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Technik: AutomobilDer »Blitzer« hat Geburtstag - 55 Jahre Radarkontrolle

Der "Blitzer" wird 55 Jahre alt
Erster Verkehrssünder unbekannt
Vor 55 Jahren, am 21.01.1957 wurde das erste Radarkontrollgerät im Auftrag des nordrhein-westfälischen Innenministeriums in Düsseldorf getestet. Telefunken hatte im Jahr zuvor das erste Verkehrsradar auf der einer Polizeiausstellung in Essen präsentiert. Im Anschluss an die erfolgreiche Testphase wurden die Geräte bundesweit eingesetzt. Heute gehören sowohl die fest montierten »Starenkästen« als auch die mobilen »Blitzer« zum Alltag jedes Autofahrers. Bei der Polizei wurden die Radargeräte schnell beliebt, weil Geschwindigkeitskontrollen nun endlich ermöglichten, Tempoverstöße vor Gericht nachzuweisen.
Bei Verkehrssündern sind die Radarfallen bis heute ungeliebt und sorgen immer wieder für zerstörerische Aktionen. Die »Blitzer« werden abgesägt, beschossen, angezündet und in harmlosen Fällen zumindest mit Farbe eingesprüht. Doch für Ersatz wurde immer rasch gesorgt. Mehr Erfolg hatten verschiedene Klageverfahren. Dabei wurde gerichtlich erzwungen, dass Radaranlagen dort demontiert werden mussten, wo sie offensichtlich mehr zur Aufbesserung der Staatskasse dienten als zur Verhütung von Verkehrsunfällen.
Wettrennen zwischen Rasern und Polizisten
Im Laufe der Jahre begann der Wettlauf zwischen Temposündern und Geschwindigkeitskontrolleuren. Es wurden Warngeräte zum Einbauen und reflektierende Folien für die Kennzeichen entwickelt, Internetseiten geben inzwischen die Standorte für Geschwindigkeitskontrollen bekannt und Radiosender melden ebenfalls aktuelle Standorte für die mobilen Radarfallen. Doch die Polizei setzt immer neue, modernere und kleinere Radargeräte ein, deren Genauigkeit ständig verbessert wird. Da helfen dann auch nicht die üblichen und beliebtesten Ausreden der Verkehrssünder. Meistens müssen dringend die Kinder abgeholt werden oder der vereinbarte Arzttermin ist schon überfällig. Die Polizei hält die Geschwindigkeitskontrollen nach wie vor für eine der wichtigsten Maßnahmen, denn noch immer ist die Hälfte aller Verkehrstoten auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen.
Weitere Informationen: www.polizeimuseum.de
Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de
- Der "Blitzer" wird 55 Jahre alt: Thomas Max Müller / pixelio.de (Redaktionelle Nutzung)
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