Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Dritte Runde im deutschen Strom-Dilemma

Bürger, stellt euch auf Stromausfälle ein

Das deutsche Stromnetz.
Das deutsche Stromnetz.
Regierung und Opposition halten am Atomausstieg fest. Das verursacht extreme Kosten für die Erstellung neuer Energiegewinnungsanlagen und Netzausbau sowie Entschädigungen für das Abschalten nagelneuer Windkraftanlagen weil der Strom nicht verteilt und gespeichert werden kann. Es fehlt dazu an einem vernünftigen und umfassenden Netz der Energieversorgung (OZ24 berichtete).

Upps – der Strom ist weg

Nur noch gut dreieinhalb Wochen bis zum neuen Jahr und damit auch bis zu den gestiegenen Stromkosten. Der Strom wird teurer, die Energiegewinnung moderner wie uns immer wieder suggeriert wird. Da ist dann alles im grünen Bereich und wir können stolz sein auf unseren Strom. Das zumindest müsste man nun meinen.

Weit gefehlt! Jetzt, so mussten wir die letzten Tage in den Medien lesen, sollen wir uns auf Stromausfälle vorbereiten. – Wie bitte? Die Stromkosten steigen und der Service der Stromanbieter fällt (ins Bodenlose?). Das ist schlicht weg eine Unverschämtheit! Aber, es soll so kommen wird uns prophezeit und es ist auch schon passiert…

Stromversorgungsstabilität zukünftig weniger stabil

Die Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland wird in Zukunft, so heißt es, immer instabiler. Schuld daran ist zu allererst einmal die Energiewende – der Ausstieg aus der einst so hoch gelobten Atomkraft. Hinzu kommt die Öffnung des Marktes für Auslandsstrom und die fast jetzt schon unübersichtliche Vielfalt der großen und vor allem kleinen Stromanbieter. Dass der Auslandsstrom überwiegend von Atomkraftwerken kommt interessiert dabei wohl niemanden.

Aber auch die klimawandelbedingten Unwetter, die immer mehr werden sollen, tragen zur Instabilität der deutschen Stromversorgung bei – so heißt, um wieder etwas von der deutschen Strom-Misswirtschaft abzulenken. Da haben wir ihn wieder, den Klimawandel. Ein beliebtes Thema, auf das alles Lästige abgewälzt werden kann.

Stromausfall droht öfter als man denkt

Wie es heißt hätten die Energieversorger in diesem Jahr bereits „viel häufiger“ steuernd eingreifen müssen um großflächige Blackouts zu verhindern als jemals zuvor. Allein in Norddeutschland sei dies bereits in 2012 rund 90mal geschehen. Erinnert sei auch an den großen Stromausfall im Münsterland im Jahre 2005 oder an den Stromausfall in München vom 15. November des Jahres. Der Totalausfall der Frankfurter Straßenbeleuchtung am gleichen Abend könnte im Zusammenhang mit dem Stromausfall in München stehen.

Auf einen Stromausfall ist die Bevölkerung kaum oder gar nicht vorbereitet. Stromausfall bedeutet vielfach: Keine Heizung, kein warmes Wasser, kein Kochen, kein Licht usw. Selbst das Telefon wird bei länger anhaltendem Stromausfall voraussichtlich ausfallen und die Mobilfunknetze dadurch überlasten bis auch sie ausfallen. Die Folge: Keine Kommunikation mehr. Radio und Fernsehen sind ja sowieso schon lange „tot“ und nur noch batteriebetriebene Geräte funktionieren.

Was für Gegenmaßnahmen sind sinnvoll?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz forderte die Bevölkerung jetzt auf sich vorzubereiten und für den Notfall zu wappnen. So sollten ausreichend Vorräte an Lebensmitteln und Trinkwasser angeschafft werden. Kerzen, Campingkocher und batteriebetriebene Radios sollten auch vorhanden sein. Letztere nutzen allerdings nur etwas, wenn auch ausreichend Batterien vorhanden sind und für die Kerzen halt auch Streichhölzer oder Feuerzeuge. Zu den Campingkochern gehören auch die Gaseinheiten und auch Taschenlampen sind sehr nützlich.

Das sind Zustände, die an Katastrophen- oder gar Kriegstage erinnern. Verhindern lässt sich das Szenario weitgehend wohl nur, wenn die Stromnetze endlich entsprechend ausgebaut werden. Da ist auch die Regierung wieder in der Pflicht. Doch die scheint mal wieder völlig überfordert zu sein – wie immer? „Nicht immer, aber immer öfter…“

Bildnachweis:

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Lesen Sie dazu auch:
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Energie | Strom | Energienetz | Stromverbrauch | Stromversorger
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.04 Sekunden
38,096,619 eindeutige Besuche