Politik: Recht & Co.

Warum schweigt Henryk Broder so laut zu dieser Schmierenkomödie?

Narretei am Frankfurter Amtsgericht: Ruprecht Polenz und Irena Wachendorff gegen Adam Poznanski
10.05.2013 11:28:40 eingesandt von Kay Lorey für OnlineZeitung 24.de

Henryk M. Broder (2007)
Henryk M. Broder (2007)
Gut, man kann Broder verstehen. Denn Schweigen ist Gold. Andererseits sagt ein lateinisches Sprichwort: qui tacet, consentire videtur (wer schweigt, scheint zuzustimmen).

Die aktuelle Situation des ultimativen Nonsens-Prozesses in Frankfurt - nämlich gegen Dr. med. Adam Poznanski und seine angeblichen "Beleidigungen" in Bezug auf Polenz, Wachendorff, Groth et.al., der inzwischen auch ein Prozeß gegen den selbsternannten Nahost-Experten der CDU Polenz wird und längst einer gegen die vieler amoralischer Lügen überführte Kostümjüdin Wachendorff geworden ist - zeigt mehreres, und einiges davon ist äußerst bedenklich. Es demontiert nämlich unseren Rechtsstaat.

Der Pate aus dem Münsterland

Zum einen wird deutlich, wie "Papa" Polenz, der große Vorsitzende - ZDF-Fernsehrat sowie außenpolitischer Ausschuß des Deutschen Bundestages - bundesweit in die Presse-Berichterstattung hineinregiert, aber auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft auf der Liste seiner Dienstboten zu haben scheint. Anders ist es kaum zu erklären, daß man dort offenbar Polenz' Strafanzeige gegen Dr. Adam Poznanski "verschwinden" ließ. Anders ist es auch nicht zu erklären, daß man in Frankfurt einen inzwischen dreitägigen Prozeß um Lappalien führt, die sonst generell auf den Privatklageweg verwiesen werden. Anders ist es nicht zu erklären, daß man - ohne jedes "öffentliche Interesse" - einen gigantischen Feldzug gegen einen echten Juden führt, der eine gefälschte, krankhaft erfundene "Jüdin", wie die Hochstaplerin und gerichtsnotorische Lügnerin Irena Wachendorff, entlarvt hat. Anders ist es nicht zu erklären, daß Polenz, der diese infame Lügnerin geschützt hat, weil er sie benutzen wollte, sich nun plötzlich in dieser Sache so bedeckt hält.

Wo bleibt Broder?

Zum anderen fällt aber auch auf, daß eine - potentiell zentrale - Figur in diesem Spiel fehlt: der sonst so gern so präsente Journalist und Autor Henryk M. Broder läßt jegliche Anteilnahme an dieser causa vermissen, obwohl er ansonsten in Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen oder seinem Blog zu allem etwas zu sagen hat. Außer dem Umstand, daß er die "Meise von Remagen" wörtlich und öffentlich als "arme Sau" bezeichnet hat (was erstaunlicherweise nicht zu einer Anzeige der Schwindlerin Wachendorff und nicht zu einer Anklage seitens der den Rechtsfrieden verteidigenden Staatsanwaltschaft führte), und außer der Tatsache, daß er sich verständlicherweise gern mit juvenilen Nachwuchs-Journalistinnen zeigt, ist Henryk M. Broder trotz bekanntlich übermäßiger Kampfeslust und trotz bekanntlich besonders scharfer Formulierungskunst seinem Frankfurter Mitkämpfer gegen Haß auf Juden und gegen Haß gegenüber Israel bisher nicht zur Seite gesprungen. Wieso eigentlich?

United we stand divided we fall

Die beiden wären natürliche Verbündete gegen antisemitische Idioten, falsche Freunde Israels und verlogene Kostümjuden: beide wortgewaltig, beide kampferprobt, beide keineswegs zimperlich, beider Familien polnischer Herkunft. Beide sind Juden, im Gegensatz zur niederrheinischen Wachtel sogar echte. Oder?

