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Politik: Recht & Co.

Irena Wachendorff, Ruprecht Polenz und der Staatsanwalt Bloch

Ungewöhnlicher Prozeß gegen Dr. Adam Poznanski wegen "Beleidigung" in Frankfurt/Main

Amtsgericht in Frankfurt/M., Gebäude A und B
Amtsgericht in Frankfurt/M., Gebäude A und B
Einen recht ungewöhnlichen - aber wegen der heftigen Wortgefechte zwischen dem rhetorisch glänzenden Angeklagten und dem Richter zeitweise auch äußerst amüsanten - Strafprozeß leistet sich derzeit der deutsche Staat im Namen des deutschen Volkes gegen einen jüdischen Frankfurter Mediziner (58). Den Vorsitz führt Richter am Amtsgericht Hans-Ulrich Biernath (65), die Anklage vertritt Staatsanwalt Bloch.

Der äußerst eloquente Angeklagte Dr. med. Adam Poznanski wird vertreten durch die beiden Frankfurter Rechtsawälte Stefan Striefler und Frank Schmauß, verteidigt sich aber weitgehend selbst, die beiden Anwälte stellen vor allem die Anträge, wie es die Strafprozeßordung vorsieht. Mittlerweile sind bereits zwei ganze Verhandlungstage verstrichen, der dritte steht bevor, weitere sind nicht ausgeschlossen.

Hintergrund der Adam Poznanski zur Last gelegten Vorwürfe ist eine ursprünglich politische Auseinandersetzung, die zunächst vor allem auf der Facebook-Pinnwand des CDU-MdB Ruprecht Polenz (66) aus Münster geführt wurde und von dort aus weite Kreise zog; einige der Probleme dabei entstanden vor allem durch die Lügen einiger Beteiligten und eine wilde Mischung verschiedener politischer Gruppierungen, die nach unterschiedlichen Rezepten gemeinsam ein Süppchen kochen wollten. Nach Ansicht des Angeklagten ein übles Gebräu, eine Querfront von CDU, LINKE und Schwindlern, die sich als Juden ausgeben, um dieserart besser gegen den Staat Israel hetzen zu können. Mit von der Partie ist auch ein gewisser - nach eigener Aussage alkoholkranker - Klaus K., ein beschäftigungsloser Journalist, der von der österreichischen Polizei dringend einiger schwerer Straftaten verdächtigt wird, welcher jetzt allerdings in Mecklenburg-Vorpommern lebt und sich auf Facebook seiner drei (angeblich) "jüdischen Kinder" rühmt.

Polenz ist seit 2002 für die CDU Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates sowie Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses des deutschen Bundestages und reist besonders gern in den Nahen Osten. Beteiligt war ebenfalls Irena Wachendorff (51) aus Remagen, eine Musiklehrerin und politische Aktivistin, die vor allem durch die sogenannte "Kostümjuden"-Affäre bekannt geworden ist; sie ist die Hauptzeugin der Anklage. Bemerkenswerterweise gab es keine(!) Anzeige und damit auch keine Anklage gegen den viel bekannteren Henryk M. Broder, der die von ihm verspottete Wachendorff öffentlich mehrfach als "arme Sau" bezeichnet hatte. Allein der Angeklagte, der maßgeblich an der Entlarvung der Schwindlerin beteiligt war, wurde ins Visier der Staatsanwaltschaft genommen. Dieser vermutet aus nachvollziehbaren und naheliegenden Gründen Polenz' langen Arm der CDU-Seilschaften hinter dem Prozeß.

