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Sonstiges: Gesundheit

Der Stoff aus dem die Krimis sind

Beziehungsgeflecht Oberstaatsanwalt und Uniklinik wirft Schatten auf unabhängige Justiz

Seit 2008 steht die Uniklinik Münster wieder gut da. Oberstaatsanwalt Schweer hat die Vorwürfe, die seitens einer Professorin der Uniklinik und deren Lebensgefährten geäussert wurden, schnell entkräftet.

Todesfälle "schicksalhaft" Von über 14 Todesfällen war die Rede seinerzeit, als der vermeintliche Skandal auch schon wieder vom Tisch war.

Oberstaatsanwalt Schweer konnte sich dank angeblicher fachlicher Gutachten von der Erfordernis eines Ermittlungsverfahrens befreien, denn die besagten Gutachten bestätigten ihm zweifelsfrei, dass nichts dran sei an den Vorwürfen von Ärztepfusch und Tötungsdelikten im Arztkittel an der ehrwürdigen staatlichen Uniklinik Münster. Allerdings wird nunmehr immer klarer, dass es nie ein den Erfordernissen entsprechendes Gutachten von unabhängigen Experten gab, sondern es gab lediglich eine Stellungnahme der sogenannten Kriankommission.

Es darf weiter gestorben werden

Schnell war das Ermittlungsverfahren wegen "erwiesener Unschuld" damals vom Tisch, und man konnte wieder weiteroperieren in Münster. Unbelastet und bar jeder Kritik. Man ging daran, nunmehr die "Nestbeschmutzerin" juristisch zu belangen, die Prozesse dauern bis heute an. Im Zuge dieser Verhandlungen wegen angeblichen Rufmordes gegen die Klinik gab es nun bereits zwei Gutachten http://medienchec...ww_20.html, welche die Aussagen jener Professorin, Dr. Sabine Däbritz, bestätigten. Mindestens bei zwei begutachteten Kindern seien Fehler passiert, die Todesfälle seien definitiv nicht schicksalhaft gewesen.

Schweer, Pfeiffer und Klinikdirektor Roeder - Triumvirat der Opferambulanz und gleichzeitig Kontrahenten im Klinikskandal

Soweit, so schlecht. Einen etwas makaberen Beigeschmack aber erhält die Affaire Schweer, wenn man sich die Protagonisten http://www.echo-m...node/48929, die ja eigentlich unabhängig sein sollten, mal genauer betrachtet: Ebenjene Gutachterin Pfeiffer, die für die Einstellung des Verfahrens von Devran Duman, einem weiteren Todesfall, der angezeigt wurde nach der Ära Däbritz, den massgeblich Ausschlag gab mit ihren Bewertungen, arbeitet für die Uniklinik Münster und auch in engster Zusammenarbeit, ( zusammen im Bild mit Oberstaatsanwalt Schweer), der stolz sein Projekt zusammen mit dem ärztlichen Direktor des UKM, Roeder, der Presse präsentiert.

Rechtsmedizin reicht helfende Hand

In dieser Situation reicht die seit gut einem Jahr tätige Ambulanz für Gewaltopfer am Institut der Rechtsmedizin, es ist eine von vier bundesweit, eine helfende Hand. Unbürokratisch und vertraulich. „Wer zu uns kommt“, so Prof. Heidi Pfeiffer, „bekommt nicht nur Rat, sondern auch eine objektive, gerichtsverwertbare Dokumentation, die wir zehn Jahre aufbewahren.“ Der Chefin des Instituts ist es auch als Frau ein persönliches Anliegen, die Ambulanz zu etablieren. Mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft Münster.

Inwieweit hier eine Interessenskollision vorgelegen haben mag, als Oberstaatsanwalt Schweer just gegen die Klinik ins Feld ziehen sollte, in welcher er sein Megaprojekt "Opferambulanz" realisieren wollte, darüber kann nur spekuliert werden. Hat die helfende Hand auch geholfen, das Verfahren gegen die Uniklinik vom Tisch zu bekommen? Wie unabhängig kann ein Gutachter sein, der zusammen mit der Klinik, gegen die er ein Gutachten verfassen soll, ein Grossprojekt betreibt? Wie objektiv kann ein Oberstaatsanwalt sein, dessen Interessen einer Opferambulanz unabdingbar mit der Klinik verquickt sind, gegen die er ermitteln soll? Fragen, die sich sicher auch die Angehörigen der Verstorbenen stellen werden, denen Schweer die Einstellung der Ermittlungen aufgrund "erwiesener Unschuld" mitgeteilt hat. Vielleicht wäre das ja mal ein guter Stoff für einen Krimi, den das Leben schrieb?

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Schlüsselwörter: Schweer | UK Münster | Däbritz | Heidi Pfeiffer | Skandal
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