Aber in Zeiten, in denen (ausgerechnet auch noch deutsche!) Christen zum Judentum konvertieren, um dann Rabbiner oder Generalsekretär der einzigen großen jüdischen Gemeindevertretung in Deutschland zu werden, ist das vielleicht normal. Bei Kommunisten hat man das seinerzeit "Unterwanderung" genannt und Willy Brandt hat dagegen das Berufsverbot erfunden; bei Konvertiten und Kostümjuden feiert man diese das Judentum im Kern zerstörende Unterwanderung heute jedoch als Zeichen von Modernität. Oder als "Friedenswillen", ganz im Sinn des vom Rassisten und Antisemiten Rudolf Steiner, den die Hochstaplerin Wachendorff so verehrt, gewünschten und geforderten Selbstauflösung des Judentums.

Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.

Hinweis:

Der nächste Verhandlungstag findet am kommenden Dienstag, den 14. Mai statt. Dort wird zunächst die Entscheidung über den Antrag der Verteidigung auf Ablehnung des Richters am Amtsgericht Hans-Ulrich Biernath wegen der Besorgnis der Befangenheit verkündet. Diese sogenannte "Dienstliche Erklärung" des Richters Biernath hierzu liegt bereits handschriftlich vor. - Anschließend geht die Verhandlung mit der fortgesetzten Vernehmung der Zeugin Wachendorff weiter.

Der etwa 50 Personen fassende Zuschauerraum hat noch einige wenige freie Plätze.

  • Zeit: 14.05.2013 um 09:00 Uhr
  • Ort: Frankfurt/M., Hammelsgasse 1, Gebäude E, 1.OG, Saal 22
  • ÖPNV: U-Bahn-Station "Konstablerwache"
  • PKW: Parkleitsystem "Z" (wie "Zeil"), Parkhaus Am Gericht

Anmerkungen:

  1. Dr. Adam Poznanski hat der Nennung seines vollen Namens für diese Publikation ausdrücklich zugestimmt.
  2. Zu dem Wachendorff-Verein "Ein Bustan Deutschland" erfolgt noch eine gesonderte Veröffentlichung. Diese kann allerdings erst - um die Taktik der Verteidigung nicht zu stören - mit der Verkündung des Urteils der Ersten Instanz erfolgen.

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Broders Sprüche:

  • "Die Idee, man könnte dem Terror nur mit rechtsstaatlichen Mitteln beikommen, übersteigt die Grenze zum Irrealen."
  • "Jetzt warten wir ab, bis in Mekka eine Kirche gebaut wird, die man schon von Weitem sehen kann. Und dann erklären wir die Diskussion um Moscheen und Minarette in Europa für beendet und lassen die Bagger anrollen. Das ist die schöne Wunschvorstellung."
  • "Der Unterschied liegt darin, dass im Islam keine Säkularisierung stattgefunden hat. Es hat keine Neuinterpretation gegeben, keine Verweltlichung, keine Aufklärung. Es gab dort keinen Mendelssohn, keinen Luther und auch keine bibelkritische Auslegung, die die Schrift nicht wörtlich nimmt. Da, wo die Schrift wörtlich genommen wird, kommt es ja auch bei Juden und Christen zu Katastrophen."
  • "Ganz zum Schluss standen Dr. Kohn und Dr. Levy nackt und wehrlos in der Schlange zum Duschraum, und als sie an der Tür, die vom Leben zum Tode führte, angekommen waren, sagte Dr. Levy zu Dr. Kohn: 'Nach Ihnen, Herr Doktor!' Da hatten die Juden noch Anstand und Manieren. Doch dann beschlossen sie, aus der Geschichte auszusteigen und als Opfer nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Seitdem schlagen sie zurück, wenn sie angegriffen werden, manchmal auch schon vorher."
  • " seit ich einmal beiläufig bemerkte, die polnische Kultur stehe auf zwei Säulen – Alkoholismus und Antisemitismus – bekomme ich noch immer Drohbriefe beschwipster polnischer Patrioten, die mich als Judenschwein bezeichnen, das man zu vergasen vergessen hat."
Quellenangaben

Bildnachweis:
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