Dokumentation zur Geschichte und zum Hintergrund

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede

Der Frankfurter Mediziner Dr. med. Adam Poznanski, deutscher und israelischer Staatsbürger, Jude und Atheist "zentralpolnisch-semitischer Provenienz" (O-Ton Poznanski), liebt in politischen Auseinandersetzungen durchaus auch scharfe Formulierungen. Und so kam es, daß Ruprecht Polenz, Irena Wachendorff und Annette Groth, ebenfalls MdB, allerdings für die SED-Nachfolge-Partei "DIE LINKE", Strafanzeige gegen Dr. med. Adam Poznanski erstatteten. Frau Groth hatte sich seinerzeit dadurch hervorgetan, daß sie auf jenem Schiff mit von der Partie war, mit dem Terroristen Waffen in den Gazastreifen schmuggeln wollten, und an dem islamistische Terroristen mehrere Mordversuche an israelischen Soldaten begingen. Später wollte sie dann an dem illegalen "Marsch auf Jerusalem" als eine der Rädelsführerinnen von Jordanien aus die israelische Grenze stürmen.

Hierzu hatte der Angeklagte in einem offenen Brief an die israelischen Grenzschützer die Groth als Rädelsführerin benannt und öffentlich mitgeteilt: "das ist die Zielperson". Vor Gericht konnte er den Staatsanwalt und den Richter insofern aufklären und weiterbilden, als er sie darüber belehrte, daß auch bei Personenschützern oder bei Detektiven die zentrale Person des Interesses als "Zielperson" bezeichnet wird und daß dies keinen "Mordaufruf" darstellt.

Zur Erinnerung: die Affäre um die "Mavi Marmara" auf onlinezeitung24.de

Von den sieben Anklagepunkten fielen einige bereits am Vormittag des ersten Verhandlungstages weg; die Strafanzeige des CDU-MdB Polenz war in der Akte der Staatsanwaltschaft nicht mehr aufzufinden, was im Publikum eine gewisse Heiterkeit auslöste, an sich aber eher bedenklich ist, da man sie eigentlich nur in einer bestimmten Weise interpretieren kann.

Irena Wachendorff bereits mehrerer Lügen überführt

In einem Interview mit der Jerusalem Post hat Irena Wachendorff gegenüber dem Journalisten Benjamin Weinthal zugegeben, die wesentlichen Teile ihrer Biografie frei erfunden zu haben. Sie hat weder - entgegen früherer Behauptungen - eine jüdische Mutter, noch war ihre Mutter im KZ Auschwitz; sie hat auch nie in Israel gelebt und auch nie in der IDF gedient. Ferner war sie nie in Gaza und hat dort nie mit Kindern gearbeitet. All das waren Lügen, wie sie im Zeugenstand am Nachmittag des ersten Verhandlungstag zugab. Bei der Befragung durch den Angeklagten, der sein Fragerecht gegenüber der Zeugin extensiv nutzte, gab sie überdies auch zu, kein Hebräisch zu können. Nicht einmal die einfachsten der täglichen jüdischen Gebete und Segenssprüche konnte sie auf Hebräisch sagen oder verstehen.

Der Gipfel des Schwindels war aber, daß die Wachendorff ihrem verstorbenen Vater eine frei erfundene "Identität" angedichtet hatte: er war nämlich weder orthodoxer Jude noch im britischen Exil (beides hatte sie behauptet), er war in Wahrheit Offizier in der NS-Wehrmacht und er war während seiner Dienstzeit nach Aussage der inzwischen verstorbenen Mutter der Zeugin in Auschwitz, allerdings nicht als Häftling! - Das alles empfand der normal denkende unbeteiligte Beobachter nicht nur als peinlich, sondern als schändlich; es ist ein Charakterbild dieser "Zeugin" und ein Psychogramm, das für Fachleute interessante Aufschlüsse geben könnte...

Ungeklärte Vorgänge um einen fragwürdigen Verein

Weiterhin ist Irena Wachendorff Vorstandsvorsitzende eines Vereins, der in Deutschland und Österreich Spenden sammelt für ein von ihr favorisiertes Kindergarten-Projekt in Israel. Da hier während der Befragung durch Dr. Poznanski sich etliches an Fragwürdigem zu konkreten Vorwürfen verdichtete - insbesondere besteht inzwischen der Verdacht der Steuerhinterziehung, des Betruges und eventuell der Urkundenfälschung - wurde die Zeugin vom Richter belehrt, daß sie zu diesen Fragen nicht mehr antworten müsse, da gegen sie seit dem ersten Tag des Prozesses ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.

