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Technik: Sonstiges

Der israelische Merkava - Panzer 1.Teil

Ein Wüstenkrieger par excellence

Für die israelischen Streitkräfte waren Panzer seit jeher ein wichtiges Element der Kriegsführung. Jahrhundertlang nur mit importierten Modellen ausgestattet, war man dort vollständig vom Ausland abhängig.

Eine Modernisierung der Panzerwaffe

Da Israel wegen seiner starken Bedrohung durch arabische Armeen eine möglichst große und schlagkräftige Panzerwaffe besitzen musste, wurden vorhandene Modelle modernisiert und verbessert, so dass selbst die aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden US-amerikanischen M4 “Shermans” http://www.panzer...herman.htm mit 105 mm-Kanone ausgestattet noch im Jom-Kippur-Krieg http://www.hagali...-krieg.htm von 1973 im Einsatz waren.

Da man alte Panzer jedoch nicht beliebig verbessern kann und der Nachschub an neuen Fahrzeugen nie wirklich gesichert war, war es nur logisch, in Israel einen eigenen Panzer zu entwickeln.

Die Vorteile dabei lagen auf der Hand. Man war unabhängig von der Versorgung aus dem Ausland, sowohl was Panzer als auch Ersatzteile angeht. Man konnte seine enormen Erfahrungen in zahlreichen Kriegen mit Panzereinsatz auf beiden Seiten voll ausschöpfen und den Panzer zudem genau nach den eigenen Vorstellungen und Anforderungen konstruieren.

Planungsbeginn nach dem Sechstagekrieg

Nachdem der Sechstagekrieg http://www.hagali...iege-3.htm im Jahr 1967 von Israel gewonnen wurde, verhängte Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle ein Waffenlieferungsembargo über Israel. Weil Israel keine Ersatzquellen besaß, stieß dieses Embargo indirekt eine ganze Reihe eigener israelischer Waffenentwicklungen an.

Neben den Kampfflugzeugen “Kfir” http://www.israel.../kfir.html und “Nesher”, http://de.wikiped...AI_Nescher beide auf dem Konzept der französischen “Mirage” V http://www.pafwal...lery-2.htm basierend, gehörte auch der Kampfpanzer “Merkava” zu den nach 1967 entwickelten Geräten.

Da sich Israel wegen seiner geringen Bevölkerungszahl keinen verlustreichen Abnutzungskrieg leisten konnte, musste dem Überleben des einzelnen Soldaten oberste Priorität eingeräumt werden. Daher war es auch nur konsequent, bei dem ab 1970 entwickelten “Merkava” auf die der Kriegserfahrungen gewonnenen Daten zurückzugreifen und einen eigenen Panzer nach diesen Maßstäben zu konstruieren.

Der neue Panzer verfügte nicht nur über eine moderne und starke Panzerung, auch wurde der Isolierung aller flüssigen Materialien besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Erfahrungen hatten gezeigt, dass viele Verluste nach Treffern durch herumspritzende und sich entzündende Hydraulikflüssigkeiten verursacht wurden.

Die Panzerung wurde modular angeordnet, um Gefechtsschäden schnell reparieren zu können. Zwischen der äußeren und inneren Hülle befindet sich ein mit Diesel gefüllter Zwischenraum. Dieser dient nicht nur als Treibstofftank, er bietet auch gewissen Schutz gegen sogenannte “Heat” - Geschosse. ( High Explosiv Anti-Tank).

Auch der Motor wurde vorne im Panzer statt wie üblich im Heck eingebaut, was eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringt.

Zum einen hat eine einschlagende Granate auch nach dem Durchschlagen der Panzerung noch den Motorblock vor dem Erreichen der Besatzung zu durchdringen. Zum anderen ermöglicht diese Konstruktion eine Ausstiegsluke im Heck des Panzers, die ein Ausbooten in Deckung durch den Panzer erlaubt.

Ferner erlaubt diese Anordnung eine Platzierung des Turms am Heck, wodurch der Panzer auch beim Marsch die Kanone nach vorne gerichtet ist. Dies beschleunigt das Aufnehmen des Gefechts im Falle eines Überraschungsangriffs.

Perfekt auf die israelische Doktrin zugeschnitten

Da man auf möglichst viele bereits vorhandene Bauteile zurückgreifen wollte, wurde der 900 PS starke ADVS-1790 Motor des US-amerikanischen M60 verwendet. Durch das höhere Gewicht verlor der “Merkava” an Agilität verglichen mit dem M60, was jedoch dank der stärkeren Panzerung vertretbar war. Um in den Wüstengebieten jedoch weit vorstoßen zu können, wurde ein großes Tankvolumen benötigt, was zu einer beachtlichen Reichweite von 400 Kilometern führte.

Auch die 105 mm Kanone , eine Lizenzversion der britischen L7, wurde bereits von den meisten Israelischen Panzern verwendet und verfügte zudem über einen großen Munitionsvorrat von 92 Schuß, was wiederum längere Operationen ohne Nachschub ermöglichte und zugleich den Munitionsbedarf einheitlich hielt.

Der Raum im Heck durch den dort fehlenden Motor kann zudem zur behelfsmäßigen Unterbringung von Infanteristen und Verwundetet genutzt werden, meist wird jedoch ein 60 mm-Mörser mitgeführt, was dem Panzer seine eigene Artillerieunterstützung liefert. Zwei 7,62mm-Maschinengewehre komplettieren die Bewaffnung.

Fortsetzung folgt…

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Schlüsselwörter: Merkava V | Jom-Kippur-Krieg | Israel | Sechstagekrieg | Panzer
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