Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Sonstiges: Verschiedenes

Lebensmittel im Überfluss - Deutschland eine Wegwerfgesellschaft?

Mindesthaltbarkeitsdatum - eine feste Größe oder ein Angstmacher?

Garantiert noch genießbar!
Garantiert noch genießbar!
In letzter Zeit wird uns deutschen Bürgern immer häufiger vorgeworfen, wir würden wertvolle Lebensmittel einfach vergeuden, indem wir sie viel zu früh auf den Müll oder den Komposthaufen werfen.

Gegeninitiativen oder wahre Hilfe?

Und immer mehr Initiativen schießen wie Pilze aus dem Boden, in welchen selbst nicht davor Scheu getragen wird, auf Abfallplätzen vor Supermärkten bereits entsorgte Lebensmittel zu sammeln, um sie wieder aufzubereiten, oder an privaten Haustüren Eintritt zu erbitten, um zu beweisen, dass die dort vorhandenen angewelkten Salatköpfe noch verwertbar wären.

Entscheidungshilfe oder Entmündigung?

Geht das nicht etwas zu weit? Dürfen wir nicht selber darüber entscheiden, das von uns Gekaufte so zu essen, zu verwerten, zuzubereiten, wie es uns genehm ist? Bin ich jetzt schon ein Verbrecher, weil ich ein Stück des zu trockenen Brötchens oder Brotes dem Abfall zuführe? Hat nicht jeder von uns das Recht und vielleicht auch die Pflicht gegenüber unseren Familienmitgliedern darauf, dass wir auf ein - vom Gesetzgeber vorgegebenes - Mindesthaltbarkeitsdatum achten, um uns und unsere Familie vor eventuellen Gesundheitsschädigungen zu bewahren?

Fazit ???

Sind wir Deutschen wirklich schon so "überfressen" und "übersättigt", dass wir es uns leisten können, noch genießbare Lebensmittel (bzw. halbwegs genießbare) gedankenlos wegzuwerfen?

Fragwürdigkeit !

Sie sehen, dass die Fragenkette schier kein Ende nehmen wird - immer wieder findet man Hinweise und Ratschläge hinsichtlich der Glaubwürdigkeit an ein sogenanntes Mindesthaltbarkeitsdatum.

Da darf der Joghurt ruhig noch solange verzehrt werden wie sich keine Beule auf dem Deckel bildet, Schnittkäse darf großzügig vom Schimmel befreit werden, welke Salatblätter legt man eine Zeitlang in kaltes Wasser, dann sind sie wieder okay. Andererseits sollte man Brot bei Schimmelbefall sofort wegwerfen, Marmeladen und Konfitüren und andere Brotbeläge werden unterschiedlich eingestuft - der Eine meint, dass es genügt, die obere Schicht zu entfernen, der Andere sagt, sofort weg damit.

Und nun?

Ja, woran sollen wir Verbraucher nun erkennen, was wirklich gesund ist?

Früher hat man an sauer riechender Milch erkannt, dass sie schlecht war, heute haben unsere Lebensmittel so viele chemische oder künstliche Zusätze, dass man nicht einmal an seinem normalen "Riecher" erkennen kann, ob der Quark noch genießbar ist oder eben nicht.

Vor kurzem hatte die Stiftung Warentest außerdem festgestellt, dass sich in fast jeder Sorte von grünem Tee Pestizide befinden; das ist schockierend, weil grüner Tee immer als gesundheitsfördernd publiziert wurde. Hier ist es natürlich vorstellbar, dass auch ohne ein Mindesthaltbarkeitsdatum Vorräte aus den Schränken verbannt wurden.

Natürlich kann man es mit dem Entsorgen übertreiben; trotzdem sollte immer die Gesundheit im Vordergrund stehen und deshalb lieber ein Glas Milch eher im Abfluss landen als ein Mensch krank an überlagerten Lebensmitteln wird.

Bildnachweis:

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Lebensmittel | Überfluss | Wegwerfgesellschaft | Angst | Mindesthaltbarkeit
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.07 Sekunden
40,545,787 eindeutige Besuche