Sonstiges: Kultur & Religion

Papst Benedikt XVI. gibt auf und legt zum 28. Februar sein Amt nieder

Ist der Grund dafür wirklich „nur“ die angeschlagene Gesundheit?
11.02.2013 13:55:42 eingesandt von Alex Mais für OnlineZeitung 24.de

Das kam für alle vollkommen überraschend und so manches Schäfchen der kath. Kirche war wohl restlos geschockt. Es kam wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“ stellte der Kardinaldekan der katholischen Kirche, Angelo Sodano, so treffend fest. Und dieser „Blitz“ schlug wie eine Bombe ein als die italienische Nachrichtenagentur Ansa diese Nachricht heute Mittag um 11.46 Uhr verkündete.

Erschüttert und fassungslos

Der italienische Ministerpräsident äußerte sich als einer der ersten Politiker zum angekündigten Rücktritt des Papstes. Er sagte: „Ich bin erschüttert von dieser unerwarteten Nachricht.“ Ähnlich erging es den zig Millionen Schäfchen in aller Welt als sie fassungslos die Meldung zur Kenntnis nahmen.

Die Mitteilung über seinen Rücktritt machte der Papst heute Vormittag während eines öffentlichen Konsistoriums in Rom. Er erklärte, in voller Freiheit wie er sagte, dass er sich der Schwere dieser Entscheidung durchaus bewusst sei das ihm am 19. April 2005 von den Kardinälen übertragene Amt auf dem Stuhl Petri wieder abzugeben. Die Kardinäle bat er für die Wahl des neuen Stellvertreter Gottes auf Erden zusammenzukommen.

Zum Wohl der Kirche?

In einem Interviewbuch, das 2010 veröffentlicht wurde, hatte Papst Benedikt XVI. alias Joseph Ratzinger (85) sich dahingehend geäußert, dass es für einen Papst „eine Pflicht“ sei zurückzutreten, wenn er sein Amt nicht mehr bewältigen kann.

In seiner Rücktrittsrede hatte er gesagt dass er das Gewicht der Aufgaben seines Amtes spüre und gesundheitlich diesem nicht mehr gewachsen sei. Seine Entscheidung sei zum Wohle der Kirche gefallen. So scheint es absolut sicher zu sein, dass der amtierende Papst sein Pontifikat zum 28. Februar diesen Jahres abgibt.

Die deutschen Erzbistümer wollten sich auf Nachfrage von Spiegel online noch nicht dazu äußern. Sie gaben sich verblüfft und überrascht. Auch dort muss man die Nachricht erst verdauen. Und schon gibt es erste Stimmen die von einer Verschwörung sprechen. Doch darüber zu spekulieren ist zu diesem Zeitpunkt noch ebenso verfrüht…

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