Politik: Welt

Beginnt der Dritte Weltkrieg in Nordkorea?

Diktator Kim Jong Un hat keine Skrupel vor dem atomaren Holocaust
21.03.2013 20:22:03 eingesandt von Alex Mais für OnlineZeitung 24.de

Vor rund zwei Wochen ließ Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die Muskeln spielen. Sein Land sei bereit für einen „umfassenden Krieg“ sagte er den Medien. Vorausgegangen war eine Verschärfung der Sanktionen des Weltsicherrates gegen Nordkorea. Was der Diktator mit einem „umfassenden Krieg“ meint wurde kurz darauf klar, als er den USA offen mit einem atomaren Erstschlag drohte und gleichzeitig den Nichtangriffspakt mit Südkorea aufkündigte.

Neue Atomtests und Raketenversuche waren der Auslöser

Die Verschärfung der Sanktionen durch den Weltsicherheitsrates waren die direkte Folge der jüngsten Raketenversuche und Atomtests, die trotz aller Warnungen von Nordkorea durchgeführt wurden. Sie zeigen aber auch, das Nordkorea über funktionierende Raketen und Atombomben verfügt. Und nach dem jüngsten Auftreten des Diktators schreckt dieser ganz offensichtlich nicht davor zurück beides auch einzusetzen. Selbst, wenn dies die totale Vernichtung des eigenen Landes bedeuten würde.

Das staatliche Komitee für die friedliche Wiedervereinigung Koreas erklärte, dass sämtliche Abkommen über einen Angriffsverzicht zwischen dem Norden und dem Süden des Landes annulliert wurden. Dieses unverschämte und drohende Gebaren des nordkoreanischen Diktators stieß international auf heftigste Kritik und löste große Besorgnis aus. Selbst der bislang beste Verbündete, China, distanzierte sich inzwischen doch deutlicher von den nordkoreanischen Allüren.

Der Süden nimmt die Drohgebärden ernst

Das Südkoreanische Verteidigungsministerium wies die Drohungen des Nordens scharf zurück. „Das Regime von Machthaber Kim Jong Un wird zugrunde gehen, sollte es Südkorea mit Atombomben angreifen“, hieß es aus Seoul. Zutiefst besorgt ist auch Südkoreas neue Präsidentin Park Geun Hye, die die derzeitige Lage als „sehr bedrohlich“ einstufte.

China rief die beteiligten Staaten auf Ruhe zu bewahren und sich zurückzuhalten. Das Land scheint angesichts der drohenden Eskalation sehr besorgt, würden die Auswirkungen eines atomaren Krieges gegen Korea doch mit Sicherheit bis nach China und andere Nachbarländer reichen. Der atomare Holocaust scheint damit erstmals seit der Kubakrise wieder in greifbare Nähe gerückt. Beginnt der Dritte Weltkrieg in Korea?

Die USA bauen jetzt ihre Raketenabwehr um

Sehr, sehr ernst scheint man die Drohungen Nordkoreas in den USA zu nehmen. Dort wurde nun ein Umbau des Abwehrsystems in Angriff genommen. Der Schutzschild im Westen soll verstärkt werden. Bis Ende 2017 sollen 14 zusätzliche bodengestützte Abwehrraketen in Alaska aufgestellt werden. Bisher haben sie 30 landgestützte Abwehrraketen an der Westküste stationiert (4 in Kalifornien, 26 in Alaska).

Auch ein zweites Radarsystem ist in Japan geplant. Das alles kostet rund eine Milliarde Dollar (ca. 760 Millionen Euro). Im Gegenzug wird allerdings Phase vier des geplanten Raketenabwehrsystems in Europa gestrichen, das von den Russen besonders kritisiert worden war.

Inzwischen feuerte Nordkorea erneut zwei Testraketen mit einer vermutlichen Reichweite von 120 Kilometern ab. Das scheint relativ wenig, doch bereits vor längerem wurde vermutet, das Nordkorea über Raketen verfüge, die zumindest den US-Bundesstaat Hawaii erreichen könnten…

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