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Politik: Soziales & Bildung

Gewalt zwischen Männern und Frauen

Fragliche oder tatsächliche Gewalthandlungen zwischen Männern und Frauen sind ein modernes Streitthema in den Medien. Es ist zugleich ein allgegenwärtiger Dauerbrenner in familiengerichtlichen Verfahren.

Das Thema Gewalt zwischen den Geschlechtern wird ausgesprochen hitzig diskutiert und dabei ziemlich kontrovers bis verzerrt dargestellt. Wer aber schlägt oder misshandelt eigentlich häufiger seinen Partner; schlagen Männer öfters Frauen oder schlagen Frauen öfters Männer ?

Nahezu jeder Journalist oder Internet-Autor, der sich zu dieser Problematik geäußert hat, legte selbstverständlich irgendwelche Statistiken zur Untermauerung seiner Meinung vor. Solche so genannten beweisenden Tatsachen sind erwartungsgemäß sehr subjektiv gefärbt und insgesamt höchst widersprüchlich. Annähernd wahrheitsgetreue, objektiv richtige Aussagen sind daher recht schwierig zu erbringen.

Es sei hier der Vergleich mit einer Waage gestattet: auf der einen Waagschale liegen Beweise der frauenfreundlichen Vereine, auf der anderen Beweise der Männer-Vereine. Und der Zeiger der Waage pendelt hin und her.

Das Klischee, dass häusliche Gewalt fast ausschließlich einem männlichen Verhalten zuzuordnen sei, überwiegt gegenwärtig in der öffentlichen Meinung noch deutlich. Die MSF-Theorie (Mann schlägt Frau) erhält zudem von den eigentlich zur neutralen Berichterstattung verpflichteten Medien volle Rückendeckung; so z.B.:

- (SWR-Dokumentation v. 12.11.2007) "Etwa 40 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen haben bereits körperliche oder sexuelle Gewalt innerhalb von Familien- und Paarbeziehungen erlitten".

- Das Bundesministerium für Familie spricht von 23 Prozent.

- Eine Anzahl anderer, öffentlich zugängiger Quellen nennen 20 Prozent aller Frauen, die mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalttaten mit Verletzungsfolgen erlebt hätten.

Hiernach wäre Deutschland eine führende Prügelnation.

Locker gesagt: in der antiken Literatur ist zwar festgehalten, dass die alten rotbärtigen Germanen sehr rauflustig gewesen sein sollen. Aber, sollte das heute wirklich auch noch gelten, nun aber bevorzugt gegen Frauen gerichtet ?

Es gibt medizinische Statistiken über Gewaltfolgen und Verletzungen. Nur, ein Arzt kann zwar Verletzungen diagnostizieren und dokumentieren, doch darf er niemals einen anamnestischen Verursacher-Kausal-Zusammenhang rechtlich ausweisen. Das ist standesrechtlich strikt verboten. Somit sind medizinische Statistiken für die hier in Frage stehenden Problematiken unverwertbar.

Es gibt auch noch polizeiliche Statistiken. Hier klaffen das "Hellfeld der Gewaltstraftaten" und das "Dunkelfeld der Gewaltstraftaten" zwischen Männern und Frauen besonders weit auseinander: denn, wenn

- ein Mann gewalttätig gegen eine Frau war und diese nun erkennbare Verletzungsfolgen aufzuweisen hat, wird sie sehr wahrscheinlich diesen Mann umgehend polizeilich anzeigen. Dieser Mann wird als Gewalttäter zumeist ohne anfängliche Sachaufklärung erst einmal strafrechtlich erfaßt; d.h., er geht in die Statistik ein.

- Wenn aber eine Frau gewalttätig gegen einen Mann war und dieser objektivierbare Verletzungsfolgen aufweist, wird er wegen eigener Beschämtheit ganz selten diese Frau polizeilich anzeigen.

Daher weisen die polizeilich registrierten Gewalttaten praktisch nur das "Hellfeld" aus: 90 Prozent der Opfer sind weiblich. Also, auch die polizeilichen Statistiken sind für die Wahrheitsfindung kaum verwertbar.

Michael BALEANU (s.Internet) hat über 200 internationale, seriös wissenschaftliche Studien von 200.000 direkt befragten Menschen analysiert und kam zu dem Schluss:

Gewalthandlungen zwischen Frauen und Männern sind prozentual ziemlich gleich verteilt.

Hiernach dürfte zugleich das in den Medien und in den klischeehaften Vorstellungen der meisten Bürger festhaftende Schauermärchen, deutsche Männer seien besonders wütige Frauenschläger, entkräftet sein.

Der grundfalschen Vorstellung von stets gewaltbereiten Männern und nur sanften Frauen wird auch ganz klar durch die glaubwürdigen Untersuchungen von Prof. Dr. Gerhardt AMENDT (Institut f. Geschlechter- und Generationenforschung, Univ. Bremen) widersprochen:

"Gewalt tritt gerade in der kränkungsgeladenen Zeit während der Scheidung auf: 64,4 % der Gewalthandlungen werden von Frauen, 20,8 % von beiden Parteien und 14.8 % von Männern initiiert."

Also, man prüfe seinen Partner haargenau, bevor man ihn in sein Heim holt oder sich vielleicht sogar vertraglich auf Lebzeiten bindet.

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Schlüsselwörter: Gewalt | Ehe | Mann | Frau | Michael Balenau
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Kommentare

am 21.05.2008 10:37:19 (84.176.191.xxx) Link Kommentar melden
Frauen sind nicht bessere Menschen, Frauen haben nur etwas andere Voraussetzugnen als Männer. Was Frauen an körperlicher Kraft evtl. weniger haben, gleichen sie mit anderen Eigenschaften - zum Beispiel Zähigkeit, siehe Lebenserwartung- aus.
Perlhühner werden gezüchtet, gleichberechtigte Frauen sind erzogen oder haben sich erzogen.
Eine emanizpierte Frau glaubt vielleicht mit Gewalt etwas erreichen zu können, eine gleichberechtigte Frau weiß, dass Gewalt nie das Mittel der Wahl ist, weil sie die gleichen Rechte u n d die gleichen Pflichten wie ein Mann hat.

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