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Medien: Fernsehen

Abendliches Werbeverbot für das öffentlich-rechtliche Fernsehen

Endlich geschnallt: Auch gesponserte Filme mit Sponsorennennung ist Werbung

ARD + ZDF genauso antiquiert wie dieser Fernseher.
ARD + ZDF genauso antiquiert wie dieser Fernseher.
Es war schon immer so: Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, an der Spitze die ARD und das ZDF, finanzieren sich durch die Rundfunkgebühren (ab Januar Rundfunkbeiträge). Deshalb gilt für sie schon immer ein Werbeverbot an Sonn- und Feiertagen sowie an den anderen Tagen nach 20.00 Uhr. Doch das „staatliche“ Fernsehen war erfinderisch und fand ein Schlupfloch: Sponsoring!

Was ist Sponsoring?

Da hat man von offizieller Stelle wohl die letzten Jahre regelrecht verpennt. Lief doch beispielsweise jeden Sonntagabend um 20.15 Uhr in der ARD, nach der Tagesschau und vor dem sonntäglichen „Tatort“-Krimi, immer diese Bierwerbung einer bekannten deutschen Brauerei aus dem kleinen Örtchen Krombach bei Siegen. „Der nachfolgende Film wird Ihnen präsentiert von…“ So oder ganz ähnlich hieß es dann immer. Für jeden Zuschauer war immer schon klar: Das ist Werbung!

Nur den Verantwortlichen des „staatlichen“ Fernsehens war es nicht klar. Das hat sich jetzt endlich geändert und mit dem neuen Staatsvertrag, der zum 1. Januar 2013 in Kraft tritt, wird diese Werbung des Sponsoring endlich auch beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen als das angesehen, was es eigentlich immer schon war: Werbung. Und die ist ab Januar dann auch in Form des sogenannten Sponsorings verboten.

Riesenverlust für die Firmen

Jeden Sonntag erreichte allein die Brauerei aus Krombach ein Millionenpublikum mit ihrer Sponsoring-Werbung vor dem „Tatort“. Und das seit März 1995 insgesamt 570mal. Eine solch hervorragende Werbemöglichkeit gibt es so schnell nicht wieder. Betroffen davon sind auch andere Firmen, deren Sponsoring vor anderen Filmen oder vielfach auch Sportsendungen lief.

Die Sender befürchten nach Presseberichten, dass sich die fehlenden Werbeeinnahmen aus dem Sponsoring demnächst auf viele Sportsendungen, vor allem die kleineren und regionalen Sportereignisse, negativ auswirken könnten. Mit anderen Worten: Sie fallen dann demnächst weg. Ja aber hallo – was macht ihr denn mit den ganzen Rundfunkgebühren, die per Gesetz zwangsweise von den deutschen Bürgern einkassiert werden? Haushaltet mal schön mit euren Geldern. Ansonsten soll die Politik die Kosten aus eigener Tasche zahlen. Eine Erhöhung der Rundfunkbeiträge für diesen Zweck – wie bereits das Gerücht umgeht – ist absolut nicht tragbar.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Aha, fast übersehen. Es gibt sie doch, die Ausnahmen. Sponsoring wird in Ausnahmefällen doch weiter erlaubt. Nämlich immer dann, wenn es um große internationale Sportveranstaltungen geht. Dazu gehört die Olympiade genauso wie Europa- oder Weltmeisterschaften, Fußball-Länderspiele mit deutscher Beteiligung usw. Auch während der Sportsendungen gemachte Werbung durch Verlosungen wird weiterhin möglich und geduldet sein…

Also, wieder einmal mehr nur halbe Sachen gemacht. Aber das ist in der deutschen Politik ja nichts Neues und Unbekanntes mehr!

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Schlüsselwörter: Fernsehen | GEZ | öffentlich-rechtlich | Rundfunkgebühr | Rundfunkbeitrag
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