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Politik: Welt

Paradox: Zwangsbehandlung zum Wohle der Pharmaindustrie?

Zwangsbehandlung
Zwangsbehandlung
Mit Hilfe befremdlicher Argumente, wie “uneinsichtigen Dialysepatienten”, einem durch Cortison verwirrten Mann und Menschen mit dem sog. “Down-Syndrom”, wurde am 17.01.2013 in den späten Abendstunden psychiatrische Zwangsbehandlung legalisiert.Europaweit sei bereits jeder 3. Mensch von psychiatrischer “Erkrankung” betroffen und bedürfe einer entsprechenden Behandlung. Diese sogenannte Behandlung jedoch ist nicht so harmlos und ungefährlich, wie die Psychiatrie uns glauben machen will.

Auffallend wenige Abgeordnete saßen im Plenum, als der Gesetzesentwurf einvernehmlich von CDU/CSU, FDP, SPD begrüßt und von den B´90/Grünen durch Enthaltung akzeptiert wurde. So glichen sich die Reden in ihrer Argumentation. Die CDU sprach sich sogar für eine ambulante Zwangsbehandlung aus. Nur Die Linke stimmte dagegen (hier auf Seite 26881 die einzig lesenswerte Rede von Jörn Wunderlich:http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/17/17217.pdf).

Nicht genug, dass im 21. Jahrhundert noch immer Menschen von staatlichen Institutionen belogen, manipuliert und seelisch vergewaltigt werden. Nun wurde der psychiatrischen Körperverletzung mit Neuroleptika trotz höchstrichterlicher Urteile noch ein staatlicher Legalitätsschein verliehen. Aber niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass besagter Zwang tatsächlich nur als letztes Mittel angewendet wird, wie als Begründung immer beteuert wird. Die Realität hinter den Mauern der Psychiatrie sieht ganz anders aus und es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen denen, die noch Kontakt zur Außenwelt haben und jenen, deren Schicksal der Willkür von Psychiatern und Personal überlassen wird. Dabei droht allen, die sich zu psychiatrischen Drogen haben überreden lassen oder dazu genötigt wurden, der völlige Selbstverlust.

Deutscher Bundestag
Deutscher Bundestag

Die paradoxe Aussage, Zwangsbehandlung erfolge zum “Wohl” des Betroffenen mutet seltsam an, wenn man sie im internationalen Kontext betrachtet:

Während ein deutscher Bürger angeblich zu seinem Glück gezwungen werden muss,

sterben auf der anderen Hälfte der Erde Menschen anHunger, Durst und schweren Verletzungen und es kümmert niemanden? Unzählige Menschen bekommen im Leben noch nicht einmal einen Arzt zu Gesicht, doch in Deutschland werden Menschen zur Behandlung gezwungen? Wenn das keine Ironie ist: Obwohl die Diagnosen der psychiatrischen „Krankheits“- Kataloge auf frei erfundenen Hypothesen beruhen und Psychopharmaka nicht heilen, sondern den Zustand verschlimmern, werden trotzdem Tag für Tag unzählige Menschen unter Vortäuschung falscher Tatsachen, als angeblich „uneinsichtig“, „unglaubwürdig“ und „krank“ abgestempelt. So gut wie nie kommt jemand auf die Idee, dass diese Uneinsichtigkeit darauf beruht, dass diese Menschen etwas wahrnehmen, das sich unserer rationalen, von Wissenschaft, Kapitalismus und Kirche untergrabenen Gesellschaft entzieht, in der wir Menschen maschinengleich zu funktionieren haben.

Mit der Unterstellung von “Eigen- und/ oder Fremdgefährdung”

wird der psychiatrische Zwang gerechtfertigt. Doch wie wird diese Eigen- oder Fremdgefährdung überhaupt festgestellt? Sagt ein Normaler: “Ich bringe Person x um”, wird es in der Regel als Witz abgetan; kommt es hingegen aus dem Mund eines Diagnostizierten, kann das körperliche und seelische Gewalteinwirkung rechtfertigen.

Viel zu oft landen Menschen in psychiatrischen Einrichtungen, weil sie unter der Einwirkung von Alkohol, anderen Drogen oder sehr belastenden Lebensumständen stehen. Statt einer Ausnüchterungszelle oder menschlicher Begleitung verschwinden diese Menschen oft Wochen bis Jahre lang in psychiatrischen Einrichtungen. Die Psychopharmaka tun ihr übriges hinzu. Denn diese in Tabletten oder als Spritzen verabreichten Präparate sind gefährliche Substanzen, deren genaue Wirkungsmechanismen – trotz gegenteiligen Beteuerungen – bis heute nicht bekannt sind. Bekannt geworden und in Langzeitstudien* belegt ist hingegen, dass diese Substanzen das Leben der Betroffenen um durchschnittlich 30 Jahre verkürzen, Veränderungen der Persönlichkeit, des Bewusstseins, der Mimik, Motorik, etc. bewirken, was dann von der Psychiatrie zynischerweise als „Krankheitssymptome“ dargestellt wird.

