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Lokales: Sonstiges

Sinnvolles Recycling oder grüne Geschäftemacherei?

Was ist Leichtabfall und gehört in die gelbe Tonne und was nicht?

Der grüne Punkt?
Der grüne Punkt?
Anfang des Jahres wurde in Halver die „Abfallinformation 2012“ an alle Haushalte im Stadtgebiet verteilt. Eine 26seitige A5-Broschüre, in der die Bürgerinnen und Bürger der Stadt darüber informiert wurden, wie sie sich bei der Abfallbeseitigung zu verhalten haben. Natürlich abgestimmt auf die Vielzahl bunter Mülltonnen des heimischen Entsorgungsunternehmens.

Wo ist er denn – der grüne Punkt?

Prinzipiell hat sich an Halvers Müllsystem seit etlichen Jahren nichts geändert. Zumindest was die Art des Mülls und die dazugehörige farblich ausgelegte Mülltonne betrifft. Somit war der Druck der Broschüre weggeschmissenes Geld in der ohnehin leeren städtischen Haushaltskasse wurde bereits kurz nach Erscheinen gemunkelt.

Allerdings ist die Auslegung der einzelnen Müllarten doch schon einmal etwas abweichend. Besonders auffällig ist dies beim sogenannten „grünen Punkt“. Der ist zwar eigentlich gar kein Punkt sondern ein Symbol, bestehend aus einem kreisförmig verlaufenden Pfeil in einem Kreis, der in den allermeisten Fällen nicht einmal grün ist.

Immer wieder eine neue Auslegung

Glas mit dem „grünen Punkt“ gehört nicht in die „gelbe Tonne“ sondern in den Altglas-Container und Papier mit dem „grünen Punkt“ gehört in die grüne Papiertonne. Und genauso ist es schon immer gewesen. Doch was gehört jetzt eigentlich zu den sogenannten „Leichtverpackungen“ (früher) bzw. „Verkaufsverpackungen“ (heute), die dann tatsächlich zum Recycling in die gelbe Tonne kommen?

Während in den Glascontainer alles sogenannte Hohlglas (Flaschen, Gläser) und in den Papiercontainer alles normale Papier (auch Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte) kommt, egal ob „grüner Punkt“ oder nicht, darf inzwischen (zumindest gemäß Abfallinfo der Stadt Halver) in Halver in die gelbe Tonne nur noch was einen „grünen Punkt“ oder „andere Lizenzzeichen“ hat.

Abgesehen davon dass hier nicht erklärt wird um was für Zeichen es sich handelt, ist der Ottonormalverbraucher bei einer Fülle von Zeichen schlicht überfordert diese richtig zuzuordnen.

Das Geschäft mit dem „grünen Punkt“

Am Recycling wird anständig Geld verdient. Und das gleich zweimal. Alle Hersteller irgendwelcher Waren, die für ihre Verpackungen den „grünen Punkt“ bekommen wollen, müssen dafür bezahlen. Das macht wiederum die Ware teurer! Zudem: (Fast) alles kann, wenn es bezahlt wird, den „grünen Punkt“ bekommen. Das recycelte Produkt wird dann als Rohstoff wieder teuer verkauft.

Der „grüne Punkt“ begegnet uns heute fast überall und ist insbesondere auch bei Lebensmittelprodukten stark vertreten. Doch Wurstverpackung ist nicht gleich Wurstverpackung. Während heute auf den meisten Wurstverpackungen der „grüne Punkt“ enthalten ist, gibt es eine Handelskette mit einem eigenen Billignamen aus zwei Buchstaben. Diese Produkte haben weder einen „grünen Punkt“ noch ein anderes Lizenzzeichen. Gemäß aktueller Abfallinformation der Stadt Halver dürfen diese nicht in die gelbe Tonne! Und das obwohl sie aus dem gleichen Material bestehen wie die Verpackungen der Konkurrenz.

Müssen solche Verpackungen also im Restmüll entsorgt werden? – Wie unsinnig können Vorschriften noch werden? Der Endverbraucher wird hier ständig aufs Neue verunsichert und nicht wenige kommen sich mittlerweile regelrecht veräppelt vor, zumal es auch Gemeinden gibt, in deren Bezirk alles aus Plastik/Kunststoff in die gelbe Tonne kommt und außerdem noch Schrott aller Art, der in Halver nur dem Schrotthändler mitgegeben werden darf…

Bildnachweis:
  • Der grüne Punkt?: Eigene Grafik (frei verwendbar)

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Schlüsselwörter: Recycling | Grüner Punkt | gelbe Tonne | grüne Tonne | Müll
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