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Sonstiges: Gesundheit

Ein Skandal - Skandal - Skandal…

Der Skandal um die Skandale - Teil 1: Das Schwein im Multivitaminsaft

"Du verzehrst mich öfters als du denkst!"
"Du verzehrst mich öfters als du denkst!"
Können Sie – lieber Leser – überhaupt noch etwas mit Genuss essen? Oder ist Ihnen so langsam der Appetit ganz vergangen? Wie dem auch immer sei, ein Lebensmittelskandal jagt den anderen. Und dies inzwischen im Tagestakt – wie es scheint. Nach dem Pferdefleisch die Bio-Eier, die Milch und nun auch die Säfte und Chips.

„Ein Glas Schwein bitte!“

Der Kellner kommt an den Tisch und verteilt die Speisekarte. „Darf ich Ihnen schon etwas zu trinken bringen?“ „Ja, gerne. Ein Glas Schwein bitte!“

Ganz so abwegig, wie dies nun klingen mag, ist es durchaus nicht. Keineswegs nur Säfte, sondern auch Wein oder Limonade werden oft mit Gelatine geklärt, die aus Bestandteilen des Schweins hergestellt wird. Wenn Sie also so etwas trinken, dann trinken Sie immer etwas Schwein mit! Das ist bedenklich vor allem auch für Muslime und Veganer.

Während der Muslim kein Schweinefleisch oder sonstige Schweinsprodukte zu sich nimmt, sind beim Veganer alle tierischen Produkte tabu. Dazu gehören streng genommen selbst Honig, Leder- und Wollprodukte. Und nun muss der Veganer auch noch erfahren, dass er keine industriell gefertigten Säfte mehr trinken darf, weil da Anteile von Gelatine enthalten sind, die wiederum aus Schwein oder manchmal auch aus Fisch hergestellt werden. Die Gelatine (manchmal erkennbar als „E441“) ist da wohl wieder nur die Spitze eines Eisberges – eines Eisberges von vielen.

Nicht Kennzeichnungspflichtig

In vielen Lebensmitteln steckt das „Tierische“ drin. Auch in solchen, wo man dies überhaupt nicht vermutet – wie in den Säften, im Wein oder in der Limonade. Und auch in Chips steckt Tier, nämlich Wild, mit drin. Gekennzeichnet ist so etwas in der Regel nicht, zumal es hierfür auch keine Kennzeichnungspflicht gibt. Und wer kennt sich schon mit Begriffen wie E441 für Gelatine oder E920 für Schweineborsten aus? Letzteres wird beispielsweise als Mehlbehandlungsmittel verwendet.

Das Stichwort heißt Trägerstoffe. Und die müssen gar nicht auf der Verpackung stehen. Wussten Sie übrigens dass es auch eine Nummer für „zermahlene Läuse“ gibt. Auch solches Tierische ist in unseren Lebensmittel enthalten, denn daraus resultiert beispielsweise die rote Farbe in Limonade oder Süßigkeiten.

Vegetarisch bedeutet nicht frei von Tier!

Politisch ist das Dilemma kaum ein Thema. Man will es sich eben nicht mit der mächtigen Wirtschaftslobby verderben und redet sich raus: „Lebensmittelrecht ist EU-Recht“. Und dort wird beispielsweise diskutiert wie die Begriffe vegetarisch und vegan zu definieren seien, doch solange es hier keine eindeutige Regelung gibt, dürfen die Lebensmittelhersteller weiterhin ihre Produkte mit „vegetarisch“ kennzeichnen. Dieser Begriff ist eben kein geschütztes Markenzeichen…

Und so geht der Betrug am Verbraucher munter weiter. Die deutsche Politik (aller Parteien!) sieht diesem Treiben ebenso tatenlos zu wie die EU. Rund 8 Millionen Einwohner in Deutschland werden da tagtäglich nach Strich und Faden vera… - sorry, für dumm verkauft…

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Schlüsselwörter: Lebensmittelskandal | Gelatine | Trägermittel | E441 | Pferdefleisch
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Kommentare

Johannes Reiser
am 07.03.2013 19:36:31 (94.218.5.xxx) Link Kommentar melden
Wem ist es immer noch nicht bekannt, alle Gesetze und nicht nur diejenigen die die "Qualität" unserer Lebensmittel sichern, sind dafür gemacht, dass Conzerne damit "arbeiten" können.

Diese Gesetze sind uA dafür gemacht, dass man jedem einzelnen, der nun mal kein Schwein zu sich nehmen möchte, dieses Schwein unterjubeln kann und um ganz sicher zu gehen, ist "gestzlich bestimmt", dass dies ohne Kennzeichnung zu geschehen hat.

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