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Politik: Welt

Das Klischee der psychisch bedingten "Unzurechnungsfähigkeit"

Das lange Schweigen ist beendet
Das lange Schweigen ist beendet
In den letzen Jahrhunderten hat ein großer globaler Wandel stattgefunden, wie es im Laufe der Geschichte dauerhaft der Fall ist, doch die mediale Propaganda hat sich dabei nicht zum Guten gewandt. Im Gegenteil: Statt innerer Werte wird der Fokus der Gesellschaft mehr und mehr aufs Äußere und die Verwissenschaftlichung des Menschen gelegt, was man mit geringem Aufwand durch ein Foto- Bearbeitungspogramm wie Photoshop, Picasa oder Paint.NET enttarnen kann.

Die Werbung assimiliert sich dabei mit subtilen, offensichtlichen Unwahrheiten über die Wunderwirkung von Shampoo, Bioprodukten und Antifaltencremes; Politiker erfinden Geschichten und rosarote Zukunftsvisionen um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken; die Kirche, aufgeflogen durch zahllose Pädophilie-Fälle, versucht durch einen ungewöhnlich "bescheidenen" Papst über ihre Entfremdung von der Wahrheit hinwegzutäuschen und die Psychiatrie agiert durch Fernsehserien und -filme (Ärzte/Krankenhaus, Polizei/ Kriminalserien), die wie Coca-Cola-Schleichwerbung bereits in fast alle Fernsehsendungen eingeblendet sind und darin Mörder, Vergewaltiger und Gesellschaftsgefährliche Menschen mit sog. psychisch Kranken gleichsetzen. Dabei findet in Wirklichkeit eine Verkehrung der Realität statt. Denn in unzähligen Fällen ist das Gegenteil vorherrschend: Oft sitzen Opfer von Gewalttaten oder anderen lebensbewegenden Ereignissen hinter psychiatrischen Mauern fest und werden mit Psychopharmaka (lähmende/ giftige Substanzen) vollgepumpt und dazu durch eine angeblichen "Unzurechnungsfähigkeit" als nicht glaubwürdig abgestempelt, während die echten "Verbrecher" vom System geschützt und verteidigt werden oder höchstens einige Jahre Gefängnishaft verbüßen, ohne zu den lebensverkürzenden, Bewusstseins- und Gefühlsverändernden Tabletten oder Spritzen (Elektroschocks, Zwangsbehandlung) gedrängt oder genötigt zu werden, die gesellschaftlich als "Medikamente" deklariert wurden.

Bereits seit über 300 Jahren agiert die Psychiatrie in dieser Art und Weise, nutzte die Zeiten des Nationalsozialismus zur Erweiterung und Etablierung in die Gesellschaft und ist in Wirklichkeit nichts anderes, als die Nachfolgeinstitution der Inquisition. Selbst die Methoden ähneln, auch wenn sie heutzutage weniger - abgesehen natürlich von toxischen Substanzen(Psychopharmaka), Elektroschocks, etc.- körperlich stattfinden und mehr auf subtiler Hypnose (http://ventomobil...s-edition/), Autoritätsgefälle, wie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen basieren. Die ausufernde Normierung von Verhalten und Gefühlswelt der Menschen wird bereits breitflächig kritisiert, nun haben sich Psychiater, die sich selbst als sogenannte "Professionelle" ausgeben, obwohl sie im Laufe ihrer gesamten Entwicklungsgeschichte weder echte Erkenntnisse noch "Heilung" vorzuweisen haben, mit dem neuen DSM 5 selbst entblößt, der das psychiatrische Raster so eng zieht, dass bereits jeder einzelne auf Gutdünken sowie willkürlich als "psychisch krank" und "behandlungsbedürftig" stigmatisiert werden kann. Tatsächlich legt die Psychiatrie die Zahlen der angeblich "Betroffenen" bereits auf 42,6% der Bevölkerung fest. Sollten sich die Zukunftsvisionen der Psychiatrie also verwirklichen, wäre es möglich, dass ein Nachbar den anderen per Telefonanruf bei der Psychiatrie meldet, eine mobile Einheit Sie gegen ihren Willen aus Ihrer Wohnung holt und in die Psychiatrie katapultiert.

Ein Hoch auf den Fortschritt! “Die medizinische Wissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten so ungeheure Fortschritte gemacht, dass es praktisch keinen gesunden Menschen mehr gibt.” Aldous Huxley, brit. Schriftsteller (1894-1963)

Dieses Zitat beschreibt nun auch auf äußerst ironische wie erschreckende Art und Weise die Gegenwart der Psychiatrie. Einem Kontrollapparat, der Menschen die anders denken, fühlen und empfinden, vorbeugend, d.h. häufig auf verbale Aussagen hin, die nicht in die Tat umgesetzt werden/wurden, von der Gesellschaft aussondert und durch lähmende Substanzen (welche die Lebensdauer um ca. 30 Jahre verkürzen), der Konzentration, Libido, körperlichen Unversehrtheit und der Fähigkeit zu Fühlen berauben, für das gesellschaftliche Leben präzise gesagt "unfähig" macht. Nicht grundlos kommen Tag für Tag mehr Fälle ans Licht, bei denen Psychopharmaka Auslöser und Ursache für Amokläufe darstellen.

