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Tragisches Unglück im Kölner Zoo bestätigt: Tiger sind keine Schmusekatzen

Gefährliches Spiel mit den Raubkatzen auch in Thailand

Tiger sind gefährliche Raubtiere.
Tiger sind gefährliche Raubtiere.
Gestern kam es im Kölner Zoo zu einem tragischen Todesfall. Ein Tiger hat seine 43jährige Pflegerin angefallen und schwer verletzt. Der Tiger wurde vom Zoodirektor erschossen und der Tierpark weitgehend geräumt. Doch es war zu spät und der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. – Unser Beileid gilt der Familie.

Die Ursache: Menschliches Versagen

Wie die Medien berichteten, stand nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine Sicherheitsschleuse offen. Diese soll bei Reinigungsarbeiten von der Pflegerin selbst offen gelassen worden sein. Dadurch konnte der Tiger aus seinem Gehege entkommen und sie angreifen.

Die mit einem Großaufgebot angerückten Polizisten hätten mit ihren Dienstpistolen gegen den Tiger nichts ausrichten können. „Das hätte den Tiger nicht gekratzt“ zitierte t-online einen Polizeisprecher.

Gefangengehaltene Tiger sind verhaltensgestört

Wenn Arbeiten zur Routine werden ist immer eine erhöhte Gefahr gegeben dabei Sicherheitsmaßnahmen zu vernachlässigen. Es mag viele Male gut gehen, doch dann kommt das eine Mal, wo alles schief läuft und tödlich endet. Das haben ähnliche Fälle in der Vergangenheit mit anderen Raubkatzen bereits deutlich genug gezeigt.

Wie Jörn Ehlers, ein Sprecher von WWF, sagte, sind in Gefangenschaft lebende Tiger alle extrem verhaltensgestört. In freier Wildbahn könnten sie nicht mehr überleben. Derzeit wird die Zahl der noch frei lebenden Tiger auf 3.200 Tiere geschätzt, die als Einzelgänger große Gebiete nach Nahrung durchstreifen. Der Mensch gehöre dabei nicht zur Beute der Raubkatze.

Gefährliche Touristenattraktion

In manchen Tierparks und Touristenzentren Thailands gibt es Tiger, die dort nahezu frei am Weg liegen und mit denen man sich für ein paar Baht fotografieren lassen kann. 9.999 Mal mag das gut gehen – und dann kommt das eine Mal wo alles anders ist…

In der thailändischen Provinz Kanchanaburi gibt es das Wat Pa Luang Ta Bua, den sogenannten Tigertempel. Ursprünglich hatte dieser mal ein verwaistes Tigerbaby aufgenommen. Heute leben zahlreiche Tiger im Tempel, die teilweise auf dem Tempelgelände frei herumlaufen. Unter Aufsicht der Mönche zwar – aber was können die schon ausrichten, wenn der Ernstfall eintritt. Geistige Autorität und Worte sind dabei die einzigen Mittel der Mönche um die Tiger unter Kontrolle zu halten. Der Mönch Pisuthiyanno sagte dazu mit eindringlich warnender Stimme: „Man darf ihnen nie den Rücken zukehren. Ein Tiger bleibt ein Tiger, auch wenn er einem aus der Hand frisst. Er ist immer ein wildes Tier.“ (Zitat aus: „Kanchanaburi und die Brücke am Kwai“)

Bildnachweis:
  • Tiger sind gefährliche Raubtiere.: Dieter, Pixelio.de. (Redaktionelle Nutzung gem. den Pixelio-Bestimmungen.)

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Schlüsselwörter: Tiger | Kölner Zoo | Thailand | Tigertempel | Tempel der Tiger
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