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Sonstiges: Gesundheit

Von Gammelfleisch und verseuchtem Futter

Teil 2 der Skandale: Die Lebensmittelskandale nehmen kein Ende

Frilkadellen - Endprodukt für Gammelfleisch.
Frilkadellen - Endprodukt für Gammelfleisch.
Vor einer Woche berichteten die Medien, ein Fleisch verarbeitender Betrieb aus Polen habe Gammelfleisch zu neuen Fleischwaren und Würsten verarbeitet. Verdorbenes Fleisch und solches mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum wurde mit frischem Fleisch vermischt. Das berichtete der TV-Sender TVN.

Das Gammelfleisch kam auch nach Deutschland

Die Veterinärbehörde hat den Betrieb erst einmal schließen lassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun. Fatal ist, dass das Gammelfleisch auch über Polens Grenzen hinaus ausgeliefert wurde. Es ging nach Litauen, Großbritannien, Irland und auch nach uns, nach Deutschland.

Der Skandal war ans Licht gekommen, als die Behörden den Betrieb im Rahmen des „Pferdefleischskandals“ unter die Lupe nahmen. Die Betriebsleitung wies die Vorwürfe allerdings als unbegründet zurück.

Schweineskandal in China

Ebenfalls vor rund einer Woche fing ein ungeheurer Schweineskandal in China an. Vorausgegangen war eine Kampagne gegen den illegalen Handel mit erkrankten Schweinen. Am 8. März wurden in einem Fluss in der Wirtschaftsmetropole Shanghai Unmengen toter Schweine ans Ufer gespült. Bis heute sollen es mindestens 6.600 aufgedunsene und verrottende Schweinekadaver gewesen sein.

Es wird vermutet dass die Tiere von Höfen aus der Region Jiaxing in der Nachbarprovinz Zhejiang stammen, wo sie aus Protest in den Fluss getrieben oder einfach auf diese Art entsorgt wurden.

Verseuchtes Futter aus Serbien

Verseuchter Futtermais aus Serbien ist der nächste Skandal. Dieser wurde ebenfalls nach Deutschland importiert und hier in Futtermittelbetrieben verarbeitet. Das daraus resultierende Mischfutter ging an viele Bauerhöfe im Land. So stellte ein Mischfutterhersteller aus Ostbevern aus 84 Tonnen verseuchtem Mais 2.800 Tonnen Mischfutter her.

Laut Presseberichten bekamen vor allem Legehennen, Schweine, Schafe und Lämmer das Futter in NRW zu fressen. Aber auch Milchkühe sind davon betroffen. Derzeit werden viele Höfe auf Belastungen in der Milch untersucht. Bis die Ergebnisse ausstehen darf keine Milch der betroffenen Höfe mehr verarbeitet werden.

Die nächsten Lebensmittelskandale werden wohl nicht lange auf sich warten lassen…

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Schlüsselwörter: Futtermais | Schimmelpilze | Schweineflut | Mischfutter | Polen
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Kommentare

Alex Mais
am 20.03.2013 11:15:49 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Die Zahl der in China tot aus dem Fluss gefischten Schweine ist inzwischen auf mehr als 14.000 angestiegen. Das war heute in einer kleinen Pressemeldung unserer Tageszeitung zu lesen.

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