In vielen Fällen bekommen sich in der Psychiatrie befindliche Personen Kombinationen und Pharmakacocktails, die es beinahe unmöglich machen, einen klaren Gedanken zu fassen, das Alltagsgeschehen zu erfassen oder auch nur den eigenen Hausschlüssel zu finden. Als Beispiel erhielt ich selbst, als "Betroffene" mit ca. 50 kg. und kaum 18 Jahren, im PZN Wiesloch eine Taxilandosis die über der eines ausgewachsenen Mannes lag, Fluoxetin das nervös macht, Remergil das starken Appetit und Müdigkeit verursacht und Acineton gegen die Nebenwirkungen, was in Kieferkrämpfen und Übergeben mündete. Das Gegenmittel wurde mir nur aufgrund eines Anrufs der Eltern gewährt.

Doch wie verhält es sich mit Menschen, die weder Eltern noch andere Angehörige haben? Die vor einer realen Glaswand ca. 15 Minuten warten und um Hilfe bitten, die durch das Personal lediglich in Tablettenform erfolgt. Die sogenannte "Ergo- und Physiotherapie" stellt in diesem Kontext beinahe einen schlechten Witz dar: Durch Psychopharmaka jeglicher Konzentration und Kreativität beraubt, sitzen die "Betroffenen" einige Stunden in einem Atelier und versuchen zu malen- obwohl sie durch die psychiatrischen Substanzen gelähmt- kaum Möglichkeiten haben ihr vorheriges Kreativitätspotenzial wiederzuerlangen und vielmehr in diesem eingefrorenen Zustand ihrer Lebensfreude beraubt werden.

Unzählige Menschen sitzen gegen ihren Willen in der Psychiatrie fest, wurden unter Betreuung gestellt oder kämpfen darum wieder mündig zu werden, was sich nach der erfolgten Stigmatisierung als ausgesprochen schwierig erweist. Sogenannte "Diagnostizierte" haben meist schlechten bis keinen Kontakt zu ihren Angehörigen, die sich oft augenblicklich bis hin zu längeren Zeitintervallen von ihnen abwenden. In der Psychiatrie werden sie isoliert, zu herzliche Beziehungen innerhalb werden unterbunden, positive Zukunftsperspektiven sind meist nicht vorhanden; immerhin leiden die "Patienten" angeblich an einer "unheilbaren Krankheit".

In den Therapiestunden werden die "Betroffenen" dazu initiiert, nur über ihre Probleme und Sorgen zu sprechen und nachzudenken, anstatt - ohne Psychopharmaka - wieder lebendig am Leben teilzunehmen. Die Menschen verfestigen und beginnen sich allmählich mit ihrem "Krankheitsbild" zu identifizieren, ständig umtreiben sie Sorgen und Ängste, was die anderen wohl über sie und ihre angebliche Krankheit denken und ob ihr eigenes Verhalten und ihre Gefühle denn "normal" wären. Und tatsächlich verändern Psychopharmaka, die Wahrnehmung, die Mimik und das Empfinden, was dann durch diese ebenso wie Außenstehende als Symptome der "Krankheit" interpretiert wird.

Doch auch das Absetzen der Psychopharmaka hat seine Tücken. Die Psychopharmaka blockieren über den Zeitraum der Einnahme hinweg einige Prozesse im Körper, was eine Überversorgung von verschiedenen Stoffen zur Folge hat, die der Körper dann im Übermaße nachproduziert und die nach dem Absetzen freigesetzt werden. Sollte also jemand den Wunsch haben abzusetzen, sollte er/sie nicht alleine sein, bestenfalls einem ruhigen Ort  aufsuchen und nicht allzu großen Belastungen ausgesetzt sein. Es ist jedoch durchaus möglich und ohne allzu große Konsequenzen zu bewältigen. Man sollte sich jedoch dem Bewusstsein hingeben, dass es sich bei dem Beschriebenen nicht um die Auswirkungen einer Krankheit, sondern vielmehr um eine Regeneration und  Renovierung, also einer Rückkehr zum nicht gelähmten Denken und Leben handelt und nicht darauf warten was oder ob etwas passiert. Passieren kann nur eins: Mit der Zeit lässt die Lähmung nach und Ihr Gehirn wird sich dankend wiedermelden. Das steht fest.

Caroline Thongsan

Bildnachweis:
  • Das lange Schweigen ist beendet: Caroline Thongsan (Caroline Thongsan)

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Schlüsselwörter: Entmündigung | Stigmatisierung | Unzurechnungsfähigkeit | Zwangspsychiatrie | Psychopharmaka
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