Der Anwalt der Verteidigung, RA Schmauß, stellte daher den Antrag, sowohl die Zeugin Irena Wachendorff als auch ihren Zeugenbeistand RA Michael Melchers noch im Gerichtssaal zu verhaften, wegen bestehender Verdunkelungsgefahr. Das Gericht folgte diesem Antrag jedoch nicht. Immerhin ist es aber Dr. Adam Poznanski und seinen Anwälten zu verdanken, daß aus der (Kron)Zeugin der Anklage nun eine Beschuldigte in einem neuen Prozeß werden könnte. Einer Schwindlerin, der längst schon außerhalb des Verhandlungssaales das Handwerk gelegt worden war, dürfen nun auch ihre - seit dem 29. April 2013, also dem ersten Verhandlungstag, "gerichtsnotorischen" - Lügen vorgehalten werden. Glaubwürdige Zeugen sehen eben anders aus.

Was bisher im Frankfurter Gerichtssaal geschah:

Der nächste Verhandlungstag ist bereits der dritte(!) Tag des (öffentlichen!) Prozesses und findet am kommenden Dienstag, den 14. Mai statt. Dort wird zunächst die Entscheidung über den Antrag der Verteidigung auf Ablehnung des Richters am Amtsgericht Hans-Ulrich Biernath wegen der Besorgnis der Befangenheit verkündet.

Der etwa 50 Personen fassende Zuschauerraum hat noch einige wenige freie Plätze.

  • Zeit: 14.05.2013 um 09:00 Uhr
  • Ort: Frankfurt/M., Hammelsgasse 1, Gebäude E, 1.OG, Saal 22
  • ÖPNV: U-Bahn-Station "Konstablerwache"
  • PKW: Parkleitsystem "Z" (wie "Zeil"), Parkhaus Am Gericht

____________________________________________________________

Anmerkungen:

  1. Dr. Adam Poznanski hat der Nennung seines vollen Namens für diese Publikation ausdrücklich zugestimmt.
  2. Zu dem Wachendorff-Verein "Ein Bustan Deutschland" erfolgt noch eine gesonderte Veröffentlichung. Diese kann allerdings erst - um die Taktik der Verteidigung nicht zu stören - mit der Verkündung des Urteils der Ersten Instanz erfolgen.

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Schlüsselwörter: Wachendorff | Polenz | Poznanski | Waldorfpädagogik | Beleidigung
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Kommentare

Adam Poznanski
am 07.05.2013 21:47:12 (84.176.143.xxx) Link Kommentar melden
Erste Sahne Kay!
Erinnert an Emile Zolas offenen Brief an le president de la republique "J'accuse! Nur haben wir wir in Täuschland leider keine res publica, sondern in den treffenden Worten Ulrich Wickerts eine "korrupte Bananenrepublik". Wie "korrupt" hat dieser "Mini-mini-Dreyfus-Prozess" derart erschreckend offenbart, wie ich es mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen konnte. Denn der permanent gepflegten Bruch des Prinzips der Gewaltenteilung allen anschaulich zu demonstrieren, entwickelte sich in den zurück liegenden 18-Facebook-Kriegsmonaten zur Maxime meines Handelns. Und ich kann nun mit großer Freude sagen, dass ZWEI bereits eine Armee darstellen. Eine Armee im Kampf um die Wahrheit und die Rechtssicherheit, welche für den sich urbanisiert habenden Jäger und Sammler wohl das größte Gut ist, für das es sich zu kämpfen lohnt (nach der Emanzipation der Frau, versteht sich)
Danke Kay, danke.
Mucki Pusti
am 07.05.2013 22:07:05 (178.33.169.xxx) Link Kommentar melden
Mua ha ha ha ha
ENDLICH ist die lang ersehnte WELTPRESSE da Grin
Philipp Dienst
am 08.05.2013 06:43:45 (87.157.195.xxx) Link Kommentar melden
Werden solche "Delikte" nicht normalerweise auf den Privatklageweg verwiesen? Hier besteht doch gar kein öffentliches Interesse an einer "Strafverfolgung"!
Kay Lorey
am 08.05.2013 10:35:32 (79.240.200.xxx) Link Kommentar melden
Zwei Korrekturen, die ich auf diesem Weg erledige, um den Admin nicht zu redaktionell bedingtem Streß zu bringen Wink

