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Sonstiges: Gesundheit

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegekassen

Rentenversicherung, Unfallversicherung und mehr…

Kein Geld verschenken!
Kein Geld verschenken!
Viele Menschen pflegen privat, zu Hause, einen kranken oder behinderten Angehörigen und wissen oft nicht, dass Sie dafür bares Geld und verschiedene Sonderleistungen bekommen können. So wird oft viel Geld verschenkt. Zuerst einmal muss bei der zuständigen Pflegekasse ein Antrag auf Pflegestufe gestellt werden, damit die Geld- und Sachleistungen überhaupt in Anspruch genommen werden können.

Die Pflegestufen und ihre Geldleistungen

Die Pflegestufen der Pflegeversicherung richten sich nach Pflegeaufwand und sind in drei Stufen unterteilt. Für Pflegestufe I ist der Pflegeaufwand sogar relativ gering. So sollten Sie in jedem Fall bei Ihrer Pflegeversicherung einen Antrag auf Feststellung der Pflegestufe stellen. Die Pflegeversicherung wird dann den Medizinischen Dienst beauftragen, der schnellstmöglich einen Mitarbeiter zu Ihnen schickt um die Pflegestufe festzustellen.

Wurde der Patient, der Pflegebedürftige, in Pflegestufe I eingestuft, so bekommen Sie 225 Euro monatliches Pflegegeld gezahlt. In Pflegestufe II wären dies 430 Euro und in Pflegestufe III sind dies 685 Euro. Ab dem 1.1.2013 gibt es in Pflegestufe I und II je 10 Euro und in Pflegestufe III 15 Euro im Monat mehr.

Wer Geld vom Job-Center erhält kann beruhigt sein. Das Pflegegeld bleibt außen vor und wird nicht abgezogen.

Die Rentenbeiträge zahlt die Pflegekasse

Personen, die nicht erwerbsmäßig jemanden pflegen sind in der Regel Angehörige der zu pflegenden Person. Häufig sind solche Pflegepersonen nicht berufstätig oder haben nur eine geringfügige Beschäftigung. Vorausgesetzt dass die Pflegeperson mindestens einen Pflegeinsatz von 14 Stunden in der Woche (durchschnittlich 2 Stunden am Tag) hat, zahlt die Pflegekasse der gesetzlichen Krankenversicherung Rentenbeiträge für die Pflegepersonen. Diese Beitragszahlung wird auch durch einen Erholungsurlaub der Pflegeperson nicht unterbrochen.

Dies ist an ein paar Bedingungen geknüpft. Wer bereits als Pflegeperson Rentner ist, also schon eine Rente bekommt und somit auch keine Beiträge mehr bezahlt, für den wird auch von der Pflegekasse nichts bezahlt. Sprechen Sie Ihre Pflegekasse an und stellen Sie einen Antrag auf Beitragszahlungen zur Rentenversicherung.

Solche Beiträge sind Pflichtbeiträge. Wer zuvor freiwillige Rentenbeiträge bezahlt hat, braucht diese nicht weiterzahlen, da dies auch gar nicht zulässig ist.

Automatische Unfallversicherung während der Pflege

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie während Ihrer Pflegetätigkeit automatisch gesetzlich unfallversichert sind. Dies ist auch nicht von einer Mindestpflegezeit abhängig. Auch bleiben Sie u. U. weiterhin in der Arbeitslosenversicherung versichert, deren Beiträge die Pflegekasse übernimmt.

Fallen Sie wegen Ihrer Pflegetätigkeit aus der gesetzlichen Krankenversicherung heraus, weil Sie beispielsweise dafür Ihren Job aufgegeben haben, können Sie sich eventuell über Ihren Ehepartner in der Familienversicherung mitversichern oder die Krankenversicherung auf freiwilliger Basis weiterführen. Sprechen Sie Ihre Krankenversicherung daraufhin an. Dort kann man Sie ausführlich beraten.

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Schlüsselwörter: Pflege | Pflegekasse | Pflegeversicherung | Pflegeperson | Rentenbeiträge
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