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Frauenmuseum kapituliert: Die Feinsliebchen ?

Neujahrskonzert: Berliner Feinsliebchen spielen im Frauenmuseum

Die Feinsliebchen
Die Feinsliebchen
Auftakt zum 200. Jubiläums des Düsseldorfer Künstlerinnen e.V. ?

Öffentliche Gelder für das Frauenmuseum gestrichen, Gabriele Münter Preis in Gefahr: Ist das Frauenmuseum auf dem Weg zum anerkannten Museum in NRW zu werden oder kurz vor der Schließung?

Ausstellungsverlängerung Semper Verde

Im Rahmen der Ausstellung „Semper Verde“ des Düsseldorfer Künstlerinnen e.V., wurde am Sonntag, dem 22. Januar zu Konzert und Lesung in das Frauenmuseum Bonn geladen. Das Interesse der BesucherInnen des Museums an den drei derzeitigen Ausstellungen, Semper Verde, Schuhe aus Palästina und Die Spinner-Frauen ist so groß, dass sie bis zum 12.02. verlängert wurden. Nachdem im vorigen Jahr Veranstaltungen anlässlich des 100. Jubiläums der langgeübtesten Frauenkunstvereinigung Deutschlands in Kaarst, Hilden, Düsseldorf und abschließend Bonn durchgeführt wurden, bat die Direktorin des Museums, Marianne Pitzen, nunmehr zum klassischen Konzert – etwas, was in den 30 Jahren seines Bestehens noch nicht zur Tradition herausgebildet ist.

Neujahrskonzert

Das bekannte Berliner Vokalensemble „Die Feinsliebchen“ spielten um 16 Uhr auf und gaben Stücke von Dvorak, Tschaikowski, Faure, Reger, Brahms, Saint-Saens und der Düsseldorfer Schumann war selbstverständlich mit dabei. Der Düsseldorfer Künstlerinnen e.V. ist zwar eine Vereinigung von bildenden Künstlerinnen aller Sparten, aber „unsere Mitglieder waren zu allen Zeiten“, sagt Rose Köster, die 1.Vorsitzende, die den Verein arbeitsintensiv und erfolgreich in und durch das Jahr geführt hat, „mit dem gesamten Spektrum der Kultur in der Region verbunden und einige ebenso als Dichterinnen und bekannte Illustratorinnen, wie Schriftstellerinnen, so Carla Lehr, Sigrid Wachenfeld oder Ursula Arndt.“

Konzert mit Dichtung

Die Feinsliebchen reicherten ihren musikalischen Vortrag deshalb mit nachdenklicher bis hintersinnig-bissiger Lyrik aus den Federn von 5 aktuellen Mitgliedern des Vereins an: Marlies Blauth, Elisabeth Buchloh, Ina-Maria von Ettingshausen, Karin Flörsheim und Prof. Gepa Klingmüller. Aus persönlicher Verbundenheit zur Vorsitzenden des Vereins, entsprach das Berliner Ensemble gern der Bitte um einen Auftritt im Rahmen der Semper Verde Ausstellung. Ein Teil des Programms wurde bereits zur Festlichen Matinee des Düsseldorfer Künstlerinnen e.V. im Goethe Museum in Düsseldorf im vorigen Oktober geboten. Ihr Auftritt wurde freudig und teilweise mit Rührung und großer Zufriedenheit aufgenommen, so dass nunmehr ein erweitertes Programm vorgestellt werden konnte. Die etwa 90 BesucherInnen kamen denn auch vollständig auf ihre Kosten und Die Feinsliebchen musste 2 Zugaben spielen und so manche Träne und einiges Schmunzeln ließ den Beifall auch dann noch nicht abebben.

Die Feinsliebchen

Das Ensemble „Die Feinsliebchen“ entstand 2005, als Gesine Novakowskis und Wiebke Kretzschmars gemeinsamer Wunsch, unbefangen Volkslieder und Duette zu musizieren, vom Pianisten Ilja Köster erhört wurde. Mittlerweile widmen sie sich in verschiedenen Konzertprogrammen sowohl der klassischen Duettliteratur von z.B. Brahms, Schumann und Mendelssohn als auch weniger bekannten Werken für diese Besetzung von u.a. Britten, Ibert oder Gade. Gesine Novakowski (Sopran) studierte Gesang und Musiktheater an der UDK Berlin, ist seit 2009 Mitglied des Rundfunkorchesters Berlin und arbeitet darüber hinaus frei als Solistin und mit diversen Ensembles. Wiebke Kretzschmar (Alt) hat in Dresden klassischen Gesang studiert und lebt nun freischaffend in Berlin. Sie ist mit verschiedenen Ensembles im Konzertbereich tätig und singt in Opernprojekten. Ilja Köster (Klavier) ist neben seiner klassisch-pianistischen Tätigkeit als Komponist und Studiomusiker tätig.

Beachtliche Leistung der 1.Vorsitzenden

Die Planung und Vorbereitung der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr nahm mehrere Jahre in Anspruch und nachdem es diese Zeit über etwas unauffälliger um den Düsseldorfer Künstlerinnen e.V. zuging, war „2011 eindrucksvoll zu erleben, dass die kleine Vorbereitungs-Crew um Rose Köster Ansprechendes auf die Beine gestellt und der Verein einiges aufzubieten hat“, wie aus Besucherkreisen zur Vernissage im Dezember zu hören war.

Das Frauenmuseum

Zur Ausgangsfrage: Das Frauenmuseum ist einmal mehr der Ort, an dem in fokussierter Form seinen Platz findet, was häufig genug bestenfalls in der Beliebkeit des Tagesgeschmacks ein Aufleuchten erlebte und gar zu oft nicht im richtigen Licht gesehen wird.

Termine: 05.02. Öffentliche Führung, Frau Roschanzamir, 15 Uhr, Eintritt 4,50 € Finissage mit Fluxus-Aktion von Daniela Flörsheim, Sonntag, den 12.02. ab 15 Uhr

Ort: Frauenmuseum Bonn Öffnungszeiten: Di – Sa 14 – 18 Uhr So 11 – 18 Urh Im Krausfeld 10, 53111 Bonn, Tel: 0228-691344, mail: info@frauenmuseum.de Eintrittspreise: Für EinzelbesucherInnen: normal 4,50 € / ermäßigt 3,00 € Für Gruppen ab 5 Personen: 3,00 € bzw. 2,30 € für Schüler, Studenten

Bildnachweis:
  • Die Feinsliebchen: (c) Woköck

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Schlüsselwörter: Frauenmuseum | DüsseldorferKünstlerinnen | Feinsliebchen | Konzert | Ausstellung
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