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Sommerzeit in Europa

32 Jahre Sommerzeit und immer noch ein Problem

Zeitumstellung
Zeitumstellung
Am heutigem Montag den 26.03.2012 dürften wieder viele Menschen in Deutschland und weiten Teilen Europas zu spät zur Arbeit kommen und wichtige Termine verpassen. Schuld daran ist die alljährliche Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit. Es ist schon erstaunlich wie viele Menschen es nach 32 Jahren immer noch nicht verstanden haben, wie und wann die Uhren umgestellt werden.

Historie

1977 wurde in der europäischen Union die Umstellung auf Sommer und Winterzeit beschlossen. Die BRD beschloss die Einführung 1978, welche 1980 erstmalig erfolgte. Hintergrund war damals eine Energieeinsparungsabsicht, durch die bessere Ausnutzung des Tageslichtes. Aus heutiger Sicht und mit den Erfahrungen aus 35 Jahren Zeitumstellung, ist das Ziel der Energieeinsparung nicht erreicht worden. Bestätigt wird das auch im Jahr 2005 durch die Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. Deutschland wird aber, laut Aussage der Bundesregierung, so lange an der Zeitumstellung festhalten, bis die Mitgliedsstaaten der EU diese gemeinsam abschaffen würden.

Für Deutschland war es aber nicht die erste Zeitumstellung. Erstmalig erfolgte eine Umstellung der Zeit auf Sommerzeit im Jahr 1916. Am 30. April wurden damals die Uhren um 23.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Die Rückstellung auf Normalzeit erfolgte am 1. Oktober 1916 1.00 Uhr.

Vor- und Nachteile

Wie schon erwähnt, ist eine Energieeinsparung mit der Zeitumstellung nicht zu erreichen. Positiv empfinden aber viele Menschen die Verschiebung der Tageslichtphase. Die Sommerabende sind länger hell und so können viele Freizeitaktivitäten, zu später Stunde unter Tageslicht und bei angenehmen Temperaturen stattfinden.

Viele Menschen leiden aber erheblich unter der Anpassung an den neuen Tagesrhythmus und brauchen mehrere Tage, um sich an diesen zu gewöhnen. Besonders Menschen mit Schlafstörungen leiden unter der Zeitumstellung. Auch Nutztiere wie Kühe leiden unter der Umstellung. Milchkühe brauchen in etwa 2 Wochen, um sich an die neuen Melkzeiten zu gewöhnen. Viele Landwirte verteilen deshalb die Zeitumstellung auf mehrere Tage.

Einfach zu merken

Da viele Menschen immer noch nicht verstanden haben, wann und wie die Zeitumstellungen funktionieren, hier ein kleiner Tipp. Die Sommerzeit wird immer am letzten Wochenende des Monats März eingeführt. Die Umstellung auf die Normalzeit, umgangssprachlich Winterzeit genannt, erfolgt im letzten Wochenende des Oktobers.

Um nicht zu vergessen wann nun die Zeit eine Stunde vor und eine Stunde zurückgestellt wird, hilft eine kleine Eselsbrücke. Steigen die Temperaturen an und gehen vom Minus ins Plus, was ja erfahrungsgemäß im Frühjahr immer der Fall ist, werden die Uhren um plus eine Stunde vorgestellt. Fallen die Temperaturen vom Plus Richtung Minus, werden die Uhren minus eine Stunde zurückgestellt.

Beherzigt man diese Tipps kommt man am Montag nach der Zeitumstellung weder zu spät noch zu früh zur Arbeit. Und für die ganz faulen Menschen unter uns, gibt es ja noch die Funkuhren, diese stellen sich vollautomatisch auf die jeweils richtige Zeit um.

Bildnachweis:
  • Zeitumstellung: flickr.com (TK_Presse unter CC Lizenz)

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Schlüsselwörter: Sommerzeit | Winterzeit | Zeitumstellung | Normalzeit | Energieeinsparung
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Kommentare

kommt123
am 26.03.2012 21:50:18 (85.179.234.xxx) Link Kommentar melden
Völliger Schwachsinn, mit dem der Staat mal wieder unseren Biorhythmus durcheinander bringt.

Der Sinn erschließt sich mir leider nicht. Und vielen anderen aus der Bevölkerung sicher auch nicht.

Dich die EU-Kommision, Regierungen und Parlamente sehen an der Abschaffung wohl keinen Handlungsbedarf, weil sie sich die Entscheidung, des Für und Widers gegenseitig zuspielen. Eine Art Ping-Pong Spiel...

Angry
OZ24
am 27.03.2012 08:28:51 (87.158.38.xxx) Link Kommentar melden
Prinzipiell finde ich die länger hellen Sommerabende schon als sehr angenehm. Doch könnte man das auch anders regeln. Zum Beispiel in Russland wurde die Sommerzeit ganzjährig eingeführt. Eine Regelung über die man mal nachdenken sollte.
Nibler
am 28.03.2012 12:48:09 (213.71.131.xxx) Link Kommentar melden
Also mein "Biorhytmus" verdreht sich ab und an wenn ich mir nen Bierchen gönne aber sicher nicht weils draussen ne Std länger dunkel bzw Abends länger hell ist.

Allein Schichtarbeiter würden ja sonst nen Schlag bekommen .. das ist alles eine Einstellungssache bzw. liegt es an der Art der Sichtweise .... wenn man sich darüber aufregen will dann störts natürlich auch den "Biorhythmus".

Sonst könnte ich ja am Wochenende nie länger schlafen oder in der Woche abends nie früher einschlafen.

Ich find es super wie es ist ... im Sommer abends schön lange Hell und im Winter wenns muckelig werden soll schön schnell dunkel Wink

In diesem Sinne schönen Tag und langen Abend noch Wink
OZ24
am 28.03.2012 17:44:00 (87.158.38.xxx) Link Kommentar melden
im Winter wenns muckelig werden soll schön schnell dunkel Smile


Findet Maunzi bestimmt auch toll Grin
kommt123
am 29.03.2012 09:11:11 (92.231.125.xxx) Link Kommentar melden
Also mein "Biorhytmus" verdreht sich ab und an wenn ich mir nen Bierchen gönne


Das hat ja anscheinend auch nichts mit einem Biorhythmus gemeinsam, oder?

LOL
Zeljko Jelic
am 06.04.2012 09:47:37 (67.221.255.xxx) Link Kommentar melden
Die Menschen sind unterschiedlich, den einen stört es, den anderen nicht. Unsinn bleibt das ganze Theater trotzdem. Wer es abends länger hell haben will, kann ja seine Arbeitszeit verschieben, die meisten haben doch Gleitzeit.

Die Befürworter der "Sommerzeit" kommen immer mit denselben Scheinargumenten, es wird langweilig.
Peter Maier
am 20.04.2012 21:20:14 (93.219.170.xxx) Link Kommentar melden
Hallo OZ24 - da schließ ich mich bedingungslos an - diese tollen langen hellen Abendstunden lassen uns viel Zeit für das "Draußen" - und in diesem Jahr ist der Frühling so herrlich mild, dass man ihn einfach doppelt genießen muss.

Diese ganze stumpfsinnige Diskussion über die Sommerzeit hat eh kein Ende - irgendwann gewöhnt sich der Mensch halt an ALLES Cool

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