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Australian Open 2012: Azarenka erstmals Grand-Slam-Siegerin

Victoria Azarenka schlägt Maria Sharapova in einem einseitigen Finale in Melbourne mit 6:3 und 6:0.

Victoria Azarenka
Victoria Azarenka
11:04 Uhr MEZ am Samstag in der Rod Laver Arena – Victoria Azarenka hat ihren ersten Matchball verwandelt und nach nur 82 Minuten deutlich über Maria Sharapova triumphiert. Damit krönte die Weißrussin zwei fantastische Wochen in Down Under mit ihrem bisher größten Karriere-Erfolg. Zudem grüßt die 22-Jährige ab Montag von der Spitze der Damen-Weltrangliste. Die bisherige Nummer 1, Caroline Wozniacki, wird hinter Maria Sharapova nur noch auf Position 3 geführt werden.

Australian Open: Azarenka dominant

Die Leistung der nun einmaligen Grand-Slam-Siegerin im Endspiel war bemerkenswert. Völlig routiniert agierte sie in ihrem ersten Major-Finale. Nur zu Beginn hatte Sharapova gewisse Vorteile. Doch nach dem 2:0 der Russin im ersten Durchgang gewann Azarenka mehr und mehr Oberwasser und schnappte sich über alle Maßen verdient den Titel auf dem fünften Kontinent. Die Zahlen belegen eine kaum ausgeglichene Partie, in der weder eine am Ende mit vollem Risiko operierende Sharapova noch der Gedanke an den totalen Triumph die eindeutig bessere Spielerin noch vom rechten Weg abbrachten. Exakt zweieinhalb mal so viele unforced errors wie ihre Rivalin produzierte der frühere Wimbledon-Champion, der sich im Halbfinale für die letztjährige Niederlage gegen Petra Kvitova im All England Lawn Tennis and Croquet Club revanchiert und die Tschechin aus dem Wettbewerb befördert hatte. Damit ist das ursächliche Kriterium für den Ausgang des Matchs genannt.

Finale in Melbourne: Sharapova findet kein Mittel

Doch den Erfolg Azarenkas ausschließlich auf die Fehlerquote Sharapovas zurückzuführen, wäre schlicht falsch. Denn die Weißrussin ging das Tempo ihrer Konkurrentin mühelos mit. Nach dem 0:2 im ersten Satz übernahm sie das Kommando und diktierte mehr und mehr die Partie. Nach dem 3:3 gewährte sie Sharapova keinen einzigen Spielgewinn mehr und ließ sich auch bei hoher Führung nicht mehr aus der Ruhe bringen. Im Stil einer würdigen Titelträgerin haderte sie nicht mit einer Fehlentscheidung kurz vor Ende des Duells. Bei 4:0 im zweiten Durchgang, einem Zeitpunkt, zu dem das Matchs durchaus noch hätte kippen können, verhinderte eine Fehlentscheidung einen sicheren Punktgewinn Azarenkas. Die Challenge gab ihr Recht. Da Sharapova den Ball längst vor dem Ruf des Linienrichters ins Netz gespielt hatte, hätte ihr der Punkt zugesprochen werden müssen – wurde er allerdings nicht. Die neue Weltranglisten-Erste nahm dies zwar irritiert zur Kenntnis, gab die Antwort aber auf dem Court und schaffte das Break zum 5:0. Sharapova suchte nun ihr Heil in der Flucht nach vorn und returnierte mit hohem Risiko. Dieser Schachzug ging jedoch nur bedingt auf. Immerhin erreichte sie das 30:30, worauf ein unerreichbarer Netzball ihr noch einmal eine Breakchance bescherte, nach dessen Abwehr Azarenka die fehlenden zwei Punkte aber machte und zunächst fassungslos in die Leere starrte. Der Sieg stand unwiderruflich fest. Das Damen-Tennis ist in der Weltspitze spürbar zusammengerückt. Während bei den Herren derzeit wohl nur zwei Akteure für einen Major-Titel in Frage kommen, ist die Leistungsdichte hier sichtlich höher. Die Tennis-Fans rund um den Globus dürfen sich auf eine ausgeglichene, spannende Saison 2012 freuen, in der vielleicht auch die DTB-Damen weiter an Stärke gewinnen.

Australian Open 2012: Alle Ergebnisse der Damen-Einzelkonkurrenz

Zu weiteren Informationen rund um das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres gelangen Sie hier.

Bildnachweis:
  • Victoria Azarenka: http://www.flickr.com/photos/markhowardphotography/5681710815/sizes/z/in/photostream/ (Mark Howard Photography)

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Schlüsselwörter: Australian Open 2012 | Damen-Finale | Maria Sharapova | Victoria Azarenka | Rod Laver Arena

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Kommentare

Peter Maier
am 01.02.2012 19:18:27 (93.219.171.xxx) Link Kommentar melden
Maria Sharapova ist einfach zu hektisch und zu unkonzentriert und kann damit ihr Leistungsvermögen nicht ausschöpfen. Außerdem ärgert sie sich viel zu oft über sich selbst und macht dadurch noch mehr vermeidbare Fehler. Eigentlich schade, aber die Bessere hat wieder einmal verdient gewonnen!

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