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STADT OLDENBURG: Stadtbaurätin Nießen: Die Sorgen um Ihre Kinder sind uns egal.

Lassen Sie doch das Verwaltungsgericht entscheiden.

Die Sorgen um Ihre Kinder sind uns egal. Nicht anders kann man das jahrelange ignorante Verhalten der Stadtbaurätin des Dezernats 4 der Stadt Oldenburg und ihrer Mitarbeiter gegenüber Kindern und älteren Menschen bewerten.

Wenn die NWZ Oldenburg zum wiederholten Mal (19. April 2012) den naiven Versuch unternimmt, sich für die Sicherheit im Straßenverkehr von Kindern und älteren Menschen einzusetzen, dann ist dies respektabel. Es nützt aber nichts. In der Stadtverwaltung sitzen allen voran mit der Stadtbaurätin Menschen, die für den ungestörten öffentlichen Nahverkehr massiv die Verkehrssicherheit von Kindern und älteren Menschen aufs Spiel setzen.

Dabei sollte sich der Oldenburger Bürger nicht der Illusion hingeben, überhaupt bis zur Dezernentin Frau Nießen durchzudringen. Für den schlichten Bürger ist Frau Nießen nicht zu sprechen. Sie verlässt sich dabei lieber auf die qualifizierten Aussagen ihrer Mitarbeiter de Buhr und Malten. Und die lauten, Zitat: „Lassen Sie doch das Verwaltungsgericht entscheiden.“

Es sind nicht nur die von der NWZ in ihrem Artikel vom 19. April 2012 angemahnten kurzen Überquerungszeiten bei den Fußgängerampeln, die besonders Kinder und ältere Menschen irritieren, es sind vor allem die von den Bussen im öffentlichen Nahverkehr gesteuerten Fußgängerampeln, die dafür sorgen, dass Eltern ihre Kinder nicht allein verantwortlich zur Schule fahren lassen können.

Wenn man es den Mitarbeitern des Dezernats 4 zumuten darf, sich einmal beispielhaft morgens gegen 7.30 Uhr zu den Gefahrenpunkten der Fußgängerampeln: Am Schlossgarten/Gartenstraße oder Überquerung Hauptstraße/Feststraße zu begeben, so könnten sie feststellen, welchen Gefahren die jungen Grundschüler ausgesetzt sind, weil erwachsenere „Kinder“ und Erwachsene die Fußgängerampel missachten. Sie tun dies nicht (nur) mutwillig, sondern weil sie nicht einschätzen können, ob die Ampel überhaupt noch funktioniert. Von 5 Sekunden Wartezeit bis zu 2 Minuten nach dem Drücken der Fußgängerampel ist alles im Angebot. Kein Bus soll vor einer Fußgängerampel warten müssen. Der Bus hat absoluten Vorrang. Schließlich ist es den Fahrgästen im Bus nicht zuzumuten, zum Wohl der Kinder ein paar Sekunden zu warten.

Wenn dann - wie vor einigen Monaten - an der Einmündung zur Hundsmühler Straße eine Frau totgefahren wird – Pech gehabt. Auch damals hatte man schon vor dem tödlichen Unfall auf diese Gefahrenstelle hingewiesen. Gelernt hat Frau Nießen daraus nichts. Schließlich muss man sich von dem schlichten Bürger doch nicht eine sichere Verkehrsregelung erklären lassen.

Für die Fußgängerampel Überquerung Hauptstraße in Höhe der Feststraße zur Hermann-Ehlers-Grundschule hat sich das Oldenburger Bauamt zusammen mit der Verkehrsplanung noch ein besonderes Bonbon ausgedacht. Wie macht man eine Fußgängerampel noch unsicherer? Stimmt! Einfach direkt neben der Fußgängerampel noch eine Parkbucht einrichten, damit man den quer kreuzenden Verkehr auf dem Fahrradweg nicht einsehen kann. Wenn die Grundschulkinder in Kenntnis der Tatsache, dass hier Busfahrer für das GRÜN der Ampelsteuerung zuständig sind trotzdem brav gewartet haben und dann im Sekundentempo wie von der NWZ beschrieben die Hauptstraße überqueren, sie diesen Teil also schadlos überstanden haben, sollte es ihnen gelingen, wenigstens dann mit den z.T. mit sehr hohem Tempo heranbrausenden Fahrradfahrern zusammenzustoßen. Die Chancen dafür stehen gut – besonders in den dunklen Jahreszeiten. Ich selbst habe nicht nur in den dunklen Wintermonaten nur durch lautes Schreien die Kinder vor den quer heranbrausenden Fahrradfahrern warnen können. Erwachsene können durch ihre Größe schon eher über parkende Auto hinwegsehen. Kinder haben keine Chance.

Auch hier sehen die Verantwortlichen des Dezernats 4 keinen Sinn in einer zusätzlichen Ampel und einem weißen Haltestrich für den Fahrradweg. Ampel und weiße Haltelinie würden die Fahrradfahrer sowieso nicht beachten. Mit diesem überzeugenden Argument sollte die Dezernentin vielleicht die Verkehrsregelung durch Ampeln in Oldenburg völlig aufgeben. So könnte die Stadt viel Geld sparen.

Was nützen Helmpflicht, Verkehrsunterricht an Schulen, Appelle der Eltern und Erzieher, wenn die Verantwortlichen der Stadt Oldenburg Rahmenbedingungen schaffen, die kontraproduktiv sind. Der öffentliche Nahverkehr wird bestimmt nicht durch ein paar Sekunden Wartezeit an Fußgängerampeln Schaden nehmen, er nimmt Schaden, wenn Busfahrer behinderte Fahrgäste stehen lassen, weil sie kein passenden Kleingeld haben, wenn die Busintervalle zu lang sind und der Fahrpreis zu hoch.

"Ich möchte Spuren hinterlassen," hat die Dezernentin Nießen noch jüngst in einem Interview gegenüber der NWZ gesagt. Man kann nur hoffen, dass es sich dabei nicht um verunglückte Kinder handelt, die Opfer der ignoranten Haltung und Eitelkeit dieser Dezernentin geworden sind.

Wer so mit dem Leben von Kindern und älteren Menschen spielt, hat das Vertrauen der Bürger verloren. Dabei ist es nicht unser durch die Verfassung geschütztes Rechtssystem, das unzureichend ist. Es sind Menschen, die ihre ihnen von Wählern anvertraute Amtsmacht missbrauchen und sich ignorant und kalt über die berechtigten Sorgen – hier von Eltern für ihre Kinder – mit ihrer Amtsmacht hinwegsetzen.

Kein Wunder, dass die Piraten kommen.

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Schlüsselwörter: Stadt | Oldenburg | Stadtbaurätin | Nießen
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