Aus einem Selbstversuch kann nur berichtet werden:

Psychopharmaka lähmen, Antidepressiva machen nervös. Bevorzugt verabreicht werden sie also in Kombination. Der/ die Betroffene kann weder entspannen, noch sich auf etwas konzentrieren. Es folgen der Drang nach Bewegung und die Unfähigkeit, etwas zu tun, schaffen zu können. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich in der Psychiatrie befindliche Personen außergewöhnlich unruhig/ nervös oder träge/ leblos verhalten. Nach der hochdosierten Einnahme lähmender Mittel macht niemand mehr einen erfrischten und gesunden Eindruck. Alle Schwierigkeiten davor oder auch außergewöhnlichen Erlebnisse, werden mit “Hilfe” dieser chemischen Keulen begraben und – da sie nicht selbstständig gelöst werden können- potenzieren sie sich und wachsen leicht zur Unlösbarkeit heran. Anschließend ist so gut wie niemand mehr in der Lage, diese potenzierten Probleme aus eigener Kraft zu lösen. Gerade die darauffolgende “therapeutische” Behandlung lässt den Betroffenen noch zusätzlich verzweifeln, da ihm von der Psychiatrie weisgemacht wird, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden.

Der Betroffene wird in eine Lage versetzt, die dem folgenden Beispiel gleicht: Ein Wissenschaftler sitzt in seinem Labor und beobachtet einen eingesperrten Affen (was ebenso grausam und verwerflich ist, wie die Beobachtung in der Psychiatrie). An dem Affen werden in regelmäßigen Abständen verschiedene schädliche Tabletten getestet, er wird isoliert, bleibt von seinen Artgenossen und seinem Lebensumfeld getrennt. Wenn er versucht zu flüchten oder sich zu wehren, wird er gefesselt oder durch weitere Tabletten lahm gelegt. Es gibt keine, seinem Intellekt oder seiner Begabung entsprechenden Beschäftigungen. Ein paar Trommeln und eine Kinderflöte liegen auf dem Boden herum, um den Anschein zu erwecken, man habe es zumindest versucht. Der Affe würde so – sagen wir einmal – drei Jahre verweilen. Was glauben Sie – abgesehen davon, dass seine Artgenossen ihn nicht wiedererkennen würden -wie sich dieser Affe bei seiner Freilassung wohl verhalten würde?

Die meisten Menschen glauben daran,

dass nach dem eigenen Versterben einiges, wenn nicht gar alles möglich ist. Doch die wenigsten vermögen sich vorzustellen, dass bereits hier auf Erden Dinge existieren und möglich sind, die wissenschaftlich längst erforscht werden, jedoch immer noch nicht beweisbar sind. In der Fachliteratur liest man bereits, die Quantenwissenschaft solle bald alles revolutionieren. Die Psychiatrie jedoch ignoriert vehement die Entdeckungen von “Kollegen- Wissenschaftlern” oder möchte sich nicht mit der Existenz von Parallelwelten beschäftigen, zu denen nur einige empfindliche Vertreter unserer Population, sowie Tiere und Pflanzen Zugang haben sollen. Hat die Psychiatrie noch nie vom RQM (Raum-Quanten- Medium: http://www.rqm.ch/grenzwissenschaften_erhalten_neu.htm ) gehört?

Enilora
Enilora

Nur weil der/ die Betroffene also nicht beweisen kann, was sie oder er gesehen hat oder erlebte, bedeutet das noch lange nicht, dass es nicht existent ist.

Caroline Thongsan

* Z.B. Mortalität durch Neuroleptika von Dr. Aderhold: http://www.psychiatrie.de/fileadmin/redakteure/dgsp/Artikel_Soziale_Psychiatrie_als_PDF/sp_118_5_Mortalitaet_durch_Neuroleptika__Aderhold_.pdf

Bildnachweis:
  • Zwangsbehandlung: Caroline Thongsan (Caroline Thongsan)
  • Enilora: Caroline Thongsan (Caroline Thongsan)
  • Deutscher Bundestag: Caroline Thongsan (Caroline Thongsan)

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Schlüsselwörter: Bundestag | Zwangsbehandlung | Psychiatrie | Psychopharmaka | Zwangspsychiatrie
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