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Sonstiges: Gesundheit

Osteopathie als alternative Heilmethode: die Kunst der sanften Hände

In den letzten dreißig Jahren hat sich die Osteopathie als alternative Heilmethode fest etabliert

In Ländern wie den USA oder Großbritannien spielt die Osteopathie als alternative Behandlungsmethode seit langem eine wichtige Rolle. Dagegen hat sie sich in Deutschland erst in den letzten dreißig Jahren etablieren können. Was sind die Besonderheiten dieser Manualtherapie, die auf sanfte Weise die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert?

Die Anfänge der Osteopathie liegen in den Vereinigten Staaten

Der Begriff Osteopathie bedeutet eine Verschmelzung der Worte "Knochen" und "Leiden". Begründer dieser alternativen Behandlungsmethode war der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still, der von 1828 bis 1917 lebte und forschte. Er war davon überzeugt, dass der menschliche Körper die Fähigkeit zur Selbstregulation besitzt und die osteopathische Behandlung eine geeignete Methode ist, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Das Besondere und für manchen auch Erstaunliche an dieser Methode ist, dass der Osteopath für die Behandlung keinerlei Hilfsmittel benötigt. Seine Hände sind sein einziges Instrument. Mit ihnen versucht er Funktionsstörungen und Blockaden im Körper aufzuspüren und sie mit gezielten Handgriffen zu lösen. Anders als die Schulmedizin versteht sich die Osteopathie als ganzheitliche Behandlungsmethode, bei der stets der Mensch in seiner Einheit von Körper, Geist und Seele im Vordergrund steht.

Spezielle osteopathische Handgriffe lindern zahlreiche Beschwerden

Die osteopathische Behandlungsmethode kann besonders bei Störungen des Bewegungsapparats erfolgreich angewendet werden. So sorgt der Osteopath mit speziellen Handgriffen beispielsweise für eine verbesserte Beweglichkeit des Fußgelenks, des Beckens, der Wirbelsäule oder des Schultergelenks. Oft kann der Patient bereits nach der ersten Behandlung eine spürbare Verbesserung seiner Beschwerden feststellen, obwohl der Osteopath außer diversen sanften Handgriffen scheinbar nicht viel gemacht hat.

Die osteopathische Behandlungsmethode funktioniert grundsätzlich nach völlig anderen Regeln als die Schulmedizin, die häufig nur die körperlichen Symptome behandelt, ohne auf die dahinterstehenden Ursachen einzugehen. Insofern erfordert die Osteopathie eine gewisse Offenheit und Mitarbeit vom Patienten, der letztlich über die Aktivierung der Selbstheilungskräfte seines Körpers selbst für seine Heilung sorgt.

Keine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine osteopathische Behandlung in der Regel nicht. Bei den Privatkassen gibt es unterschiedliche Regelungen. Für eine einstündige Behandlung muss der Patient mit Kosten ab circa siebzig Euro rechnen. Spätestens nach der dritten Behandlung sollte er eine deutliche Verbesserung seiner körperlichen Beschwerden verspüren. Der "Verband der Osteopathen Deutschland e.V." in Wiesbaden hat eine aktuelle Therapeutenliste im Internet veröffentlicht. Einen guten Osteopathen findet man jedoch meistens auf Empfehlung und durch Mund-zu-Mund-Propaganda.

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
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Schlüsselwörter: Osteopathie | alternative Heilmethoden | Manualtherapie | Selbstheilungskräfte des Körpers | Schulmedizin
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Kommentare

Gata Linda
am 06.12.2011 15:36:28 (83.57.204.xxx) Link Kommentar melden
Sehr schöner Artikel. Weiter so! Sowas liest man gern...
Hartmut Holz
am 08.12.2011 16:16:43 (79.246.150.xxx) Link Kommentar melden
Ja, Gata Linda. Da hast Du völlig recht.
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