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Politik: Welt

Iran: Die tödliche Sprache

von: Mohammad Moshiri

Genau 100 Menschen wurden im Iran in den letzten 2 Wochen hingerichtet. Das Regime spricht wieder mit seinen Taten. Allein am 13. November wurden 45 Menschen hingerichtet. In den vergangenen 8 Monaten ist die Anzahl der Hinrichtungen auf 440 gestiegen. In der vergangenen Woche wurden zwei 2 politische Gefangene zu Tode gefoltert: Satar Behechti (35) und Djamile Soviedi (45). Behechti war Blogger und Soviedi gehörte zur politischen Minderheit in der Provinz Ahwas.

Das ist ein Schrecken erregendes Vorgehen der Mullahs. Je mehr Angst sie haben, desto mehr Menschenrechtsverletzungen erfolgen. Die Welt der Mullahs besteht aus Schwarz und Weiß. Es existiert für sie keine andere Farbe in der Einstufung ihrer Gegner oder Befürworter: mit Khamenei dem religiösen Diktator, oder gegen diesen. Folge in der iranischen Gesellschaft: Es gibt keine Mittelschicht mehr im Iran; es gibt 98% Arme und 2% Reiche.

Aber wovor haben die Mullahs Angst? Sie stehen in einer entscheidenden Situation!

  1. Der Wind weht gegen sie und ihren strategisch wichtigen Verbündeten Assad. Dann schwanken die Mullahs selbst. Ohne Assad wird die Welt sehr klein für die Mullahs.
  2. Ihr wichtigster Gegner, die Organisation der Volksmudschahedin, ist von allen Schwarzen Listen gestrichen. Sie stellen sich als einzige legitime Alternative vor. Jetzt ist ihre Führerin Frau Radjavi wie eine Präsidentin in Estland behandelt worden. Das macht die Mullahs noch mehr nervös.
  3. Die Sanktionen treffen das Regime stündlich. Die iranische Währung ist stark gefallen, ein Dollar kostet viermal so viel vor einigen Monaten. Man rechnet mit dem totalen Zusammenbruch in 5 bis 7 Monaten.
  4. Der Flügel der national religiösen Fundamentalisten um Ahmadinedjad hat sich in letzter Zeit mehr und mehr von Khamenei entfernt, dabei ist in 7 Monaten Präsidentschafts- Wahl im Iran. Khamenei ist äußerst unsicher über dieses nächste Wahlergebnis. Durch die Ereignisse kann der Unterdrückungs-Apparat des Regimes einen unreparierbaren Schlag erhalten.
  5. Der Flügel von Rafsandjani macht Front gegen Khamenei. Sein Sohn und seine Tochter sitzen schon im Gefängnis.
  6. Die Gefahren der Fortsetzung des Atom-Programms sind erheblich.

Obwohl jeder weiß, dass die Mullahs, wenn sie diese Gefahr irgendwann ernst nehmen, zu Kompromissen bereit sein werden, aber bis dahin kann viel passieren. Durch die neue Welle der Hinrichtungen wollen die Mullahs die Bevölkerung vor der Wahl einschüchtern. So werden in den nächsten Tagen wohl noch mehr Menschen sterben.

Mohammad Moshiri www.diezeitbruecke.de

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Schlüsselwörter: Iran | Hinrichtung | Unterdrückung | Syrien | Mullahs
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Kommentare

Toni
am 18.11.2012 15:26:08 (93.219.48.xxx) Link Kommentar melden
Das ist je schrecklich, was die Hinrichtungen im Iran angeht.
Die Mullahs herrschen auf dem Blut der Menschen im Iran.
eine berichtige Frage:
Warum hört man wenig über diesen Verbrechen. Wo sind die Menschenrechtsaktivisten geblieben denn?
Amini
am 23.11.2012 15:15:24 (82.83.252.xxx) Link Kommentar melden
Nach wie vor beharrt die Regierung der Mullahs auf die Menschenrechtsverletzungen, um ihre wackelige Herrschaft noch ein Parr Tage mehr weiterzuführen. Dieses Terrorregime ist seinem Zusammenbruch nahe. Es bleibt ihm keine andere Möglichkeit übrig, als gewaltsam gegen die Menschheit vorzugehen. Sonst droht ihm durch den Aufstand von Bevölkerung weggefegt zu werden. Der Staatliche Terrorismus im Iran hat nach und nach seinen teuflischen Einfluss auf die Region verloren. Ferner ist sein wahres unwürdiges Gesicht durch den Widerstand der Freiheitsbewegung für einen demokratischen Iran ans Licht gekommen. Die Volksmudschahedin hat sich als legitime Alternative zur jetzigen herrschenden Terrorherrschaft durchgesetzt. Die Konflikte haben sich unter verschiedenen Flügeln des Regimes drastisch hervorgehoben. Deshalb gibt es für die Mullahs keine andere Wahl als dass sie die Gesellschaft terrorisieren. Denn die Vollstreckungen der Hinrichtungen, die Verschleppungen und Ermordungen von Bloggern und alle andere Unterdrückungen, die durch das Regime gegen Iranerinnen und Iraner ausgeübt worden sind, sind identisch. Trotzdem ist zu beachten, dass die faschistische Mullahs Herrschaft im Iran keine Zukunft hat.
Mit freundlichen Grüßen
Sohrab Amini

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