  1. Das Blog von Dr. Poznanski heißt natürlich korrekt ut aliquid fiat, und
  2. die fünf gestrichenen Punkte der Anklage fielen erst am zweiten Tag "offiziell" weg, am ersten Tag tuschelte nur der StA mit dem Richter darüber, was für manche Zuhörer wahrnehmbar war, aber wohl kaum im Protokoll auftauchen dürfte...
Adam Poznanski
am 08.05.2013 16:53:09 (84.176.170.xxx) Link Kommentar melden
Philipp Dienst,
Nicht wenn echte Juden zu Judenfragen Stellung nehmen, weil das den Judenknacks der Erben des Persilscheines ärgert und man doch gefälligst betrügerische Deutsche im Judenkostüm ohne Migrationshintergrund nicht mobben und so ständig an die Schuld der Juden gegenüber den wohlmeinenden germanischen Mentoren erinnern sollte.^^

Im Ernst: KEINER versteht es, außer mir, denn Polenz ist noch bis 2017/8 Vorsitzender der ZDF-Medienrates und will sein "Gesicht" wahren, welches zu wahren eigentlich der Verwahrung in einer Zelle bedarf. Doch kann er die Nachrichten beeinflussen und das kann auch Staatsanwälte überzeugen...!
Adam Poznanski
am 08.05.2013 17:00:23 (84.176.170.xxx) Link Kommentar melden
Hier die Details:
1)
http://utaliquidfiat.blogspot.de/2013/05/der-zensierte-jude.html
2)
http://utaliquidfiat.blogspot.de/2013/05/man-hore-die-dame-hora.html
3)
http://utaliquidfiat.blogspot.de/2013/05/anzeige-gegen-die-staatsanwaltschaft.html
Zeljko Jelic
am 09.05.2013 09:18:16 (217.212.230.xxx) Link Kommentar melden
@ Adam Poznanski, ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg in dieser Sache!
Adam Poznanski
am 09.05.2013 13:57:54 (84.176.184.xxx) Link Kommentar melden
"Ob allein Polenz die Macht hat die Frankfurter Justiz dazu zu bewegen mich ficken zu wollen kann ich nicht beantworten. Aber das ich gefickt werden soll, ist zweifelsfrei erwiesen!

Und das Broder schweigt, wenn ein Jude gefickt werden soll, beweist, dass Broder kein Jude ist."

Drei Dutzend Artikel konnte der "Laufende Meter" über Wachendorff und Polenz ablassen, aber davon kein Wort....

http://utaliquidfiat.blogspot.de/2013/05/der-welt-bester-anwalt.html
Kay Lorey
am 10.05.2013 08:28:13 (79.240.202.xxx) Link Kommentar melden
@ Mucki Pusti
ENDLICH ist die lang ersehnte WELTPRESSE da

Wink Ja, OZ24 wird immer bekannter...
Adam Poznanski
am 10.05.2013 18:12:59 (84.176.187.xxx) Link Kommentar melden
DANKE Zeljko Jelic!
Was aller Deutschen Rechstsicherheit zusätzlich dienen könnte, wäre noch mehr (als bislang) sachverständiges Publikum, als sich bisher bereits zahlreich eingefunden hat. Meinem Anwalt ist das unglaubliche Verhalten der germanischen Palästinenser-Justiz derart peinlich, dass er bereits der Löwe ist und ich nur der Leopard. Smile
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