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Sonstiges: Shopping

Weihnachten extrem: Frankenmouth und Bronners Weihnachtsmarkt in Michigan

Es ist schon verwunderlich, dass der Einzelhandel vor Freude hüpft über die derzeitigen Umsatzzahlen, während ansonsten alle über den Konsumwahn an den Adventssonntagen schimpfen. Keiner war es gewesen in den übervollen Einkaufszentren.

Doch es geht immer noch schlimmer: Wer -übrigens auch im Sommer- beispielsweise als ganz normaler deutscher Tourist in Michigan/USA unterwegs ist, erhält garantiert früher oder später den Tipp, doch mal nach Frankenmouth zu fahren. Da sei es wie in Deutschland, so lautet die nähere Begründung des Durchschnittamerikaners. Gut, also nichts wie hin. Nach zwei Urlaubswochen wird es mal wieder Zeit für richtiges Schwarzbrot, ein Bier, das den Namen tatsächlich verdient, oder echte Schokolade.

Im 1845 von aus Franken stammenden Deutschen gegründeten Frankenmouth gibt es gepflasterte Bürgersteige, auf denen man von Lädchen zu Lädchen geht. Stimmt, ist wie in Deutschland, denn da kann man auch zu Fuß einkaufen gehen. Noch deutscher als in Deutschland sind allerdings die Volkslieder, um die man während dieses Einkaufsbummels wegen der überall installierten Lautsprecher nicht herum kommt. Und irgendwann fällt einem auf, dass hier der Farbton blau-weiß dominiert... Binnen kürzester Zeit wird alles so dermaßen bayrisch, dass der gemeine Deutsche tatsächlich nicht „aus dem Städele hinaus“ muss, sondern wahrhaftig nichts anderes mehr will.

Und wenn der gewogene Gast nun schon einmal in Frankenmouth ist, erhält er wiederum irgendwann den fast unumgänglichen Tipp, zu Bronners zu fahren. Für amerikanische Verhältnisse quasi direkt um die Ecke des Stadtkerns (englisch: Downtown) befindet sich diese Weihnachtsmall.

Wer kurz zuvor das amerikanische Klein-Bayern aus Gründen der Überforderung verlassen hatte, sollte jetzt sehr vernünftig und stark sein und sich darauf beschränken, das ganzjährig geöffnete „Bronners Chrismas Wonderland“ einfach nur mal von außen gesehen zu haben. Die Mutigen werden direkt am Eingang von den unterschiedlichsten musikalischen und Geräusche-Eindrücken unter Dauerbeschallung gesetzt. Und –versprochen- da ist „Jingle Bells“ in den unglaublichsten Variationen und obendrein parallel zueinander noch die sanfte Variante.

Singende Weihnachtskarpfen paaren sich mit unschuldigen Engelchen aus Kunstschnee, mannshohe Weihnachtsmänner lächeln den Besucher aufs Oh-Du-Fröhlichste an und …zig Geruchskanonen benebeln die Einkaufshallen dieser Weihnachtseinkaufswelt. Wie viele Sorten von Räucherhäuschen und –männchen es gibt, lernt man selbst als Bewohner des Kuckucksuhrenlandes erst bei Bronners. Für Kitschfans und Weihnachtsdekorationsfreunde ist dieses fast 30.000 Quadratmeter große Gebäude schlichtweg ein Muss.

Für alle anderen gilt: Rette sich, wer kann!

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Schlüsselwörter: Christmas | Weihnachten | Shopping | USA | Michigan
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Kommentare

Argusauge
am 05.12.2011 14:34:09 (93.222.13.xxx) Link Kommentar melden
So sind halt die Amis Wink. Schöner erster Artikel!
Zeljko Jelic
am 10.12.2011 14:01:37 (82.195.234.xxx) Link Kommentar melden
So sind halt die Amis
Das ist doch ein sehr kreativer Umgang mit einem Fest, das sowieso eine Mischung aus Kommerz und vielen Traditionen ist (und immer schon war), also mit dem Christentum gar nichts zu tun hat (eigentlich).

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