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Technik: Automobil

Die letzte Fahrt im Motorradbeiwagen

Ein Highlight für Motorradfahrer und Motorradfans.

Was bisher in erster Linie aus den USA und Großbritannien bekannt war, aber auch bereits in Kanada, Irland und Australien praktiziert wurde, ist seit Oktober dieses Jahres nun auch in Deutschland möglich: Die Motorrad-Bestattung. Der Begriff ist etwas irreführend, denn es handelt sich dabei nicht um eine neue Bestattungsart, sondern um eine neue, besondere Art der Überführung.

Motorrad mit Beiwagen als Überführungsfahrzeug

Per Motorrad, besser gesagt im Beiwagen eines Motorrads, wird der Sarg mit dem Verstorbenen überführt. Eine Variante, die besonders gerne bei Bestattungen von Bikern in den USA und Großbritannien erfolgreich praktiziert wird.

Vor zwei Jahren erlebte Jörg Grossmann eine solche Motorrad-Bestattung eines Bikers in den USA und war tief beeindruckt. Die Bestattung war eines Bikers würdig und angemessen. Warum gab es so etwas nicht auch in Deutschland?

Schließlich nahm Grossmann Kontakt mit dem britischen Motorradbestatter Paul Sinclair, der unter dem Namen Faster Pastor bekannt ist, auf. Eine Kooperation schwebte ihm vor. Doch stellte sich heraus, dass dessen Fahrzeuge in Deutschland nicht zugelassen waren.

Das erste Motorrad-Bestattungsfahrzeug Deutschlands

Die Idee, solche Bestattungen bzw. Überführungsfahrten auch in Deutschland möglich zu machen ließ Jörg Grossmann nicht mehr los. So nahm er Kontakt zu den Firmen Gespannbau-Bülter und Schöne Linie Kunststoff & Gestaltung auf. Zusammen und in enger Zusammenarbeit mit dem TÜV wurde ein Motorrad-Bestattungsbeiwagen entwickelt, der den gesetzlichen Richtlinien für Bestattungsfahrzeuge in Deutschland entspricht.

Diesen Bestattungsbeiwagen ließ er europaweit patentieren. Der Prototyp wurde bereits am 17. September 2011 auf der Open House der Harley-Factory Frankfurt der Öffentlichkeit präsentiert. Insgesamt sind vier solcher Fahrzeuge geplant. Das erste konnte bereits im Oktober in Dienst gestellt werden.

Dazu gründete Grossmann eigens die JG-Motorradbestattungen, die mit den von den Angehörigen beauftragten Bestattern vor Ort eng zusammenarbeitet und mit diesen den zeitlichen Ablauf der Bestattung koordiniert. Dabei wird streng nach Vorschrift und nach der DIN EN 15017 (Bestattungs-Dienstleistungen und Anforderungen) gearbeitet. Der Wirkungskreis für die Motorrad-Bestattungen ist bundesweit.

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Schlüsselwörter: Motorradbestattung | Bestattungsbeiwagen | Bestattungsmotorrad | Motorradbestatter | Motorradüberführung
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