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Internet: Rund ums InternetWill Ebay den PayPal-Zwang einführen?
Das Ebay Änderungen auf seinem Marktplatz einführen will, was das Handeln bei Ebay betrifft, ist schon lange in der Diskussion der Mitglieder. Nun wird es ernst. Ab Ende Mai gelten neue Bestimmungen für das Handeln bei Ebay. Aber wird der „Ebay-Marktplatz“ dadurch wirklich sicherer?
Am 28. April überraschte Ebay seine Mitglieder nicht wirklich mit der Info-Mail über die neuen Richtlinien. Schließlich war es ja schon seit Monaten angekündigt und in den Foren und Blogs auf Ebay heiß diskutiert worden. Nun ist es also soweit und die neuen Anforderungen, die Ebay vor allem an seine Verkäufer unter den Mitgliedern stellt, werden in den nächsten Monaten erhöht und schrittweise eingeführt. Das Ganze soll in erster Linie der Sicherheit der Käufer dienen und das Vertrauen der Käufer in die Verkäufer verstärken.
Bereits vor einigen Monaten hatte Ebay die so genannten „detaillierten Verkäuferbewertungen“ eingeführt. Damit können die Käufer den Verkäufer in folgenden Punkten detaillierter Beschreiben: 1. „Artikel wie beschrieben“, 2. „Kommunikation“, 3. „Versandzeit“ und 4. „Versand- und Verpackungskosten“. Top wäre es für den Verkäufer, wenn er eine Bewertung von 5 (Sternen) in allen Kategorien bekäme. Doch das ist illusorisch, denn es gibt immer wieder ein paar Nörgler, die irgendetwas auszusetzen haben, obwohl es eigentlich gar nichts auszusetzen gäbe. Das soll jetzt nicht heißen, dass es bei Ebay keine schwarzen Schafe unter den Verkäufern gibt. Die gibt es genauso wie unter den Käufern die so genannten Spaßbieter, die bieten, einen Artikel ersteigern und dann nie bezahlen und auf Anfragen und Mahnungen nicht reagieren.
Wer in Zukunft als Verkäufer bei den detaillierten Bewertungen von 5 nicht mindestens einen Schnitt von 3,5 (ab Ende Mai sogar 3,9) erhält, muss mit Konsequenzen seitens Ebay rechnen. Die erste „Maßnahme“ ist dann der Ebay-Zwang, dass dieser Verkäufer das stark umstrittene PayPal-Zahlungssystem (vgl.: „Immer mehr Ebay-Käufer mit PayPal unzufrieden“ - http://www.online...rticle/438) anbieten muss! Dabei springen doch immer mehr Käufer von diesem System ab. Für die Verkäufer wird das Verkaufen bei Ebay dann noch teurer, denn sie müssen dann auch noch Gebühren dafür bezahlen. - Zusätzlich zu den Einstellgebühren und Provisionen, die Ebay ohnehin kassiert.
Daran ändert auch die Einführung Ebays von so genannten „Volksauktionen“ nichts, die seit Kurzem ohne Einstellgebühren eingestellt werden können, wenn es sich bei dem Verkauf um eine Auktion mit einem Startpreis von 1,00 Euro handelt. Provision wird aber auch hierbei abkassiert. Artikel für 1,00 Euro Startpreis sind meist Ladenhüter und Ramsch, den eh keiner haben will. Und wer will als Verkäufer hochwertiger Produkte schon das Risiko eingehen, den Artikel für 1,00 Euro zu verramschen?
Natürlich haben die Neuigkeiten, die Ebay jetzt einführt, auch Vorteile. Aber es steht zu befürchten, dass die Nachteile deutlich überwiegen. Und damit könnte sich Ebay selbst schaden, denn bereits jetzt werden erste Stimmen laut, die von Ebay zu anderen Online-Auktionshäusern wechseln wollen. Haushoher Favorit ist da Hood.de, wo weder Einstellgebühren noch Verkaufsprovisionen bezahlt werden müssen.
- Immer mehr Ebay-Käufer mit PayPal unzufrieden
- Ebay-Kritiken – Auf ein Neues
- Der neueste Ebay-Streich: Abschaffung privater Shops
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Kommentare
Warum gibt es keine guten Alternativen? Das wäre jetzt der richtige Zeitpunkt ebay mal von ihrem hohen Roß runter zu holen und seriös mit seinen Mitgliedern umzugehen.Die meisten erkennen ja die Masche von ebay nicht.
Spätestens wenn der Aktienkurs rutschen würde , kämen vieleicht doch ein paar Fragen.
Hoffentlich durchschauen viele das unseriöse Spiel von ebay.
Pluspunkt: Zumindest vorerst fallen keinerlei Gebühren (weder Einstellgebühren noch Verkaufsprovision) an.
Nun, in der Vergangenheit habe ich mehrmals einen Artikel nach Großbritannien verkauft und auch einmal nach Australien - auch ohne PayPal und ohne Probleme! Nun muß ich auf Käufer aus diesen Ländern verzichten, denn PayPal? Ohne mich!
Und der nächste Ebay-Hammer: Inzwischen schreibt Ebay (für vorerst 31 Angebots-Kategorien) auch die Obergrenze Versandkosten vor. Hab ich einen Artikel zum Startpreis von 1 Euro eingestellt und gibt es nur ein Gebot, so darf ich unter Umständen diesem Artikel unabhängig von Gewicht und Größe für (z. B.) 6 Euro Versandkosten versenden. Muss ich aber als Postpaket schicken, kostet dies schon 6,90 Euro (mindestens) an Postgebühr (ohne Verpackung). Bleiben 10 Cent über. Da ist die Ebay-Verkaufsprovision schon höher und bei dem Überweisungseingang kassiert die Bank vielleicht auch noch ein paar Cent Buchungsgebühr...
Nein, Ebay, so gehts nicht. Ihr schaufelt Euch so langsam Euer eigenes Grab. Die Zeiten Ebays sind wohl bald vorbei - zumindest als Marktführer...
- Gelöscht von OZ24 am 09.10.2010 11:19:51.



