagte er später. Haut und Haare einiger der Toten waren grau gewesen und die Kleidung teilweise radioaktiv verseucht. Drei der Leichen hatten tödliche Wunden, innere Verletzungen wie bei einem Autounfall sagte Korotajew später dem Magazin Argumenty i Fakty.

Die offizielle Erklärung des KGB und des Militärs lautete lapidar „Tod durch Erfrieren“. Weitere Informationen waren von dieser Seite nicht zu erhalten. Korotajew widerspricht dem und wird daraufhin von höherer Stelle strafversetzt. Später sagte der Ex-Chefermittler: „Die Parteiführung war nicht interessiert an Unruhe in der sowjetischen Bevölkerung."

Die restlichen vier Gruppenmitglieder sind auch nach mehreren Tagen noch nicht gefunden. Was mit ihnen ist erfahren Sie in der nächsten Folge...

Fortsetzung folgt.

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Schlüsselwörter: Djatlow | Tragödie | Skiwanderer | Ural | unheimlich
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Kommentare

Mertens
am 28.06.2013 17:47:36 (217.80.45.xxx) Link Kommentar melden
Der Schriftsteller Ralph Ardnassak veröffentlichte im Februar 2013 im Verlag united p.c. eine kurze Erzählung, die eine paranormale Erklärung für die Vorfälle liefert. Ralph Ardnassak: Der grauenhafte Tod am Djatlow-Pass. Basierend auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1959. Verlag united p.c., 2013.

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