Politik: Recht & Co.

Der Markenstreit Gummi-Bärlie gegen Schoko-Teddy

In Goldfolie verpackter Schokoladenbär von Lindt soll an den Goldbären von Haribo erinnern
20.12.2012 18:42:56 eingesandt von Alex Mais für OnlineZeitung 24.de

Als die Zeitungsmeldung heute erschien musste ich erst einmal herzlich lachen. Es ist absolut lächerlich, mit was sich deutsche Gerichte herumärgern müssen und ebenso, wie sie dann entscheiden. Das jüngste Beispiel ist der Bärenkrieg zwischen den Süßigkeitenherstellern Haribo und Lindt.

Schokolade gegen Gummi

Weil der Lindt-Schokoteddy nicht nur in Goldfolie eingepackt ist, sondern auch noch ein rotes Schleifchen aufgedruckt habe, erinnere er zu sehr an den Goldbär von Haribo, der auf den Goldbärentüten aufgedruckt ist. Daher sei eine große Verwechselungsgefahr gegeben. So die absurde Argumentation.

In diesem Streit der Dimensionen geht es also um den dreidimensionalen, großen Schokoladenbär von Lindt und seinem Gegner, dem lediglich zweidimensionalen Goldbären von Haribo. Nein, es sind nicht die kleinen unförmigen und auf den ersten Blick kaum an einen Bären erinnernde Gummitierchen in der Plastiktüte gemeint, sondern der auf der Tüte aufgedruckte goldene Bär mit seiner roten Schleife.

Der Bärenkrieg geht weiter

Der Lindt-Schokoteddy erinnere also zu sehr an dieses Tütenbild. Daher verklagte Haribo die Firma Lindt und bekam nun in diesem absurden Streit auch noch Recht gesprochen vom Landgericht in Köln. Als ob man dort nicht wichtigeres zu tun hätte verbot das Gericht die weitere Verbreitung des Lindt-Bären und gab dem Gummibär damit recht.

Doch es gib noch lange keinen Frieden im Bärenkrieg im Supermarkt. Lindt geht in Berufung und will notfalls bis zur höchsten Instanz um die Sachlage höchstrichterlich entscheiden zu lassen. Man darf gespannt sein, wie die nächste Instanz urteilt. Ob man dort wohl auch den goldigen Schokobären im Süßwarenregal mit einer Tüte voller Fruchtgummiklumpen verwechseln kann?