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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Der Bankrott des Volkes – Stromkosten und kein Ende

Für ein unreifes Regierungsprojekt zahlen wir uns doppelt dumm und dämlich…

Windpark.
Windpark.
Nachdem bereits fast alle Stromanbieter ihren Kunden für den 1. Januar 2013 Strompreiserhöhungen um bis zu 20 % (vereinzelt soll es sogar noch mehr sein) angekündigt haben wird sich die Stromkostenspirale – dank einer scheinbar unfähigen Politik – weiter drehen und uns schon in Kürze weitere Stromkosten aufhalsen.

Windparks – Neuer Rekord bei Zwangsabschaltung

Unsere Regierung will den Atomausstieg. Und dafür geht sie mit der Brechstange vor um auch die Opposition einigermaßen bei der Stange zu halten. Doch blind vom Atomausstieg-Geschrei übersieht man das Wesentliche beim Gewaltakt immer mehr neue Windparks zu bauen. Und so müssen derzeit immer mehr fertige und produktionsbereite Anlagen ganz einfach wieder abgeschaltet und vom Netz genommen werden. Anlagen, die wir, die Stromkunden, über den schon heute fast unbezahlbar gewordenen Strompreis finanziert haben!

Die Zwangsabschaltung bei der Windkraftenergie ist zuletzt um fast 200 % gestiegen und hat sich damit fast verdreifacht. Dies ergab eine aktuelle Ecofys-Studie im Auftrag des Bundesverbands Windenergie. Und trotzdem werden mit Gewalt immer mehr und immer neue Windparks aus dem Boden gestampft – natürlich auf Kosten der Stromverbraucher, auf unser aller Kosten…

Netzausbau vernachlässigt – oder übersehen?

Jedes Windrad das bereits seit Monaten gebaut wird und noch gebaut wird ist nutzlos und reine Geldverschwendung wenn nicht endlich auch das Stromnetz ausgebaut wird um die ganze Energie, die damit produziert werden könnte, auch zu transportieren und schlussendlich auch zu speichern.

Im Jahr 2010 waren es bereits rund 150 GWh (Gigawattstunden) Strom, die so verloren gingen. Im vergangenen Jahr, also 2011, waren es bereits 407 GWh. Wie unsinnig da der Bau neuer Windparks erscheint, liegt auf der Hand. Und: Man darf gespannt sein um wie viel sich der zwangsweise verlorene Strom in diesem Jahr noch weiter erhöht hat, denn immerhin wurden auch dieses Jahr wieder zahlreiche Anlagen fertig gestellt.

Betreiber werden entschädigt – von unseren Ersparnissen

Da werden die Betreiber solcher Windparks mit hohem finanziellen Aufwand beim Bau der Anlagen unterstützt, für den auch die Stromanbieter in Leistung treten müssen und diese Kosten natürlich an uns, an die Kunden, weitergeben. Auch was der Staat dazutut kommt von uns über die ganzen staatlichen Abgaben auf den Strompreis, die wir ja genauso tragen.

Und nun müssen die Betreiber ihre Anlagen abschalten weil die Netze fehlen. Da hat die Politik wohl eindeutig mal wieder einen Tiefschlaf gehalten. So kann man wohl kaum aus der Atomenergie aussteigen. Das Ende vom Lied ist, dass die Betreiber selbstverständlich für das Abschalten ihrer Anlagen entschädigt werden. Und Strom, der nicht genutzt wird weil er schon erst gar nicht produziert wird, ist eben teuer – schweineteuer! Die Kosten für den nicht eingespeisten Strom werden im Jahre 2011 nach ersten, vorsichtigen Schätzungen mindestens 18 bis 35 Millionen Euro betragen.

Wen wundert es da, wenn der Strompreis immer mehr steigt und immer mehr Haushalte den Strom abgeschaltet bekommen, weil sie ihn nicht mehr bezahlen können. Aber dies leugnet die Regierung ja, was beispielsweise anhand der Beschönigung des Armutsberichtes (in den Augen der großen Mehrheit reiner Betrug, für den hauptverantwortlich Wirtschaftsminister Rösler/FDP ist) nicht verwunderlich ist.

Wofür noch neue Anlagen?

In Deutschland sind offiziellen Zahlen zufolge bereits 29.200 Megawatt Windenergieleistung installiert. Wenn der Wind keine Pause machen würde, entspräche die mögliche Jahresleistung daraus bereits der Leistung von 20 Atomkraftwerken heißt es dieser Tage in den Pressemeldungen. Zugleich sind bereits 30.500 Megawattleistungen aus der Solarenergie installiert. Dagegen nur noch 12.000 Megawatt Atomenergie und 20.500 Megawatt Steinkohleenergie.

59.200 Megawattstunden aus „erneuerbaren Energien“ (Windkraft- und Solaranlagen) können derzeit genutzt werden. 71.200 Megawattstunden sind aber bereits installiert. Das sind 12.000 Megawattstunden mehr, die wegen fehlender Netze und damit wegen fehlender Speicherkapazität nicht genutzt werden können. Und: Es ist genau die Menge; die die Atomkraftwerke noch produzieren. Ohne dem Netzdilemma hätte man diese also schon längst abschalten können – oder nicht? …

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Schlüsselwörter: Windenergie | Erneuerbare | Solarenergie | Atomenergie | Stromkosten
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