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Politik: Welt

Schwere Zeiten für Raucher und Trinker in Thailand

Drastische Strafen für Rauchen in der Öffentlichkeit und Alkoholgenuss im Auto

Raucher ohne Zukunft...
Raucher ohne Zukunft...
Da regen sich die Deutschen übers Rauchverbot in Kneipen auf und haben es doch noch so gut – wenigstens im Vergleich mit Thailand. Da ist das Rauchen in der Öffentlichkeit ganz verboten. Zuwiderhandlungen werden drastisch bestraft. Noch kostet das Vergehen 2.000 THB (THB = Thai-Baht; entspricht ca. 50 Euro). Geht es jedoch nach dem thailändischen Gesundheitsministerium, so wird der Betrag schon bald auf das Zweieinhalbfache angehoben.

Bald 5.000 THB für eine Zigarette?

Bereits 2.000 THB ist deutlich mehr als das Monatseinkommen mancher Thais. Das Zweieinhalbfache sind 5.000 THB (= ca. 127 Euro). Das kann dann die teuerste Zigarette Ihres Lebens werden. Und da beschwert sich noch jemand übers Kneipenrauchverbot?

Das Rauchverbot an und auf öffentlichen Plätzen war dringend notwendig geworden, nachdem vor ein paar Jahren Thailands Hauptstadt Bangkok von Zigarettenkippen nahezu überschwemmt wurde. Um dieser katastrophalen Umweltverschmutzung Herr zu werden, wurde damals in Bangkok das Rauchverbot eingeführt. Das gilt selbstverständlich auch für Touristen. Und kommt das Gesundheitsministerium mit seinem Vorhaben durch, dann tut dies auch den Urlaubern in der Urlaubskasse weh, denn knappe 130 Euro sind kein Pappenstil…

„Anti-Raucher-Gesetz“ soll drastisch verschärft werden

Wie der stellvertretende Gesundheitsminister, Surawit Khonsomboon, vor wenigen Tagen der Presse sagte, soll eine verschärfte Version des Anti-Raucher-Gesetzes nun dem Kabinett vorgelegt werden. Dies sieht weitere Maßnahmen vor. So soll das Mindestalter für Zigarettenkäufer auf 20 Jahre angehoben werden. Außerdem sollen Zigarettenautomaten von der Bildfläche verschwinden – in Deutschland derzeit noch undenkbar.

Weiter sollen der Straßenverkauf loser Zigaretten und der Tabakverkauf übers Internet verboten werden. Auch spekulierte Khonsomboon, dass man die Tabakkonzerne in Regress nehmen könne, die seiner Meinung nach die soziale Verantwortung für ihre Kunden, die Raucher, übernehmen sollten.

Dr. Pornthep Siriwanarangsan, Generaldirektor der Abteilung für Gesundheitskontrollen, sagte der Presse dass man den Gesetzesentwurf bei der nächsten öffentlichen Anhörung nicht nur dem Kabinett vorlegen werde, sondern dies ebenfalls beim Nationalen Tabak-Kontrollrat machen wolle.

Ab sofort: Mehr Steuern für Tabak und Alkohol

Die schlechten Nachrichten für Raucher und Trinker in Thailand reißen in den letzten Tagen nicht ab. Auch die Steuern für Tabak und Alkohol werden angehoben. Das hat das Kabinett bereits gebilligt. Dies war vom Finanzministerium im Rahmen der gesetzlichen Grenzen vorgeschlagen worden. Dort hatte man argumentiert, dass so mehr Geld in die Staatskasse flösse und der Konsum dieser ungesunden Produkte damit zusätzlich eingeschränkt werden könne. Die Steuererhöhung soll real zwischen 6 THB und 8 THB pro Packung Zigaretten oder Tabak betragen.

Wenn hier von Alkohol die Rede ist, sind die „harten Drogen“ (Schnaps, Whisky, Wodka usw.) gemeint. Thailändische Produkte sollen dadurch pro Liter um 120 THB teurer werden, ausländische Importware gleich um 400 THB. Schlechte Karten aber auch für Bier- und Wein-Trinker. Auch Bier und Wein sollen nach dem Willen der Finanzbehörden höher besteuert werden.

Derzeit belaufen sich die Steuern für Bier auf 60 % und für Wein auf 100 %. Das ist allerdings schon die gesetzliche Höchstgrenze. Und so denkt man bereits über eine Gesetzesänderung nach, die auch bei Bier und Wein eine höhere Steuer ermöglichen soll. Die Verbraucher dürften darüber nicht sehr erfreut sein, denn schon jetzt erwartet man Mehreinnahmen von 10 bis 12 Milliarden THB.

Alkoholkonsum in staatlichen Gebäuden und Behörden untersagt

Trinker am Ende?
Trinker am Ende?
Bereits am 23. August 2012 in Kraft getreten ist ein Gesetz, durch das nun der Verkauf und Genuss von Alkohol in staatlichen Gebäuden und in Behörden verboten ist. Samarn Footrakul, Direktor des Büros zur Kontrolle alkoholischer Getränke (Alcoholic Beverage Control) sagte dass die neue Verordnung dazu vom Büro der Premierministerin angeordnet und bereits in der Royal Gazette veröffentlicht worden sei.

Von dieser Regelung insbesondere betroffen sind neben vielen anderen Institutionen auch das Thailand Tobacco Monopoly, die Tourism Authority of Thailand, die Mass Rapid Transit Authority of Thailand, das Government Lottery Office und die Port Authority of Thailand.

Verbot von Alkohol in Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen

Bereits seit dem 8. August 2012 gilt ein striktes Verbot von Alkoholkonsum in Fahrzeugen aller Art auf öffentlichen Straßen. Zu beachten ist, dass dies nicht nur für den jeweiligen Fahrzeugführer gilt, sondern auch für seinen Beifahrer oder alle anderen Insassen des Fahrzeugs. Gültig sowohl im fließenden, als auch im stehenden Verkehr. Dies sollten vor allem auch Touristen strikt beachten, da auch sie sonst zur Kasse gebeten werden.

Diese Maßnahme soll mit dazu beitragen zu verhindern, dass der Fahrer während der Fahrt Alkohol trinkt. Dies haben die Thais ihrer Premierministerin Yingluck Shinawatra zu verdanken. Soweit bekannt wurde gilt dies nicht für Passagiere in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen. Private, sogenannte Mini-Busse unterliegen hingegen wieder dieser Verordnung, da es sich dabei nicht um öffentliche Verkehrsmittel handelt.

Jedwede Zuwiderhandlung wird hart bestraft und wer sich nicht daran hält wird mit einer Geldbuße von 10.000 bis 60.000 THB oder mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft. Harte Zeiten also für Raucher und Trinker in Thailand…

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Schlüsselwörter: Alkoholverbot | Tabaksteuer | Zigarettenpreise | Alkoholsteuer | Rauchverbot
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