
Sojawurst – Heute ein alltägliches Massenangebot
Der Patentantrag in Deutschland scheiterte damals wegen eines Formfehlers. Deshalb wurde Adenauers Sojawurst letztendlich nur in England angemeldet. Was vor knapp 100 Jahren eine unglaubliche Sensation war, ist heute nicht nur ausgereifter sondern bereits in vielen Supermärkten alltäglicher Angebotsstandard in vielen Variationen geworden.
Sojawurst gibt es als streichfähigen und festen Wurstaufschnitt in verschiedenen Sorten und Formen und sogar bereits als Grillgut. Die Masse der Soja-Grillbratwurst wird in eine pflanzliche Pelle gepresst. Das Grillen intensiviert den Geschmack, so dass manche meinen es gäbe kaum noch einen geschmacklichen Unterschied zur echten Bratwurst.
Vielfach gilt die Sojawurst auch als Alternative für Vegetarier. Jedenfalls redet uns die Sojawurst herstellende Lebensmittelindustrie dies ein. Doch Ernährungsexperten warnen auch vor zuviel Verzehr von Soja-Produkten. Dies könnte auch Gesundheit gefährdend sein.
Landet bald auch Kunstfleisch auf unseren Tellern?
Immer öfter und immer konkreter sagen Nahrungsmittelexperten voraus, dass zukünftig immer mehr Kunstprodukte, künstlich im Labor hergestellte Lebensmittel, auf unseren Tellern landen werden. Von der Industrie wird dies dann teilweise sogar als Bio dargestellt. Auf der Bio-Welle lässt sich eben gut verdienen und der Verbraucher wird schon wieder einmal mehr auf das Schlagwort Bio hereinfallen.
Die Prognosen für die nächsten Jahre sehen düster aus. Wer in ein paar Jahren ein Schnitzel oder ein Steak bestellt, der wird wohl nicht mehr wissen, was er dann serviert bekommt. Für den Braten der Zukunft, so Forscher und Industrie, braucht kein Tier mehr geschlachtet werden. Krankheitserreger wie Salmonellen oder BSE sind dann ausgeschlossen. Das „Fleisch“, das sich so gesund anhört, wird in riesigen Tanks, sogenannten Bioreaktoren, aus einer – für den Endverbraucher sicherlich undefinierbaren – Nährbrühe gezüchtet.
Jason Matheny, Wissenschaftler an der John Hopkins Universität in Baltimore sagt dazu: „Mit einer einzigen Zelle könnte man theoretisch den Fleischbedarf der Weltbevölkerung decken.“ Und bereits in einem Jahr, so der Wissenschaftler Mark Post von der Universität in Maastricht, könnte man den ersten so gezüchteten „Labor-Burger“ braten.